Wolfgang Bischoff

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Lesedauer 2 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

der Herbstvollmond erscheint wie in einem Nebel am Himmel und erinnert uns an die Möglichkeit, am 26. Oktober 2026 für eine Stunde von 21-22 Uhr still zu werden und nach Innen zu schauen, um das Leben zu kontemplieren und an all die Menschen zu denken und für sie zu beten, die Unterstützung und Hilfe brauchen.

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Die Frage, die häufig gestellt wird ist:  Wie kann ich für einen anderen Menschen beten?

Oft stellen wir uns unter einem Gebet viele Worte vor und viele Bitten für dies und das. Ein Meditierender betet in der Stille. Swami Rama sagte immer: Das Gebet ist ein intensives Gefühl. Selbst jemand, der nicht an Gott glaubt, kann für jemand anderen beten. Aber, wir brauchen dazu einen klaren, sattvischen, selbstlosen Geist. Die 7 Schritte zur Vorbereitung auf die Meditation sind dazu eine wunderbare Hilfe. Wenn Du nach dem 7. Schritt eine Atemachtsamkeit entwickelt hast und in Deinem Herzen die innere Haltung der Hingabe an die Kräfte der Geistigen Welt mit den Worten:

„Dein Wille geschehe nicht meiner“

gebildet hast, und Dein Geist ruhig und still pulsiert, dann visualisiere die Person, für die Du betest. Visualisiere diese Person in dem Zustand, den Du für sie wünschst und um den Du bittest. Lass daraus ein intensives Gefühl entstehen, das sich mit der Atemachtsamkeit verbindet. Sobald das eingetreten ist, bringe die Aufmerksamkeit Deines Geistes in das Herzzentrum zwischen den beiden Brüsten. Stell Dir dort eine wunderbare Höhle vor, in der Du Dich niederlässt. Visualisiere in Deinem Herzen nun die Person für die Du betest, in dem Zustand für den Du betest. Wieder lass ein intensives Gefühl entstehen und lenke Deine Achtsamkeit von der Atembeobachtung zu dem intensiven Gefühl und dem Bild der Person. Immer wieder und wieder, solange, wie Du magst.

Das Geheimnis eines erfolgreichen Gebetes ist einmal das intensive Gefühl und die Hingabe aller Früchte Deines Betens an die Geistige Welt. Lerne zu akzeptieren, was ist und bete für das, was sein könnte, ohne auf die Früchte Deines Handelns zu schauen.

Lass dieses Gefühl zu der inneren Hingabe an die Geistige Welt werden, die Du um das Wohlergehen der Person, für die Du betest, bittest.

Wiederhole das solange, bis Dein Gebet erhört worden ist und es der Person besser geht.

Ich wünsche euch eine erbauliche stille Stunde. Möget ihr alle die Kunst des Betens für Andere erlernen und kultivieren.

 

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

 

Einladung der Engel zur Meditation

Im Namen allen Lebens verströmen wir Licht und Liebe.

Im Namen der Wahrheit repräsentieren wir die Gerechtigkeit.

Im Namen der Nächstenliebe lehren wir zu verzeihen.

Im Namen der Freude schenken wir Leichtigkeit.

Im Namen der Selbstachtung schenken wir Vertrauen.

Im Namen aller Wesen schenken wir unseren Segen.

 

Hinweis: Der Termin der Vollmond-Meditation richtet nach dem kalendarischen Vollmond. Für Erklärungen und Detaildaten zur Festlegung der jeweiligen Termine siehe agni-online.de/vollmondmeditation – inklusive aller Daten für die kommenden Vollmondmeditationen dieses Jahr.

Lesedauer 3 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

Am 25. September 2026 erstrahlt der Herbstvollmond am azurblauen Himmel (Hinweis zum Termin siehe ganz unten). Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und die bereits erwähnten Gedanken über das Mantra sowie die Gedanken über einen kristallklaren Geist kontemplieren:

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Ein kristallklarer Geist

Unsere Tradition lehrt, dass der menschliche Geist wie ein klarer Kristall ist, der der Geistigen Welt das Irdische spiegelt und dem Irdischen die Geistige Welt. Mit der einzigen Fähigkeit, die der Mensch hat, um in die Unabhängigkeit und Freiheit zu gelangen, der Unterscheidungsfähigkeit, (alle anderen Sinnesfähigkeiten binden ihn an die Welt), kann der Mensch lernen, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden. Die Identifikationen, die den klaren Kristall des Geistes wie gefärbt erscheinen lassen, beginnen sich zu lösen und eine Entfärbung des Kristalls tritt ein, die im Sanskrit vairagia genannt wird. Der Geist wird in seiner wahren Natur als klar und unberührt von den Lebensereignissen und als Instrument erkannt. Das Bewusstsein erlebt sich als Stille, beobachtend und sehend, in voller Kontrolle der Bewegungen des Geistes. Dann ruht das Sehende in seiner wahren Natur. So sagt es das Yoga Sutra. Wenn das nicht der Fall ist, leben wir in ständig wechselnden Identifikationen mit den Bewegungen unseres Geistes.

Das verdeutlicht die folgende Geschichte :

Ein König sucht in einem wunderbaren Land nach einem Nachfolger. Es melden sich viele Personen und fünf davon qualifizieren sich. Der König gibt den Fünfen eine Aufgabe, indem er jedem einen Saatkorn gibt. Diesen sollen sie einpflanzen, wässern und düngen und das Ergebnis nach einem halben Jahr zeigen.

Nach einem halben Jahr kommen alle fünf mit ihrem Töpfen zum Königshof. Vier von ihnen haben die herrlichsten bunten Blumen mitgebracht, die ihre ganze Pracht aus dem Topf heraus entfalten. Der Fünfte jedoch bringt einen Topf voller Erde mit und sonst nichts. Er sieht beschämt aus und stellt sich etwas Abseits. Der König ruft jeden einzeln zu sich und fragt, was er gemacht habe. jeder antwortet, dass er das Saatkorn gepflanzt habe, gewässert habe und gedüngt habe. Der König nickt zufrieden, schaut sich die wunderschönen, bunten Blumen an und ruft den Fünften herein. Auch ihn fragt er, was er getan habe. Der Fünfte antwortet beschämt, dass er das Saatkorn gepflanzt, gewässert, gedüngt habe und nichts sei geschehen. Er habe sich überlegt, überhaupt zu kommen, habe sich dann aber die Abmachung gehalten, sein Ergebnis zu zeigen.

