Himmel

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Lesedauer 4 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

am 29. Juni erstrahlt der Sommervollmond am azurblauen Himmel (siehe zum energetischen Vollmond nach vedischem Lunisolarkalender die Seite auf Agni Online). Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und über das Phänomen von Himmel und Hölle kontemplieren:

Ich möchte mit euch eine Erfahrung teilen, die ich gerade gemacht habe und die ich sehr lehrreich fand. In der letzten Woche habe ich mit einem besonderen Freund seinen spirituellen Ort in Polen eingeweiht. Es ist ein großes Stück Land, das er mit viel Liebe zur Erde und zu den Pflanzen wie den Tieren gestaltet hat. In fünf kleinen Häusern, die mit großem Sachverstand und ebenfalls viel Liebe von ihm gebaut wurden, haben wir zusammen diesen Ort der Stille und offenen Weite genossen. Die eine Hütte ist eine Mediationshütte, in der geschwiegen und meditiert werden kann. Sie hat eine 5-Sterne-Qualität und ist von einer ganz besonderen Art. Meine Seele kam an diesem Ort zur Ruhe und erhielt eine wunderbare Nahrung. Ich fühlte mich zusammen mit meinem lieben Freund erfüllt und glücklich, wie im Himmel.

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Ich fuhr nach ein paar Tagen nach Hause, fühlte mich schlecht und wurde in kürzester Zeit ganz schwach und wurde sofort in ein Krankenhaus eingewiesen.

Dort landete ich mit starken Schmerzen, geschwollenen Organen und schwach in einem 3-Bett-Zimmer, das ich mit zwei netten älteren Männern teilen musste. Sie waren so laut, schnarchten im Chor, sodass ich nicht schlafen konnte, die Nahrung war wie im Gefängnis und ich fühlte mich plötzlich wie in der Hölle.

Ist das nicht interessant? Ich erfuhr, dass Himmel und Hölle so dicht beieinander liegen. Das erinnerte mich an die folgende Geschichte:

Ein wilder Samurai erhielt den Rat, einen Mönch in einem Kloster aufzusuchen, der ihn etwas über den Himmel und die Hölle lehren sollte. Er wanderte zum Kloster, klopfte an die Tür und ein ganz kleiner, schwächlich aussehender Mönch, der den Ruf hatte, ein weiser Mensch zu sein, öffnete die Tür und bat den Samurai herein. In einer herausfordernden Haltung stellte sich der Samurai vor den kleinen Mönch, von dem er nicht zu viel zu halten schien, und sagte: „Du Mönch, lehre mich etwas über den Himmel und die Hölle!„

Der kleine Mönch verzog seine Miene zu einem verächtlichen Ausdruck, spuckte vor dem Samurai auf den Boden und erwiderte: „Dir, dreckigem, ungehobeltem Typ, der sich nicht einmal benehmen kann, schmutzig und vernachlässigt aussieht und eine schlechte, unhöfliche Sprache hat, soll ich etwas lehren“, und verächtlich wandte er sich ab.

So hatte noch nie jemand mit ihm, dem berühmten Samurai, gesprochen. Sein Blut begann zu kochen, seine Haare standen ihm zu Berge und sein Gesicht färbte sich rot vor Wut. Er zog sein Schwert und wollte dem Mönch den Kopf abschlagen.

Doch da drehte sich der Mönch zu ihm um, erhob seine rechte Hand und wies mit seinem Zeigefinger nach unten zum Boden und sagte mit einer ruhigen, klaren und kraftvollen Stimme: „Das, mein Freund, ist die Hölle!“

Der Samurai hielt inne und war verwirrt und realisierte nach einer Weile, dass der kleine Mönch sein Leben riskiert hatte, um ihm eine Lehre zu erteilen. Überrascht, tief innerlich berührt von so viel Mut und Selbstlosigkeit, fiel er auf seine Knie und verneigte sich vor dem weisen Mann, dem kleinen Mönch, und bat ihn um Verzeihung.

„Das“, sagte der kleine Mönch, „mein lieber Freund, ist der Himmel!“

Ist das nicht interessant?

Ihr Lieben, nun entsteht natürlich die Frage, wie wir mit den Erfahrungen von Himmel und Hölle sinnvoll umgehen können. Das lehrte mich eine zweite Geschichte:

Einstein, der weltberühmte Physiker, war gestorben. Ein Freund folgte ihm nach einem Jahr und er wollte seinen berühmten Freund nach seinem Tod wiedersehen. So stieg er auf und kam vor die Himmelstür und klopfte. Nichts passierte. Er klopfte immer ungeduldiger, solange, bis Petrus, völlig betrunken und schlecht gekleidet, aufmachte und ihn fragte, was er wolle. „ Ich möchte meinen Freund Einstein besuchen“, antwortete er. „ Einstein,der ist nicht hier, der ist in der Hölle“, antwortete Petrus und wies in die nördliche, ins Dunkle führende Richtung.

