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Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

Am Dienstag, den 3. März, erstrahlt der Vollmond am azurblauen Himmel und leitet den Frühling ein. Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden.

Wir leben gerade in der christlichen Fastenzeit vor dem Osterfest. Uns ist diese Zeit bekannt durch die Tapasübungen, die wir nach jedem Seminar in der Yogalehrausbildung vorschlagen. Tapas und Fasten bedeuten, ein Feuer anzuzünden. Ein Feuer der Reinigung, ein Feuer des Bemühens, sich mit den eigenen Widerständen zu beschäftigen und sie zu unseren Lehrmeistern zu machen.

Flachbildschirme, Fernsehfilme, Werbespots können einem sehr viel Geld, Aufmerksamkeit und Lebensqualität rauben. Was könnten wir alles mit dieser wertvollen Zeit anfangen: Tagebuch schreiben, Ordnung schaffen, ein Buch lesen, mit anderen Menschen zusammen sein, ihnen zuhören und lauschen lernen. „Oh, Seele besinn Dich, Deine Taten besinn Dich, Oh, Seele besinn Dich, Deine Taten, besinn Dich!„ steht in der Isavasya Upanisad. Es ist ein Aufruf an uns alle, innezuhalten und unbefangen erkennen zu lernen, was wir mit unserer kostbaren Lebenszeit so alles anfangen.

Eine 40-tägige Tapasübung kann uns helfen, unserem Leben wieder mehr Tiefe und Sinnerfülltheit zu geben.

Ein Verzicht auf Fernsehfilme, Kaffeetrinken, Süßigkeiten und sonstige so verführerische Ablenkungen kann uns in dieser Zeit einen tiefen Einblick in uns selbst gewähren, der sehr erholsam sein kann. Der Verzicht auf alte Gewohnheiten und das Ausprobieren neuer Gewohnheiten stärkt unsere Willenskraft und zeigt uns die in uns schlummernden Potentiale.

Tut eurer eigenen Seele einmal etwas Gutes, gebt ihr Nahrung in der Form inspirierender Gespräche, durch das Studium inspirierender Texte oder das Üben von tiefen Entspannungen wie Shitilikarana. Macht 40 Tage lang jeden Tag vor dem Essen Nadi-Shodana und schweigt jeden Tag für 1-2 Stunden. Wählt euch aus all diesen Vorschlägen vielleicht nur einen aus und praktiziert diesen bis Ostern mit Liebe und Hingabe.

Am 1. April ist wieder Vollmond und wir können gemeinsam Zwischenbilanz ziehen und die Übungen noch verfeinern, bis diese Übung dann am 3. April beendet ist.

Ich wünsche euch allen eine interessante Fastenzeit.

In herzlicher Verbundenheit

Wolfgang


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Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

zum Vollmond am 4. Dezember 2025 wollen wir alle zum letzten Mal in diesem Jahr von 21 bis 22 Uhr innehalten und über die Bedeutung von Advent und Weihnachten nachdenken.

In dem ewig sich wiederholenden Jahreszyklus befinden wir uns wieder einmal in der Vorweihnachtszeit, einer Zeit die der Menschenseele die Verheißung schenkt, zu einer tiefen Erkenntnis seines eigenen Seins, seines Ursprungs kommen zu können. Die Nächte werden sternenklar und offenbaren Geistiges aus den Höhen, während in den Erdentiefen eine heilige Ordnung zu entstehen beginnt, die neues Leben im kommenden Frühling hervorbringen wird.

Wie finden wir gemeinsam den Weg zu der Bewusstseinserhöhung, die es uns ermöglicht, in ein lauschendes Vernehmen und Schauen derjenigen Welt hineinzuwachsen, die wir die Geistige Welt nennen. Alle Wirkungen in dieser Welt haben eine Ursache, die ganz anders beschaffen sein muss als diese Welt voller Gegensätze, in der wir leben. Wir schlafen ja alle tief mit offenen Augen. Das Bewusstsein, das wir durch die Sinneswahrnehmungen und das Verstandesdenken haben, betrifft nur eine dünne Oberflächenschicht. Die apokalyptischen Donnerschläge der Natur oder die Katastrophen wie Kriege, von Menschen selber erzeugt, sind wie Zeichen, die uns aus unserem tiefen Schlaf aufwecken wollen. Das in jedem von uns schlummernde Geistbewusstsein soll durch diese wehenartigen Prüfungen neu erweckt werden. Die Welt des Schauens soll sich uns auftun. So hat Emil Bock schon im 2. Weltkrieg geschrieben und heute gelten diese Gedanken immer noch oder schon wieder.