Der König nickte zufrieden und schickte ihn wieder hinaus mit der Bemerkung, dass er gleich seine Entscheidung mitteilen würde. Es dauert eine Weile, dann geht die Tür auf und der König erscheint vor den Fünfen. Er zeigt auf den Fünften ohne Ergebnis und sagt: 

„Dich habe ich gewählt. Komm mit mir.“

Im Königssaal erklärt der König den Fünften zu seinem Nachfolger und dieser zeigt große Verwunderung und fragt: „Aber König! Ich habe nichts hervorgebracht. Wie kannst Du mich wählen?“

Der König antwortet: „Ja, Du hast Mut bewiesen zu Dir selbst zu stehen und auch ohne Ergebnis zu kommen. Du trittst hier authentisch auf, demütig und bescheiden. das sind alles Qualitäten eines Königs. Aber etwas, das weißt Du nicht! Ich habe Euch allen ein totes Saatkorn gegeben!„

Durch Meditation können wir lernen, einen kristallklaren Geist zu bekommen, der den Mut zuläßt, zu uns selbst zu stehen, so wie wir sind und nicht zu versuchen, den Vorstellungen anderer zu genügen.

Ich wünsche euch eine ruhige und erkenntnisreiche, stille Stunde

In liebevoller Verbundenheit euer

Wolfgang

 

Hinweis: Der Termin der Vollmond-Meditation richtet sich nach dem vedischen Mond-Kalender. Für Erklärungen und Detaildaten zur Festlegung der jeweiligen Termine siehe agni-online.de/vollmondmeditation – inklusive aller Daten für die kommenden Vollmondmeditationen dieses Jahr.

Für den September-Vollmond gilt hier speziell: Vollmond-Zeitraum (Purnama Tithi) nach vedischem Kalender für Deutschland mit Referenzort  beginnt: 25.09. – 19:36 h und endet: 26.09. – 18:48 h.

Lesedauer 4 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

Am 27. August 2026 erstrahlt der Vollmond am azurblauen Himmel, beendet die Sommerzeit und bereitet uns auf den Herbst, die Ernte und die kommende Winterzeit vor. Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und über den Schatz der Himalayas, über das Innehalten, kontemplieren:

Der Schatz der Himalayas ist die Einweihung in die Mantra-Meditationsmethode. Es ist die Wissenschaft vom Klang, dem Wort.

“Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort, dieses war im Anfang bei Gott.
Alles, was es auf der Erde gibt, ist aus diesem entstanden.“

(Prolog des Johannes Evangeliums)

 

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Der Einweihungsprozess

Die Einweihung ist ein Prozess, der von der Menschheit noch kaum verstanden wird. In ihr offenbart sich die Geistige Welt dem Menschen und beginnt ordnend in sein Schicksal einzugreifen. Das Wort aus der Welt der Einheit, das Gott ist, wird auch die transzendentale Sprache, para, genannt. Wenn es die Gestalt der sprachlosen Sprache und des wortlosen Wortes annimmt, wird es mit dem femininen Begriff „die sehende Eine“, benannt.

Von hier geht ein Strahl des Bewusstseins aus und berührt die dem Selbst –  und nicht den Sinnen und der Welt – zugewandte innere Ebene des Geistes. Diese innere Ebene wird antah karana, die intuitive Fähigkeit, genannt. Hier erzeugt der Bewusstseinsstrahl, der vom spirituellen Selbst ausgeht und durch es hindurch fließt, eine mentale Schwingung. Der Geist wird angeregt durch die Wahrnehmung eines Leuchtens, ähnlich dem eines Blitzes. Sodann können in einem winzigen Moment, der in etwa dem zehnten bis siebenundfünfzigsten Teil einer Sekunde entsprechen mag, das gesamte Buch der Veden oder alle 330 Millionen Mantras offenbart werden.

Diese Erfahrung gleicht einem Saatkorn (bija) oder einem einzelnen Punkt (bindu), welcher die Einzelheiten des von einem Satelliten aufgenommenen Bildes eines riesigen Gebiets enthält. Der Punkt muss noch entwickelt werden, damit sich das Bild in all seinen Einzelheiten zeigen kann. Dieser Moment ist auch mit folgendem Bild umschrieben worden:

Alle Farben des Rades eines Fasans
sind enthalten im Ei eines Fasanenhuhns.

Dieser Zustand wird mit dem weiblichen Begriff „madhyama“,
„die mittlere Sprache“, benannt.

Indem das Wissen aus der Tiefe von buddhi zur äußeren Schicht des rationalen Geistes aufsteigt, verwandelt es sich zu einem verbalen Gedanken. Die Worte sind nichts anderes als ein Prozess der Manifestation, eine Schwingung niedrigerer Frequenz als die der vorausgegangenen Schwingungen. Dieser verbale Gedanke im Geist wird von den alten Grammatikern und Philosophen mit vaikhari (fem.) – nach außen gerichteter harscher Klang – bezeichnet. Das aber ist erst die erste Stufe von vaikhari.

Diese von buddhi, dem Geist und der relativ niedrigen Schwingung des verbalen Gedankens ausgehende Schwingung erzeugt nun eine Beschleunigung im Vitalitätsfeld des Yogis, in seinem prana. Dieses seinerseits aktiviert sodann die Sprechorgane, und der artikulierte Klang steigt auf, das Endprodukt, das die Ohren des Schülers im Prozess der Übermittlung, der Initiierung und der Unterrichtung hören.

Das Mantra, das in der Einweihung von einem authentischen Lehrer der Tradition in der beschriebenen Art wahrgenommen wird, wird dann dem Empfangenden mitgeteilt, und es wird ihm die Methodik seines Übens erklärt.

Das Wort Mantra bedeutet:

der Klang, der den Menschen schützt,
der diesen Klang in sich zum Schwingen und Klingen bringt,
und dieser Klang beseitigt die Dunkelheit seiner Unwissenheit,
beseitigt Ratlosigkeit, Orientierungslosigkeit und Hilflosigkeit seines Geistes und bringt auf wunderbare Weise sein innerstes Wesen zum Vorschein, macht ihn mit sich selbst bekannt und führt ihn zum Inneren Zentrum des Bewusstseins, von dem aus das Bewusstsein fließt.
Es führt ihn von der Dunkelheit des Unwissens zum Licht der Weisheit
und von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit.
Das, woran das Ostermysterium jedes Jahr von Neuem erinnert:
die eigene Egozentrizität durch einen Kreuzigungs-Sterbeprozess überwinden zu lernen, um im Lichte des wahren Menschseins aufzuerstehen,
ermöglicht der Einweihungsprozess als innere Erfahrung.