Der Freund machte sich ängstlich auf den Weg zur Hölle. Je näher er kam, je heller wurde es. Die kleinen Teufelchen, fröhlich angezogen und in einem sehr freundlichen Ton, wiesen ihm den Weg. Erstaunt nahm er wahr, dass es immer heller wurde, das Höllentor stand einladend offen und ein sehr freundlicher Teufel wies auf seine Frage hin, wo denn Einstein sei, auf eine strahlende Blumenwiese und einen großen Apfelbaum voller herrlicher Äpfel und meinte: „Er unterrichtet dort“.

Der Freund ging erstaunt zu der Blumenwiese und dem Apfelbaum und sah eine Gruppe sehr interessierter Menschen, die von Einstein unterrichtet wurden. Einstein erblickte seinen Freund, unterbrach seinen Unterricht und ging mit ausgebreiteten Armen auf seinen völlig erstaunten Freund zu. Er schloss ihn in seine Arme und hörte seinen Freund sagen: „ Ich dachte, du bist im Himmel und erfahre, dass du in der Hölle bist, die aber aussieht, wie man sich einen Himmel vorstellt“.

Da schaute Einstein ihm voll Begeisterung in die Augen und sagte: „ Ja, mein Lieber, du hättest mal sehen sollen, wie es hier aussah, als ich hier ankam!“

Ist das nicht interessant?

In dieser Welt der Dualität liegen Himmel und Hölle so dicht beieinander. Wir können beides mit Interesse betrachten und können erkennen, dass wir aus einem Himmel eine Hölle und aus einer Hölle einen Himmel machen können.

Im Krankenhaus konnte ich den beiden Männern, denen es schlechter ging als mir, behilflich sein und sie bei Kleinigkeiten freundlich unterstützen, und es entstand so eine guttuende Atmosphäre.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine wohltuende, stille Stunde.

Ich grüße euch in liebevoller Verbundenheit

euer Wolfgang

 

Lesedauer 2 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Menschen,

lasst uns am Montag, den 12. Mai von 21 bis 22 Uhr still werden und die wundersame Kraft des Frühlings bewundern, der uns einen Eindruck von der außergewöhnlichen Schönheit der Geistigen Welt schenken kann.

Wir können diese sich uns offenbarende Kraft nutzen, um unsere Mittlerrolle zwischen Himmel und Erde zu kontemplieren. Die Blütenpracht der Bäume ist wie eine stille Botschaft aus der Geistigen Welt, um die Erde und die darauf lebenden Menschen an ihre Existenz zu erinnern.

So werde still, entspanne Dich und visualisiere einen in Blüte stehenden Baum. Schau Dir genau die Formen und Farben an, die Du innerlich siehst. Dann beginne Dich auf nur eine einzige Blüte zu konzentrieren und stelle sie Dir in Deinem Herzen vor.

Sieh sie Dir genau an und studiere sie bis in das kleinste Detail. Dann stelle Dir die Kraft und die Schönheit dieser Blüte vor. Stell’ Dir vor, Du bist diese Kraft, diese Schönheit – nicht die Blüte selbst, sondern das, was sie zur Blüte macht. Stell’ Dir vor, wie Du nach einer langen kalten Winterzeit in Deinem Leben aufzublühen beginnst in all Deiner herrlichen Pracht. Verbinde in Deiner Vorstellung diese Kraft, die Du bist, mit dem zeitlosen Strom des Fließens Deiner Atmung in Deiner Wirbelsäule und beobachte dort, wie dieser eine Strom von Atmung, Prana, Bewusstsein, Kraft und Schönheit Deine Wirbelsäule erfüllt von der Krone im Kopf bis zum Ende der Wirbelsäule und wieder hinauf.

Sobald Du diese Vorstellung empfinden kannst, gehe in das Zentrum Deines Herzens, einen von Licht erfüllten Raum, und werde dort ganz still. Wenn Dein Geist wandern will, dann erlaube ihm, den Klang des Mantrams hervorzubringen und beginne, diesem Klang zu lauschen. Das mache solange, wie Du magst, und gehe dann so aus der Übung heraus, wie Du in sie hinein gegangen bist.

Ich wünsche Dir eine erholsame, stille Stunde

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

P.S.:


Input von Wolfgang kannst Du über diese Online-Veranstaltungen auf unserem Agni Online Portal bekommen:

Lesedauer 3 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

am 15. November 2024 ist wieder Vollmond. Nebel- und wolkenbehangen erscheint der Himmel und verbirgt seine unendliche Schönheit, in der dieses Mal vielleicht der Vollmond im Verborgenen strahlen wird. So wird also unsere Vorstellungskraft gefordert sein, das Nichtsichtbare innerlich sehen zu lernen. Um 21 Uhr, jeder an seinem Platz, lasst uns gemeinsam still werden und Kontakt aufnehmen mit diesem mystischen Phänomen, dass wir aus der Geistigen Welt kommen und von den Elementen körperlich gebildet werden, die sich in den Energiezentren, Chakren, zu organisieren beginnen.

