Vollmond Juni 2026: Himmel und Hölle liegen oft näher beieinander als wir denken
Von Wolfgang Bischoff
Ihr Lieben,
am 29. Juni erstrahlt der Sommervollmond am azurblauen Himmel (siehe zum energetischen Vollmond nach vedischem Lunisolarkalender die Seite auf Agni Online). Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und über das Phänomen von Himmel und Hölle kontemplieren:
Ich möchte mit euch eine Erfahrung teilen, die ich gerade gemacht habe und die ich sehr lehrreich fand. In der letzten Woche habe ich mit einem besonderen Freund seinen spirituellen Ort in Polen eingeweiht. Es ist ein großes Stück Land, das er mit viel Liebe zur Erde und zu den Pflanzen wie den Tieren gestaltet hat. In fünf kleinen Häusern, die mit großem Sachverstand und ebenfalls viel Liebe von ihm gebaut wurden, haben wir zusammen diesen Ort der Stille und offenen Weite genossen. Die eine Hütte ist eine Mediationshütte, in der geschwiegen und meditiert werden kann. Sie hat eine 5-Sterne-Qualität und ist von einer ganz besonderen Art. Meine Seele kam an diesem Ort zur Ruhe und erhielt eine wunderbare Nahrung. Ich fühlte mich zusammen mit meinem lieben Freund erfüllt und glücklich, wie im Himmel.
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Ich fuhr nach ein paar Tagen nach Hause, fühlte mich schlecht und wurde in kürzester Zeit ganz schwach und wurde sofort in ein Krankenhaus eingewiesen.
Dort landete ich mit starken Schmerzen, geschwollenen Organen und schwach in einem 3-Bett-Zimmer, das ich mit zwei netten älteren Männern teilen musste. Sie waren so laut, schnarchten im Chor, sodass ich nicht schlafen konnte, die Nahrung war wie im Gefängnis und ich fühlte mich plötzlich wie in der Hölle.
Ist das nicht interessant? Ich erfuhr, dass Himmel und Hölle so dicht beieinander liegen. Das erinnerte mich an die folgende Geschichte:
Ein wilder Samurai erhielt den Rat, einen Mönch in einem Kloster aufzusuchen, der ihn etwas über den Himmel und die Hölle lehren sollte. Er wanderte zum Kloster, klopfte an die Tür und ein ganz kleiner, schwächlich aussehender Mönch, der den Ruf hatte, ein weiser Mensch zu sein, öffnete die Tür und bat den Samurai herein. In einer herausfordernden Haltung stellte sich der Samurai vor den kleinen Mönch, von dem er nicht zu viel zu halten schien, und sagte: „Du Mönch, lehre mich etwas über den Himmel und die Hölle!„
Der kleine Mönch verzog seine Miene zu einem verächtlichen Ausdruck, spuckte vor dem Samurai auf den Boden und erwiderte: „Dir, dreckigem, ungehobeltem Typ, der sich nicht einmal benehmen kann, schmutzig und vernachlässigt aussieht und eine schlechte, unhöfliche Sprache hat, soll ich etwas lehren“, und verächtlich wandte er sich ab.
So hatte noch nie jemand mit ihm, dem berühmten Samurai, gesprochen. Sein Blut begann zu kochen, seine Haare standen ihm zu Berge und sein Gesicht färbte sich rot vor Wut. Er zog sein Schwert und wollte dem Mönch den Kopf abschlagen.
Doch da drehte sich der Mönch zu ihm um, erhob seine rechte Hand und wies mit seinem Zeigefinger nach unten zum Boden und sagte mit einer ruhigen, klaren und kraftvollen Stimme: „Das, mein Freund, ist die Hölle!“
Der Samurai hielt inne und war verwirrt und realisierte nach einer Weile, dass der kleine Mönch sein Leben riskiert hatte, um ihm eine Lehre zu erteilen. Überrascht, tief innerlich berührt von so viel Mut und Selbstlosigkeit, fiel er auf seine Knie und verneigte sich vor dem weisen Mann, dem kleinen Mönch, und bat ihn um Verzeihung.
„Das“, sagte der kleine Mönch, „mein lieber Freund, ist der Himmel!“
Ist das nicht interessant?
Ihr Lieben, nun entsteht natürlich die Frage, wie wir mit den Erfahrungen von Himmel und Hölle sinnvoll umgehen können. Das lehrte mich eine zweite Geschichte:
Einstein, der weltberühmte Physiker, war gestorben. Ein Freund folgte ihm nach einem Jahr und er wollte seinen berühmten Freund nach seinem Tod wiedersehen. So stieg er auf und kam vor die Himmelstür und klopfte. Nichts passierte. Er klopfte immer ungeduldiger, solange, bis Petrus, völlig betrunken und schlecht gekleidet, aufmachte und ihn fragte, was er wolle. „ Ich möchte meinen Freund Einstein besuchen“, antwortete er. „ Einstein,der ist nicht hier, der ist in der Hölle“, antwortete Petrus und wies in die nördliche, ins Dunkle führende Richtung.
Der Freund machte sich ängstlich auf den Weg zur Hölle. Je näher er kam, je heller wurde es. Die kleinen Teufelchen, fröhlich angezogen und in einem sehr freundlichen Ton, wiesen ihm den Weg. Erstaunt nahm er wahr, dass es immer heller wurde, das Höllentor stand einladend offen und ein sehr freundlicher Teufel wies auf seine Frage hin, wo denn Einstein sei, auf eine strahlende Blumenwiese und einen großen Apfelbaum voller herrlicher Äpfel und meinte: „Er unterrichtet dort“.
Der Freund ging erstaunt zu der Blumenwiese und dem Apfelbaum und sah eine Gruppe sehr interessierter Menschen, die von Einstein unterrichtet wurden. Einstein erblickte seinen Freund, unterbrach seinen Unterricht und ging mit ausgebreiteten Armen auf seinen völlig erstaunten Freund zu. Er schloss ihn in seine Arme und hörte seinen Freund sagen: „ Ich dachte, du bist im Himmel und erfahre, dass du in der Hölle bist, die aber aussieht, wie man sich einen Himmel vorstellt“.
Da schaute Einstein ihm voll Begeisterung in die Augen und sagte: „ Ja, mein Lieber, du hättest mal sehen sollen, wie es hier aussah, als ich hier ankam!“
Ist das nicht interessant?
In dieser Welt der Dualität liegen Himmel und Hölle so dicht beieinander. Wir können beides mit Interesse betrachten und können erkennen, dass wir aus einem Himmel eine Hölle und aus einer Hölle einen Himmel machen können.
Im Krankenhaus konnte ich den beiden Männern, denen es schlechter ging als mir, behilflich sein und sie bei Kleinigkeiten freundlich unterstützen, und es entstand so eine guttuende Atmosphäre.
In diesem Sinne wünsche ich euch eine wohltuende, stille Stunde.
Ich grüße euch in liebevoller Verbundenheit
euer Wolfgang




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