Wer ein solches Mantra erhalten hat, braucht eigentlich keine Lehrer mehr. Das Mantra führt den inneren Entfaltungsprozess durch sich selbst. Ernsthaft geübt, indem man lernt, sich auf die Bedeutung des Mantra beim Wiederholen zu konzentrieren und es nicht nur eintönig vor sich hersagt oder denkt, kann es helfen, den höchsten Bewusstseinszustand zu erlangen, in dem das Bewusstsein sich  – in sich selbst – durch sich selbst – erkennt.

Das Mantra kann die Übenden so in eine meditative Stille führen, in der das Göttliche Bewusstsein in vollkommener Stille ruht und aus der heraus es den Übenden Botschaften sendet, die für ihre Schicksalswege von großer Bedeutung sind.

Diese inneren Botschaften wahrnehmen zu lernen,
ist das Ziel allen Übens,
das mühelos mit Würde und Freude,
Liebe und Hingabe gestaltet werden sollte.

In dieser Tradition lehrt die Meditation die Übenden, nicht nur ihren Körper, ihre Sinne oder den niederen Geist kennen zu lernen, sondern sie zeigt ihnen alle Aspekte ihres Geistes, die unbewussten und überbewussten. Sie hilft den Übenden, frei zu werden von allen geistigen Störungen und Hindernissen und ist nicht nur eine Methode, die den Geist beruhigt, sondern sie ist ein Selbsttrainingsprogramm, das die Übenden lehrt, auf allen Ebenen ihrer Persönlichkeit sich selbst überwinden zu lernen.

Ich wünsche euch eine erholsame, stille Stunde

In liebevoller Verbundenheit euer

Wolfgang

Hinweis: Der Termin der Vollmond-Meditation richtet sich nach dem vedischen Mond-Kalender. Für Erklärungen und Detaildaten zur Festlegung der jeweiligen Termine siehe agni-online.de/vollmondmeditation – inklusive aller Daten für die kommenden Vollmondmeditationen dieses Jahr.

Für den August-Vollmond gilt hier speziell: Vollmond-Zeitraum (Purnama Tithi) nach vedischem Kalender für Deutschland mit Referenzort Hamburg ist vom 27. August (5:38 Uhr) bis 28. August (6:18 Uhr).

Lesedauer 4 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

heute [und morgen; siehe Hinweis unten] ist nicht nur Vollmond, sondern auch der Zeitraum, an dem die göttliche Kraft der Geistigen Welt verehrt wird. Es ist die Kraft, die uns von der Dunkelheit ans Licht führt, von der Unwissenheit zur Weisheit und von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit. Da sich diese Kraft manchmal durch Menschen besonders stark ausdrückt, werden diese als unsere spirituellen Lehrer an diesem Tag verehrt.

 

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In der meditativen Tradition wird das so ausgedrückt:

Vater und Mutter haben uns nur den Körper gegeben;
wahre Erkenntnis ist uns von der göttlichen Kraft der Geistigen Welt gegeben worden.

Gesegnet sind diese Menschen, durch die mir geholfen wird,
meine Sinnesbegierden zu kontrollieren,
und die mich mit ewigem Segen beschenkt haben.

Wenn wir unserer Mutter Ehrerbietung und Dankbarkeit erweisen,
dann werden wir erfolgreich in der Welt sein.

Wenn wir unserem Vater Ehrerbietung und Dankbarkeit erweisen,
dann werden wir in der nächsten Inkarnation davon profitieren.

Wenn wir jedoch der Guru Kraft dienen, ihr Ehrerbietung und Dankbarkeit erweisen,
dann lernen wir, das Wort der Geistigen Welt zu hören.

Ich verneige mich vor der Ewigen Guru Kraft,
dessen ureigenste Ausdrucksform die Weisheit ist.

Am Guru Vollmondtag — Guru Purnima — verehren wir nicht nur diese Kraft der spirituellen Tradition, sondern wir erweisen allen Dingen und Ereignissen, der gesamten Natur, die uns unterrichten, unsere Ehrerbietung. Wenn wir uns zu spirituellen Forschern ausgebildet haben, unsere Beobachtungs-, Wahrnehmungs-und Achtsamkeitsfähigkeit geschult haben, werden wir die Unterrichtung der spirituellen Guru-Kraft immer klarer erkennen können. Spirituelle Schulung wird zu unserer alltäglichen Gewohnheit, Liebe und Vertrauen zu unserer eigenen Natur. Andererseits, wenn das nicht so ist, führt uns diese Kraft durch schwierige Lebensereignisse, damit wir uns von unerwünschten Blockaden befreien können.

In unserer Tradition ist jeder Mensch, von dem wir ein wenig lernen können, ein Repräsentant dieser Guru-Kraft. In jedem von uns ruht diese Guru-Kraft, die uns erkennen hilft, was wir zu lernen haben.

Kinder können ihre Dankbarkeit den Eltern gegenüber für alles, was sie von ihnen erhalten haben dadurch zeigen, das sie das Erhaltene in Demut und Dankbarkeit an ihre Kinder weitergeben. Genauso ist es unsere spirituelle Pflicht, das, was wir von der Guru-Kraft erhalten haben, an andere Menschen weiter zu geben. Dadurch zeigen wir unsere Dankbarkeit.

Ich möchte meine Dankbarkeit der Guru-Kraft gegenüber zum Ausdruck bringen, die uns in unserer Traditionsgeschichte mit Wissen und Weisheit und Erkenntnis gesegnet hat. Diese Jahre waren nie leicht, aber immer sehr lehrreich und innerer Frieden ist so oft das Resultat eines ehrlichen Bemühens. Lasst uns die stille Stunde von 21-22 Uhr dazu nutzen, dass wir uns vor dieser Guru-Kraft, vor allen Lehrern, die uns unterrichtet haben und vor allen SchülerInnen, von denn wir gelernt haben, vor unseren Familienmitgliedern und Mitmenschen in Ehrerbietung und Dankbarkeit verneigen.

Lasst uns wie eine Familie in spirituellen Freundeskreisen zusammensitzen und über die Bedeutung von spiritueller Schulung einen Dialog führen.

Zum Abschluß möchte ich mit euch das Vater Unser, das direkt aus dem Aramäischen von Neil Douglas – Klotz übersetzt wurde, teilen:

Oh Du kosmischer Weltenatem,
Ursprung des schimmernden Klanges.
Du scheinst in uns und um uns,
selbst die Dunkelheit leuchtet, wenn wir uns erinnern.

Hilf uns, einen heiligen Atemzug zu erleben, bei dem wir nur Dich fühlen und Dein Klang in uns erklinge und uns reinige.
Lass Deinen Rat unser Leben regieren
und unsere Absicht klären für die gemeinsame Schöpfung.

Möge der brennende Wunsch Deines Herzens
Himmel und Erde vereinen durch unsere Harmonie.

