Vollmondtext April 2022: Der Ostervollmond oder: jedem Augenblick würde verleihen
Von Wolfgang Bischoff
Liebe Menschen,
Am 16. April 2022 erstrahlt der Ostervollmond am Himmel. Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und über die Bedeutung des Todes und seiner Überwindung im Kontext des Osterfestes kontemplieren. Ein Fest des vorübergehenden Jubels zu Palmsonntag, der Segnung und der Verheißung des Abendmahls zu Gründonnerstag und des darauffolgenden Verrates („Nun hat die Finsternis das Wort“), der Kreuzigung mit der Erschütterung der Elemente zu Karfreitag, der ungewissen Ruhe der Grablegung zu Karsamstag und der dann folgenden Auferstehung zu Ostersonntag.
Dieser Prozess macht auf die Möglichkeit aufmerksam, einen Weg durch die Finsternis und den Tod aller Vorstellungsbilder, wie das Leben und man selber zu sein hat, zu gehen, um den Tod überwinden zu lernen und um zu einer Neugeburt, Wiederauferstehung, zu gelangen.
In unserer Tradition kennen wir das Maha Mrityunjaya Mantra, das übersetzt heißt: „Sieg über den Tod“. Dieses Mantra symbolisiert das Ostermysterium, das sich jedes Jahr zur Besinnung und Neubelebung der Menschheit wiederholt.
In den Yoga Sutras steht: „Es gibt einen ganz einfachen Weg in die Freiheit und zur Befreiung von allem, was uns belastet, bedrückt und behindert, und das ist die Pflege der Anwesenheit Gottes in jedem Lebensaugenblick.“ Die Anwesenheit Gottes in jedem Lebensaugenblick zu pflegen, gelingt durch die ununterbrochene Wiederholung des Mantras oder eines Gebetes, die das Göttliche der Geistigen Welt repräsentieren.
Ich wünsche euch ruhige, besinnliche Stunden, in der ihr die Anwesenheit des Göttlichen der Geistigen Welt in euch pflegt und aus dieser inneren Erfahrung und Kraft heraus den dann folgenden Lebensaugenblicken Würde verleiht.
In liebevoller Verbundenheit
Wolfgang


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