Die zarte Stille des Advents, die kindliche Seligkeit des Weihnachtsfestes sind Geschenke, die in unserer lauten, unruhigen Zeit immer seltener geworden sind.

Wir können der Winterzeit folgen und still werden, ganz tief in uns hinein lauschen, wenn wir einen inneren Weg gehen wollen. In der dunkelsten Zeit des Jahres, am dunkelsten Tag zur dunkelsten Stunde, tief in der Nacht, kann sich uns die eigentliche Weihnachtsgabe offenbaren, die uns das zeigt, was wir eigentlich sind, ein strahlendes Licht im innersten unserer Herzen.

Was wir uns alle zu Weihnachten schenken, kann uns nur zu leicht ablenken von der eigentlichen Erkenntnismöglichkeit, die uns Menschen das Geheimnis unseres eigenen Seins offenbart.

Mit der Erkenntnis dieses geistigen Lichtes, das im innersten unseres Herzens ruht und das eigentlich jeder von uns ist, kann endlich der Friede in unsere Seelen einziehen, der in der Weihnachtszeit verheißen wird.

Wahrer Friede ist der Zustand der Seele, die das sich offenbarende Göttliche in sich aufgenommen hat.

Eine solche Erkenntnis, die sich Dir aus der inneren Stille Deines Herzens offenbart wird Dir helfen, ein Leben zu führen, um reifer zu werden auf dem Weg der Menschenveredelung, der Welterhaltung und der Weltentwicklung. Jede Erkenntnis, die Du suchst, nur um dein Wissen zu bereichern, nur um Schätze in und außerhalb von Dir anzuhäufen, wird Dir den Weg nach innen versperren.

Die Liebe zur inneren Freiheit wird Dir helfen, das Wahre von der reinen Erscheinung unterscheiden zu lernen, die Wahrheit von der bloßen Meinung und zu einer Wertschätzung zu gelangen des Wahren und Wirklichen gegenüber der bloßen Erscheinung. Dann wird wahrer Friede in Dich einziehen können und Du wirst das, was das Weihnachtsfest Dir schenken will, erkennen und erleben können und was Du suchst, das wirst du in dem strahlenden Lächeln der vor Bewunderung und Staunen weit geöffneten Augen der Kinder erkennen können. Was sich Dir in der stillen Meditation offenbaren kann, kannst Du auch mit einem erwachten Bewusstsein im Sternenhimmel, in der Natur und den Menschen schauen lernen.

Ich wünsche euch allen den Mut, gegen die Strömung zu schwimmen, um die Quelle des Flusses in all ihrer Pracht zu erleben. Ich wünsche euch eine erlebnisreiche vorweihnachtliche Zeit und eine stille, Licht erfüllte Weihnacht.

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang


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Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

am Mittwoch, den 05. November 2025, erstrahlt der den Winter ankündigende Vollmond, am sternenklaren Himmel. Hier in Güldenholm leuchtet die Natur zurzeit in einem so strahlenden Licht, dass wir alle mühelos still werden und andächtig diese Schönheit der Natur bestaunen. Aus dieser stillen Kontemplation heraus steigen Fragen auf, wie:

„Wer bin ich eigentlich? – Was wird mir an mir selber klar, wenn ich mich der Stille und äußeren Reizlosigkeit aussetze?“

Die Antwort darauf kann ich nicht ergreifen, sie ist mir nicht verfügbar. Sie stellt sich mir ein, oder sie stellt sich mir nicht ein. So schweige ich und warte. Ich erkenne, dass selbstgemachte Erfahrungen für mich wichtiger werden als übernommene Erkenntnisse. In unserer Arbeit mit Menschen werden wir so immer schweigsamer und helfen somit unserem Gegenüber, das eigene Suchen herauszufordern anstatt, den nach Antworten im Außen suchenden Fragesteller, vorschnell mit dem gewünschten Gut zu befriedigen. Auf diese Weise können wir die in uns und den Anderen schlummernden Kraft- und Heilungsressourcen kennenlernen und wirken lassen. Diese Form der Selbsterfahrung beginnt im Mittelpunkt unserer Entwicklung zu stehen und steht der Selbstentfremdung gegenüber. So kann Heilung, im ursprünglichen Sinne von Heil-Sein, geschehen.