Gewähre uns täglich, was wir an Brot und Einsicht brauchen;
das Notwendige für den Ruf des wachsenden Lebens.

Löse die Stränge der Fehler, die uns binden,
wie wir loslassen, was uns bindet an die Schuld anderer.

Lass oberflächliche Dinge uns nicht irreführen,
sondern befreie uns von dem, was uns zurückhält.

Aus Dir kommt der allwirksame Wille,
die lebendige Kraft zu handeln,
das Lied, das alles verschönert
und sich von Zeitalter zu Zeitalter erneuert.

Wahrhaftige Lebenskraft diesen Aussagen!

Möge sie die Quelle sein, aus der alle meine Handlungen erwachsen.

Besiegelt im Vertrauen und Glauben.

Amen

Ich wünsche euch allen eine gesegnete, stille Stunde

in liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

Hinweis: Der Termin der Vollmond-Meditation richtet sich nach dem vedischen Mond-Kalender. Für Erklärungen und Detaildaten zur Festlegung der jeweiligen Termine siehe agni-online.de/vollmondmeditation – inklusive aller Daten für die kommenden Vollmondmeditationen dieses Jahr.

Für den Juli-Vollmond gilt hier speziell: Vollmond-Zeitraum (Purnama Tithi) nach vedischem Kalender für Deutschland mit Referenzort Hamburg ist vom 28. Juli (14:48 Uhr) bis 29. Juli (16:35 Uhr). Während wir die Vollmondmeditation nach der Mondphase zur Meditationszeit (21-22 Uhr) festlegen, wird Guru Purnima  nach dem sogennaten Udaya Tithi bestimmt – der Mondphase bei Sonnenaufgang. Wie man aus den Werten leicht sehen kann, herrscht am 28. Juli zum Sonnenaufgang noch kein Purnama Tithi. Daher ist erst der 29. Juli in Deutschland Guru Purnima, aber am 28. Juli Vollmondmeditation.

Lesedauer 4 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

am 29. Juni erstrahlt der Sommervollmond am azurblauen Himmel (siehe zum energetischen Vollmond nach vedischem Lunisolarkalender die Seite auf Agni Online). Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und über das Phänomen von Himmel und Hölle kontemplieren:

Ich möchte mit euch eine Erfahrung teilen, die ich gerade gemacht habe und die ich sehr lehrreich fand. In der letzten Woche habe ich mit einem besonderen Freund seinen spirituellen Ort in Polen eingeweiht. Es ist ein großes Stück Land, das er mit viel Liebe zur Erde und zu den Pflanzen wie den Tieren gestaltet hat. In fünf kleinen Häusern, die mit großem Sachverstand und ebenfalls viel Liebe von ihm gebaut wurden, haben wir zusammen diesen Ort der Stille und offenen Weite genossen. Die eine Hütte ist eine Mediationshütte, in der geschwiegen und meditiert werden kann. Sie hat eine 5-Sterne-Qualität und ist von einer ganz besonderen Art. Meine Seele kam an diesem Ort zur Ruhe und erhielt eine wunderbare Nahrung. Ich fühlte mich zusammen mit meinem lieben Freund erfüllt und glücklich, wie im Himmel.

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Ich fuhr nach ein paar Tagen nach Hause, fühlte mich schlecht und wurde in kürzester Zeit ganz schwach und wurde sofort in ein Krankenhaus eingewiesen.

Dort landete ich mit starken Schmerzen, geschwollenen Organen und schwach in einem 3-Bett-Zimmer, das ich mit zwei netten älteren Männern teilen musste. Sie waren so laut, schnarchten im Chor, sodass ich nicht schlafen konnte, die Nahrung war wie im Gefängnis und ich fühlte mich plötzlich wie in der Hölle.

Ist das nicht interessant? Ich erfuhr, dass Himmel und Hölle so dicht beieinander liegen. Das erinnerte mich an die folgende Geschichte:

Ein wilder Samurai erhielt den Rat, einen Mönch in einem Kloster aufzusuchen, der ihn etwas über den Himmel und die Hölle lehren sollte. Er wanderte zum Kloster, klopfte an die Tür und ein ganz kleiner, schwächlich aussehender Mönch, der den Ruf hatte, ein weiser Mensch zu sein, öffnete die Tür und bat den Samurai herein. In einer herausfordernden Haltung stellte sich der Samurai vor den kleinen Mönch, von dem er nicht zu viel zu halten schien, und sagte: „Du Mönch, lehre mich etwas über den Himmel und die Hölle!„

Der kleine Mönch verzog seine Miene zu einem verächtlichen Ausdruck, spuckte vor dem Samurai auf den Boden und erwiderte: „Dir, dreckigem, ungehobeltem Typ, der sich nicht einmal benehmen kann, schmutzig und vernachlässigt aussieht und eine schlechte, unhöfliche Sprache hat, soll ich etwas lehren“, und verächtlich wandte er sich ab.

So hatte noch nie jemand mit ihm, dem berühmten Samurai, gesprochen. Sein Blut begann zu kochen, seine Haare standen ihm zu Berge und sein Gesicht färbte sich rot vor Wut. Er zog sein Schwert und wollte dem Mönch den Kopf abschlagen.

Doch da drehte sich der Mönch zu ihm um, erhob seine rechte Hand und wies mit seinem Zeigefinger nach unten zum Boden und sagte mit einer ruhigen, klaren und kraftvollen Stimme: „Das, mein Freund, ist die Hölle!“

Der Samurai hielt inne und war verwirrt und realisierte nach einer Weile, dass der kleine Mönch sein Leben riskiert hatte, um ihm eine Lehre zu erteilen. Überrascht, tief innerlich berührt von so viel Mut und Selbstlosigkeit, fiel er auf seine Knie und verneigte sich vor dem weisen Mann, dem kleinen Mönch, und bat ihn um Verzeihung.

„Das“, sagte der kleine Mönch, „mein lieber Freund, ist der Himmel!“

Ist das nicht interessant?

Ihr Lieben, nun entsteht natürlich die Frage, wie wir mit den Erfahrungen von Himmel und Hölle sinnvoll umgehen können. Das lehrte mich eine zweite Geschichte:

Einstein, der weltberühmte Physiker, war gestorben. Ein Freund folgte ihm nach einem Jahr und er wollte seinen berühmten Freund nach seinem Tod wiedersehen. So stieg er auf und kam vor die Himmelstür und klopfte. Nichts passierte. Er klopfte immer ungeduldiger, solange, bis Petrus, völlig betrunken und schlecht gekleidet, aufmachte und ihn fragte, was er wolle. „ Ich möchte meinen Freund Einstein besuchen“, antwortete er. „ Einstein,der ist nicht hier, der ist in der Hölle“, antwortete Petrus und wies in die nördliche, ins Dunkle führende Richtung.

Der Freund machte sich ängstlich auf den Weg zur Hölle. Je näher er kam, je heller wurde es. Die kleinen Teufelchen, fröhlich angezogen und in einem sehr freundlichen Ton, wiesen ihm den Weg. Erstaunt nahm er wahr, dass es immer heller wurde, das Höllentor stand einladend offen und ein sehr freundlicher Teufel wies auf seine Frage hin, wo denn Einstein sei, auf eine strahlende Blumenwiese und einen großen Apfelbaum voller herrlicher Äpfel und meinte: „Er unterrichtet dort“.

Der Freund ging erstaunt zu der Blumenwiese und dem Apfelbaum und sah eine Gruppe sehr interessierter Menschen, die von Einstein unterrichtet wurden. Einstein erblickte seinen Freund, unterbrach seinen Unterricht und ging mit ausgebreiteten Armen auf seinen völlig erstaunten Freund zu. Er schloss ihn in seine Arme und hörte seinen Freund sagen: „ Ich dachte, du bist im Himmel und erfahre, dass du in der Hölle bist, die aber aussieht, wie man sich einen Himmel vorstellt“.

Da schaute Einstein ihm voll Begeisterung in die Augen und sagte: „ Ja, mein Lieber, du hättest mal sehen sollen, wie es hier aussah, als ich hier ankam!“

Ist das nicht interessant?

In dieser Welt der Dualität liegen Himmel und Hölle so dicht beieinander. Wir können beides mit Interesse betrachten und können erkennen, dass wir aus einem Himmel eine Hölle und aus einer Hölle einen Himmel machen können.

Im Krankenhaus konnte ich den beiden Männern, denen es schlechter ging als mir, behilflich sein und sie bei Kleinigkeiten freundlich unterstützen, und es entstand so eine guttuende Atmosphäre.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine wohltuende, stille Stunde.

Ich grüße euch in liebevoller Verbundenheit

euer Wolfgang

 

Lesedauer 2 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

am Samstag, den 30. Mai ist wieder Vollmond (siehe zum energetischen Vollmond nach vedischem Lunisolarkalender die Seite auf Agni Online). Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und über die Bedeutung des Mantras kontemplieren.

In den Yoga Sutras steht, dass es eine ganz einfache Methode gibt: Pflege die Anwesenheit Gottes oder der göttlichen Mutter in jedem Lebensaugenblick!

Wie können wir das machen?
Durch die Einweihung in das persönliche Mantra bist Du mit der Geistigen Welt verbunden worden. Das Mantra repräsentiert das Göttliche in Dir. Es ist eine bestimmte Frequenz der Göttin selbst, verdichtet zu Klang. Wir beten nicht zur Göttin, sondern wir schwingen als sie. Die Mantren sind darauf angelegt, den logischen „Torwächter“ des Gehirns zu umgehen und direkt auf das Nervensystem einzuwirken, um Deine Realität von innen heraus neu zu ordnen. Die Einweihung ist wie das Legen eines echten Saatkorns in einen liebevoll vorbereiteten Boden, das dann in seiner eigenen Geschwindigkeit aufgehen kann. Ein selbstgewähltes Mantra wäre das Legen eines Fotos von einem Saatkorn in den Boden.

Die Anwesenheit der Göttin in uns zu praktizieren mit Hilfe des Mantras schenkt uns die Möglichkeit – Jedem Lebensaugenblick Würde zu verleihen – das ist die Essenz des Yoga!

Das Auswendiglernen und tägliche Singen der Isavasiopanishad und das Schwingen im Klang des eigenen Mantras ist eine sichere Art, den eigenen Geist zu reinigen und in einen Zustand zu bringen, in dem es Dir immer gut geht.

In diesem Sinne lasst uns die stille Stunde nutzen, um die Anwesenheit des Göttlichen in uns zu erleben.

Ich grüße euch in liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

 

Lesedauer 4 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

Es wird Frühling. Langsam erwacht die Natur und die in der winterharten Erde gereiften Samen beginnen aufzugehen. Die Geistige Welt zeigt sanft, und ohne großes Aufsehen, ihre herrliche Farbenpracht, die aus dem Braun und Ocker der Erde hervorquellt. Diese Pracht ist für alle da! Es wird kein Unterschied gemacht und die Menschheit kann sich wie Eins fühlen in dem kindlichen Bestaunen dieses Wunders.

Lass die folgenden Zeilen wie Musik durch Deine Seele ziehen und dann wie Medizin in Dir wirken, während Du einen Baum betrachtest, der sich Dir in seiner Blütenpracht zu zeigen beginnt:

Mir war’s, als hätt der Himmel die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer von ihm nur träumen müsst.

Ein Hauch weht durch die Felder, die Ähren wogen sacht,
Es rauschen leis die Wälder, so sternklar war die Nacht.

Und meine Seele breitet weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus.

(Eichendorf)

Die Fastenzeit ist vorbei. Ein neuer Monat bricht an. So lasst uns gemeinsam am 30.4.2026 von 21 bis 22 Uhr still werden.

Zu diesem Anlass möchte ich mit Euch eine Geschichte über den wahren Reichtum in dieser Welt teilen:

Es war in einem kleinen Lebensmittelladen, wie es ihn nur noch selten gibt. Herr und Frau Müller führten ihn, diesen kleinen Krämerladen, wie man so schön sagt. Ich wollte Äpfel kaufen aber mich sprachen die herrlich rot glühenden Kirschen an. Vor denselben stand ein kleiner Junge, abgemagert und ärmlich gekleidet – mit Löchern in der Hose – aber trotzdem reinlich. Hungrig und sehnsüchtig beäugte er die frisch gepflückten Kirschen. Da wurde ich Zeuge des folgenden Gespräches zwischen Herrn Müller und dem kleinen Jungen: 

“Hallo, Johann, wie geht es Dir heute?“

„Gut, danke, ich mag diese roten Kirschen, sie sehen so lecker aus.“

„Sie sind auch lecker. Wie geht es Deiner Mama?“

„Fein, sie wird jeden Tag etwas kräftiger.“

„Gut, kann ich Dir irgendwie helfen?“

„Nein danke, ich schau sie mir nur an.“

„Möchtest Du welche mit nach Hause nehmen?“

„Nein, danke, ich habe nichts zum Bezahlen.“

„Hm, was kannst Du mir für diese Kirschen anbieten?“

„Alles, was ich habe, ist eine bunte Murmel.“

„Ja? Zeig mal“, sagte Herr Müller.