Im Schweigen werden wir mit den Phänomenen des Burn-Out oder auch der Depression konfrontiert und durch die Kultur des Innehaltens und Fragens „Was brauche ich wirklich?“ erhalten wir die Möglichkeit, darin eher eine Herausforderung zu sehen, als etwas anzusehen, was beseitigt werden muss. Ich kann erkennen, dass ich auf dem Wege in die Depression entweder einen Weg beschreite, der mich zum Tode führen kann, oder einen Weg zum Leben. Die Depression kann so ein Ende bedeuten oder den Anfang zu wahrem Leben. Dadurch kann sie Dir eine Tür öffnen zu einer Erfahrung, dass ich und Du und alle Menschen miteinander verbunden sind, durch die stärksten Bande menschlicher Gesellschaft und Gemeinschaft—am stärksten aber verbindet uns das gemeinsame Empfinden, dass in jedem von uns etwas ist, was nicht gesellschaftlich, sondern göttlich, einzigartig und unantastbar ist.

Diese Haltung, die eigene Wirklichkeit aus der inneren seelischen Erfahrung zu gewinnen, braucht Mut und Vertrauen in die eigenen Selbstheilungskräfte und in den göttlichen Keim in einem jeden Menschen.

Das Schweigen wird nun zum Mittel, sich nicht über andere zu erheben oder seine eigenen Tugenden besonders herauszustellen. Aus dem Schweigen lässt sich mehr Nutzen ziehen als aus jeder Rede. Eine bescheidene Haltung schützt davor, einer manipulierenden Haltung zu verfallen. Eine Verwandlung, Transformation lässt sich nicht erzwingen, wir können sie aber geschehen lassen und bei anderen liebevoll begleiten.

Lasst uns alle gemeinsam von 21 bis 22 Uhr die Kultur des Innehaltens pflegen, in dem Sinne:

OH MENSCH HALT INNE UND BESINNE DICH!

Ich wünsche euch allen eine besinnliche, erkenntnisreiche, stille Stunde

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang


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Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

Am Montag, den 6. Oktober 2025,  erstrahlt der Herbstvollmond am azurblauen Himmel vielleicht hinter dunklen Wolken, doch er strahlt. Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und über eine Möglichkeit kontemplieren, was wir in dieser Welt voller Unruhe und Zerstörung an Sinnvollem machen können. Jede von euch kann in ihrem Zimmer, ihrem Haus und Grundstück in ihrer unmittelbaren Umgebung ein Paradies schaffen, in dem die Seelen der Menschen Nahrung erhalten.

Ich möchte euch deshalb einladen, über die Bildung von spirituellen Freundeskreisen in eurem eigenen Lebensumfeld zu kontemplieren. Lasst uns Freundeskreise im wahrsten Sinne des Wortes aufbauen, im Kreis sitzen und Dialoge führen, in denen immer nur einer spricht mit dem Gesprächsstab in der Hand und alle anderen hören zu mit einer inneren Haltung der Wertschätzung, ohne zu bewerten und zu beurteilen, und die Person, die spricht, spricht vom Herzen aus und sagt alles, was in dem Augenblick von Bedeutung ist. In solchen Situationen gilt das Bibelwort: „Wenn zwei in meinem Namen zusammen sind, dann bin ich unter euch.“ Dann kann die Geistige Welt sich zu Wort melden auf oft unvorstellbare Weise und wir können lernen, dem Prozess voll zu vertrauen.

Wenn wir lernen, jeden Menschen wie einen Freund zu behandeln, würden sich der Bewusstseinszustand und die Lebensqualität in der Welt vollkommen verändern. Wir würden anfangen, als ein großes Team zu handeln, als eine Familie, die zum Nutzen aller wirkt. Jeder würde dem anderen dienen, so gut er könnte, und genau das würde ihn glücklich machen.

Wir können folgende Übung aus den spirituellen Freundeskreisen heraus entwickeln: Begegne jedem Menschen bei Deiner Arbeit, zu Hause und in der Freizeit wie einem Freund. Blicke hinter die Maske jener, über die Du urteilst, und gestalte Dir, das zu sehen, was sie in Wahrheit für Dich sind. Stell Dir vor, wie schön es wäre, nur Freunde um sich herum zu haben. An Unterschieden würdest Du Dich erfreuen und sie als Ergänzungen für Dein eigenes Leben erleben.

Ich wünsche euch allen eine besinnliche, stille Stunde und grüße euch

in liebevoller Verbundenheit

Wolfgang


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