„Hier, sie ist etwas ganz Besonderes“, sagte Johann.

„Das sieht man. Hm, das einzige ist, dass sie blau ist und ich mag lieber rote. Hast Du solch eine in rot zuhause?“

„Vielleicht…“

„Ich schlage Dir vor: nimm dieses Kilo Kirschen mit nach Hause und wenn Du das nächste Mal hier vorbei kommst, dann zeigst Du mir die rote“, bot Herr Müller dem Jungen an.

Sicher, vielen Dank Herr Müller.“

Frau Müller, die in der Nähe des Geschehens stand, kam zu mir, um mich zu bedienen. Mit einem Lächeln sagte sie: „Es gibt da noch zwei andere noch ärmere Jungen in unserer Gemeinde. Sie sind alle drei wirklich sehr arm. Mein Mann liebt es, mit ihnen um Kirschen, Äpfel, Tomaten und Lebensmittel zu handeln. Wenn sie mit der roten Murmel zurückkommen, und das tun sie wirklich immer, dann entscheidet er sich doch gegen rot, gibt ihnen ein paar Lebensmittel für zuhause und bittet sie, das nächste mal eine grüne Murmel mitzubringen.“

Was für eine schöne Geste; ich verließ lächelnd den Laden.

Mehrere Jahre gingen vorüber.

Eines Tages hörte ich, dass Herr Müller gestorben war. Seine Leiche war aufgebahrt und man konnte von ihm Abschied nehmen. So beschloss ich in Erinnerung dieser kleinen, schönen Begebenheit, dorthin zu  gehen.

Erstaunlicherweise standen viele Menschen in dem schön geschmückten Raum und vor mir in der Reihe derer, die von ihm Abschied nehmen wollten, standen drei junge Männer. Einer trug eine Marineuniform und die anderen beiden hatten schwarze Anzüge mit weißen Hemden an —sie sahen alle drei sehr professionell aus. Sie näherten sich zurückhaltend Frau Müller, die gefasst aber lächelnd am offenen Sarg ihres  Mannes stand.  Jeder von ihnen umarmte und küsste sie auf die Wange und sagte ein paar liebe Worte, dann gingen sie zu dem offenen Sarg. Ihre sanften, blauen Augen folgten ihnen, jeder junge Mann blieb kurz stehen und legte seine warme Hand über die erkalteten Hände im Sarg. Jeder von ihnen wandte sich tief berührt von dem Leichnam ab und wische sich über die Augen.

Als ich an der Reihe war sprach ich Frau Müller mein Beileid aus und erinnerte sie an die Freude ihres Mannes damals, als er mit den kleinen Jungen um Murmeln handelte. Mit strahlenden Augen nahm sie mich an der Hand und führte mich zum Sarg.

„Diese drei jungen Männer, die gerade gegangen sind, waren die drei Jungen von damals. Sie haben mir gerade erzählt, wie sehr sie sich über die Dinge gefreut hatten, die mein Mann mit ihnen gehandelt hatte. Nun, endlich, da er seine Meinung über die Farbe oder Größe nicht mehr ändern konnte, waren sie gekommen, um ihre Schulden zu bezahlen.

Wissen Sie, wir sind nie reich gewesen, aber jetzt muss ich Ihnen sagen, würde sich mein Mann für den reichsten Menschen der ganzen Stadt halten.“

Mit einer sanften Geste hob sie die leblosen Finger ihres Mannes an und drei wunderschöne rot leuchtende Murmeln kamen zum Vorschein.

Das Leben wird nicht an den Atemzügen gemessen, die wir geschenkt bekommen, sondern an den Lebensaugenblicken voller Würde, die uns den Atem nehmen.

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Frühling und ein paar Lebensaugenblicke voller Würde, die euch den Atem nehmen.

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

Lesedauer 4 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Menschen,

am 1. April 2026 erstrahlt der Frühlings- und Ostervollmond am azurblauen Himmel. Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und den Klang des Mantras : Sieg über den Tod, in unseren Herzen zum Klingen bringen.

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Lesedauer 7 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

am Sonntag, den 1. Februar erstrahlt der Vollmond am Winterhimmel. Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und über die Frage des Advaita Vedanta nachdenken: Wer Bin Ich?

Zur Anregung und Kontemplation folgt ein Gespräch zwischen einer oder einem Fragenden und dem Advaita Meister M.

Ich wünsche euch eine inspirierte, stille Stunde!

In liebevoller Verbundenheit
Wolfgang


Fragende: Als Kind habe ich oft Zustände vollkommener Glückseligkeit erlebt, die an Ekstase grenzen. Später hörten sie auf. Aber seit ich nach Indien gekommen bin, sind sie wieder aufgetaucht, besonders nachdem ich dich getroffen habe. Doch diese Zustände, so wunderbar sie auch sein mögen, sind nicht von Dauer. Sie kommen und gehen, und man weiß nicht, wann sie wiederkehren werden.

Advaita Meister: Wie kann irgendetwas in einem Geist beständig sein, der selbst nicht beständig ist?

Fragende: Wie kann ich meinen Geist beständig machen?

Meister M: Wie kann ein unbeständiger Geist sich selbst beständig machen? Das kann er natürlich nicht. Es liegt in der Natur des Geistes, umherzuirren. Das Einzige, was Sie tun können, ist, den Fokus Ihres Bewusstseins über den Verstand hinaus zu verlagern.

Fragende: Wie macht man das?

Meister M: Lehnen Sie alle Gedanken ab, außer einem: dem Gedanken „Ich bin“. Der Verstand wird sich anfangs dagegen wehren, aber mit Geduld und Ausdauer wird er nachgeben und still werden. Sobald Sie still sind, werden die Dinge spontan und ganz natürlich geschehen, ohne dass Sie eingreifen müssen.

Fragende: Kann ich diesen langwierigen Kampf mit meinem Verstand vermeiden?

Meister M: Ja, das können Sie. Leben Sie einfach Ihr Leben, wie es kommt, aber seien Sie wachsam und aufmerksam, lassen Sie alles geschehen, wie es geschieht, tun Sie die natürlichen Dinge auf natürliche Weise, leiden Sie, freuen Sie sich – so wie es das Leben bringt. Auch das ist ein Weg.

Fragende: Nun, dann kann ich genauso gut heiraten, Kinder bekommen, ein Unternehmen führen … glücklich sein.

Meister M: Sicher. Sie können glücklich sein oder auch nicht, nehmen Sie es gelassen.

Fragende: Aber ich möchte glücklich sein.

Meister M: Wahres Glück kann man nicht in Dingen finden, die sich ändern und vergehen. Freude und Schmerz wechseln sich unaufhaltsam ab. Glück kommt aus dem Selbst und kann nur im Selbst gefunden werden. Finde dein wahres Selbst und alles andere wird sich von selbst ergeben.

Fragende: Wenn mein wahres Selbst Frieden und Liebe ist, warum ist es dann so unruhig?

Meister M: Es ist nicht dein wahres Wesen, das unruhig ist, sondern seine Reflexion im Geist erscheint unruhig, weil der Geist unruhig ist. Es ist wie die Reflexion des Mondes im Wasser, das vom Wind aufgewühlt wird. Der Wind der Begierde bewegt den Geist, und das „Ich”, das nur eine Reflexion des Selbst im Geist ist, erscheint veränderlich. Aber alle Vorstellungen von Bewegung, Unruhe, Vergnügen und so weiter sind nur im Geist. Das Selbst steht jenseits des Verstandes, aber unbeeindruckt.

Fragende: Wie erreicht man das?

Meister M: Du bist das Selbst, hier und jetzt. Lass den Verstand in Ruhe, sei achtsam und unbesorgt, und du wirst erkennen, dass es deiner wahren Natur entspricht, wachsam, aber losgelöst zu sein und zu beobachten, wie Ereignisse kommen und gehen ist ein Aspekt Deiner wahren Natur.

Fragende: Was sind die anderen Aspekte?

Meister M: Die Aspekte sind unendlich zahlreich. Erkenne einen, und du wirst alle erkennen.

Fragende: Sag mir etwas, das mir helfen würde.

Meister M: Du weißt am besten, was du brauchst!

Fragende: Ich bin unruhig. Wie kann ich Frieden finden?

Meister M: Wozu brauchst du Frieden?

Fragende: Um glücklich zu sein.

Meister M: Bist du jetzt nicht glücklich?

Fragende: Nein, bin ich nicht.

Meister M: Was macht dich unglücklich?

Fragende: Ich habe, was ich nicht will, und ich will, was ich nicht habe.

Meister M: Warum kehrst du es nicht um: Willst, was du hast, und kümmerst dich nicht um das, was du nicht hast?

Fragende: Ich will, was angenehm ist, und will nicht, was schmerzhaft ist.

Meister M: Woher weißt du, was angenehm ist und was nicht?

Fragende: Aus früheren Erfahrungen natürlich.

Meister M: Geleitet von der Erinnerung hast du das Angenehme verfolgt und das Unangenehme gemieden. Warst du erfolgreich?

Fragende: Nein, das war ich nicht. Das Angenehme hält nicht an. Der Schmerz kehrt zurück.

Meister M: Welcher Schmerz?

Fragende: Das Verlangen nach Vergnügen, die Angst vor Schmerz, beides sind Zustände des Leidens. Gibt es einen Zustand des unverfälschten Vergnügens?

Meister M: Jedes Vergnügen, ob körperlich oder geistig, braucht ein Instrument. Sowohl die körperlichen als auch die geistigen Instrumente sind materiell; sie werden müde und verschleißen. Das Vergnügen, das sie bereiten, ist notwendigerweise in seiner Intensität und Dauer begrenzt. Schmerz ist der Hintergrund all deiner Vergnügungen. Du willst sie, weil du leidest. Andererseits ist gerade die Suche nach Vergnügen die Ursache des Schmerzes. Es ist ein Teufelskreis.

Fragende: Ich kann den Mechanismus meiner Verwirrung erkennen, aber ich sehe keinen Ausweg daraus.

Meister M: Die Untersuchung des Mechanismus selbst zeigt den Weg. Schließlich besteht deine Verwirrung nur in deinem Geist, der sich bisher nie gegen Verwirrung aufgelehnt und sich nie mit ihr auseinandergesetzt hat. Er hat sich nur gegen Schmerz aufgelehnt.

Fragende: Also kann ich nur verwirrt bleiben?

Meister M: Sei wachsam. Hinterfrage, beobachte, untersuche, lerne alles, was du über Verwirrung lernen kannst, wie sie funktioniert, was sie mit dir und anderen macht. Indem Sie sich über Verwirrung klar werden, werden Sie frei von Verwirrung.

Fragende: Wenn ich in mich hineinschaue, stelle ich fest, dass mein stärkster Wunsch darin besteht, ein Denkmal zu schaffen, etwas zu bauen, das mich überdauern wird. Selbst wenn ich an ein Zuhause, eine Frau und Kinder denke, dann deshalb, weil es ein bleibendes, solides Zeugnis für mich selbst ist.

Meister M: Richtig, bauen Sie sich ein Denkmal. Wie wollen Sie das machen?

Fragende: Es spielt keine Rolle, was ich baue, solange es dauerhaft ist.

Meister M: Du kannst doch selbst sehen, dass nichts dauerhaft ist. Alles nutzt sich ab, zerfällt, löst sich auf. Selbst der Boden, auf dem du baust, gibt nach. Was kannst du bauen, das dich überdauern wird?

Fragende: Intellektuell, verbal bin ich mir bewusst, dass alles vergänglich ist. Doch irgendwie sehnt sich mein Herz nach Beständigkeit. Ich möchte etwas schaffen, das Bestand hat.

Meister M: Dann musst du es aus etwas Beständigem bauen. Was hast du, das beständig ist? Weder dein Körper noch dein Geist werden Bestand haben. Du musst woanders suchen.

Fragende: Ich sehne mich nach Beständigkeit, aber ich finde sie nirgendwo.

Meister M: Bist du selbst nicht beständig?

Fragende: Ich wurde geboren, ich werde sterben.

Meister M: Kannst du wirklich sagen, dass du vor deiner Geburt nicht existiert hast, und kannst du nach deinem Tod sagen: „Jetzt bin ich nicht mehr“? Du musst sagen Du kannst aus eigener Erfahrung nicht sagen, dass du es nicht bist. Du sagst nur „Ich bin“. Auch andere können dir nicht sagen, dass du es nicht bist.

Fragende: Im Schlaf gibt es kein „Ich bin“.

Meister M: Bevor Sie solche pauschalen Aussagen treffen, untersuchen Sie sorgfältig Ihren Wachzustand. Sie werden bald feststellen, dass er voller Lücken ist, wenn der Geist aussetzt. Beachten Sie, wie wenig Sie sich selbst im vollwachen Zustand erinnern können. Sie können nicht sagen, dass Sie während des Schlafes nicht bei Bewusstsein waren. Sie erinnern sich nur nicht daran. Eine Lücke im Gedächtnis ist nicht unbedingt eine Lücke im Bewusstsein.

Fragende: Kann ich mich dazu bringen, mich an meinen Tiefschlafzustand zu erinnern?

Meister M: Natürlich! Indem Sie die Intervalle der Unaufmerksamkeit während Ihrer Wachzeiten beseitigen, werden Sie nach und nach das lange Intervall der Geistesabwesenheit beseitigen, das Sie Schlaf nennen. Sie werden sich bewusst sein, dass Sie schlafen.

Fragende: Doch das Problem der Beständigkeit, der Kontinuität des Seins, ist damit nicht gelöst.

Meister M: Beständigkeit ist nur eine Idee, die aus der Wirkung der Zeit entsteht. Die Zeit hängt wiederum vom Gedächtnis ab. Mit Beständigkeit meinen Sie unfehlbare Erinnerungen für ewig. Es ist aber nicht möglich, den Geist zu verewigen.

Fragende: Sag mal, was ist eigentlich „ewig“?

Meister M: Das, was sich nicht verändert. Man kann etwas Vergängliches nicht ewig machen – nur das Zeitlose ist ewig.

Fragende: Ich verstehe genau, was Sie meinen. Ich brauche keine weiteren Informationen. Ich will Frieden.

Meister M: Ich gebe dir einen Rat, den du unbedingt befolgen solltest: Wenn du Frieden willst, dann frage nach ihm!

Fragende: Ich stelle die Frage.

Meister M: Du musst mit ganzem Herzen fragen und ein integriertes Leben führen.

Fragende: Wie?

Meister M: Lass dich nicht von negativen Einflüssen stören. Lass alles los, was dich stört! Wenn du Frieden willst, musst du ihn dir verdienen.

Fragende: Jeder Mensch verdient Frieden.

Meister M: Nur die verdienen ihn, die ihn nicht stören.

Fragende: Wie störe ich den Frieden?

Meister M: Indem Du ein Sklave deiner Wünsche und Ängste bist.

Fragende: Selbst wenn sie gerechtfertigt sind?

Meister M: Emotionale Reaktionen, die aus Unwissenheit oder Unachtsamkeit entstehen, sind niemals gerechtfertigt. Ich will Klarheit und Reinheit. Alles, was du tun musst, ist, still zu sitzen, wach zu bleiben und über deine wahre Natur nachzudenken. Ich bin überzeugt: Das ist der einzige Weg zu Frieden.

Zitat des Advaita Meisters:

„Der Suchende ist derjenige, der nach sich selbst sucht.

Das Selbst ist nahe und der Weg dorthin ist eindeutig.

Alles, was du tun musst, ist nichts zu tun.

Bleibe offen und ruhig – das ist alles.“


Input von Wolfgang kannst Du über diese Online-Veranstaltungen auf unserem Agni Online Portal bekommen:

Lesedauer 3 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

der erste Vollmond im Jahr 2026 erstrahlt am Winterhimmel am Samstag, den 3. Januar. Ich lade euch alle ein, von 21 bis 22 Uhr still zu werden und wach zu erleben, dass du reines Sein bist, ohne ein Adjektiv, ohne eine Identität, ohne alles, nur reines Sein, und so kannst du zu dir selber sagen: Ich bin!

Wenn alles von uns abfällt, was wir uns in diesem Leben vorgestellt haben, was wir gelernt haben, was bleibt dann übrig?

Zwei ganz außergewöhnliche Menschen haben ihr Leben dieser Frage gewidmet und sind zu sehr provokierenden Erkenntnissen gelangt.

  1. Frau Dr. Elisabeth Kübler-Ross, 78 Jahre, 2004 gestorben, Naturwissenschaftlerin, Begründerin der Sterbeforschung, das Nachrichtenmagazin TIME zählte sie 1999 zu den „100 größten Wissenschaftlern und Denkern“ des 20. Jahrhunderts.
  2. Hans Peter Dürr, 80 Jahre, Physiker mit dem Forschungsthema der Astrophysik, Alternativer Nobelpreisträger und Gründer des „Global Challenges Networks“, haben nach einem langen, intensiven, aufrichtigen Forscherleben Aussagen über das Leben gemacht, die uns sehr nachdenklich machen sollten.

Frau Dr. Kübler-Ross hat ihr ganzes Leben den sterbenden Menschen, vor allem den Kindern, gewidmet, um mehr über den Sterbevorgang und das Leben danach zu lernen. Sie hat wesentliche Erkenntnisse über die Phasen des Sterbeprozesses gewonnen, kommt am Ende ihres Lebens jedoch zu der tiefen Erkenntnis, dass es nicht ihr Schicksalauftrag war, der Menschheit etwas über den Sterbeprozess zu berichten, sondern dass es ihre Bestimmung war, den Menschen mitzuteilen, dass es gar keinen Tod gibt. Gerade ihr klarer, kompromissloser, naturwissenschaftlicher Blick hat ihr das Leben und das Lebendige sehen gelehrt in der scheinbaren unbelebten Materie. Sie hatte gelernt, sich mit dem Wesentlichen im Menschen zu verbinden und konnte diesem nach dem Tod des Körpers folgen in eine uns unbekannte Welt, die ihr im Laufe ihres Lebens immer vertrauter wurde. Aus diesen konkreten Erfahrungen heraus kam sie zu der Erkenntnis, dass es gar keinen Tod gibt. Da Frau Kübler-Ross eine der größten Wissenschaftlerinnen des 20. Jahrhunderts war, lohnt es sich, diese Aussage zu kontemplieren.

Hans Peter Dürr widmete sich als Atomphysiker und herausragender Naturwissenschaftler der Erforschung der Materie. Sein Leben lang zerteilte er Materie so oft, um die kleinsten Teile der Materie entdecken zu können. Seine Erkenntnis seines lebenslangen Forschens ist: „Es gibt keine Materie!“ Er schildert, dass er bei seiner Suche nach den kleinsten Materieteilchen immer nur auf das Leben und das reine Bewusstsein stieß, aus dem sich Materie dann zu bilden beginnt. Als Alternativer Nobelpreisträger ist er ernst zu nehmen und auch seine Aussage lohnt sich zu kontemplieren.

Kontemplieren bedeutet, diese Aussagen immer wieder gedanklich durch den Geist ziehen zu lassen mit der Frage, was damit gemeint sein kann, wie ich das verstehen kann, ohne innerlich zu argumentieren, solange, bis eine Antwort von innen her aufzusteigen beginnt. Das ist eine hohe Kunst des Menschseins, die man nur in der Stille erwerben kann: ICH BIN!

Ich wünsche euch eine solch konstruktive Stille im Schweigen verbunden mit allen Seelen, die zur gleichen Zeit in das universale Geistfeld der Kontemplation und Meditation eintauchen.

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang


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