Dieses Mal lasst uns das Element ERDE kontemplieren, das das unterste Chakra beherrscht und für unsere Überlebensfähigkeit zuständig ist.

Du kannst ein wenig ERDE in Deiner Hand halten–versuche Dir einmal zu verdeutlichen, wie Dich die ERDE hält.  Sie hält uns, ohne uns zu beurteilen, bedingungslos, immer, ohne Pause und weiß in ihrer Weisheit, dass wir aus ihr entstehen und uns wieder in ihr auflösen werden. Die Erde ist nicht eine tote Materie, sondern voller Leben, bewusster Energie und Licht. Erlebe die ERDE als etwas von Geistigem Durchdrungenes, Göttliches. Sie ist der Ursprung aller mütterlichen Qualitäten und aller Schöpfung. Sie zeigt uns, ohne Urteil sein zu können, aber voller Mitgefühl für jedes Lebewesen, für alles Lebendige.

Sie gibt bedingungslos, erträgt Erniedrigungen, Verletzungen, Vergiftungen gelassen und Geduldig und heilt alles wieder im Laufe der Zeit. Ihre Art ist selbstlose Großzügigkeit, sie gibt, hält und liebt ohne Erwartungen jeglicher Art. Das können wir von ihr lernen. Das kann uns zufrieden machen und uns helfen, ein sinnerfülltes Leben zu leben. Die ERDE lehrt uns, wie wir im Einklang mit unserem Schicksal leben können.

„Die Erde ist ein Energiefeld, die Form der Energie, die das Potential für physische Evolution trägt und enthält. Sie ist reich und vielseitig, und teilt ihren Reichtum großzügig. Sie nährt und unterstützt alles Lebendige ohne Unterschiede zu machen. Sie urteilt nicht und gibt bedingungslos. Sie harmonisiert Gegensätze wie das Leben und den Tod, sie stabilisiert und balanciert. Sie ist ein stilles Zentrum, um das sich Aktivitäten entwickeln. Sie dient selbstlos ohne Pause, sie hat Mitgefühl und Sympathie für alle Leidenden,  sie ist stark, hält und beschützt.

Ein Gebet wird häufig Kindern empfohlen bevor sie das Bett verlassen und die Erde betreten:  Du Mutter Erde, Ursprung der Meere und der Berge, Umgang der Götter, der Schöpfung, ich verneige mich vor Dir. Vergib mir bitte, dass ich Dich mit meinen Füßen berühre.“ schreibt Swami Nityananda in ihrem Buch über die Elemente

Wer eine solche innere Haltung entwickelt, der kann der Erde nichts Schlechtes mehr antun. Der wird sich für den Schutz alles Lebendigen einsetzen.

Konzentriere Dich auf Dein Energiezentrum im Boden der Wirbelsäule und kontempliere dieses Wunder der ERDE.

Ich wünsche Dir eine erkenntnisreiche, stille Stunde.

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang


P.S.:

Am jeweils letzten Freitag des Monats (außer Juli und Dezember) trifft sich mein Online-Jahreskurs zum „Inspirations- und Meditationsabend“. Diesen Monat, am Freitag 29. November, findet um 19 Uhr der letzte Live-Abend für dieses Jahr statt. Wie immer werden wir rund 90 Minuten mit Mantra-Invokationen, Meditation, Kontemplation und einem Austausch zur Lebensweisheit aus der Himalaya-Tradition gemeinsam verbringen. Im Dezember folgt dann noch ein inspirierendes Video mit einer Satsang-Aufzeichnung.

Es besteht jetzt die Möglichkeit, an diesem Abend zu einem ermäßigten Schnupperpreis teilzunehmen und gleichzeitig bis Ende des Jahres Zugang zum Kursportal mit allen Aufzeichnungen der Inspirations- und Meditationsabende von 2024, sowie den Materialien und den Bonus-Videos für Juli und Dezember zu bekommen. Siehe die Kursseite auf Agni Online unter folgendem Link: Meditationsabende mit Wolfgang Bischoff

Der nächste Jahreskurs startet dann im Januar 2025 und kann ab etwa 10. Januar gebucht werden. Der Schnupperzugang für den Rest von 2024 ist eine ideale Gelegenheit, diese Gruppenabende kennenzulernen.


Input von Wolfgang kannst Du über diese Online-Veranstaltungen auf unserem Agni Online Portal bekommen:

Lesedauer < 1 Minute

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

am 3. Juni erstrahlt der Vollmond am sommerhellen Himmel und bereitet uns auf den Sommer vor. Lasst uns von 21 bis 22 Uhr still werden und schauen, was die Zukunft uns aus der Stille entgegen sendet.

Sieh eine Welt in einem Körnchen Sand
Und einen Himmel in der wilden Blume,

greif das Unendliche mit Deiner Hand,
und fühle Ewigkeit in einer Stunde.

William Blake

Ich wünsche euch eine besinnliche, stille Stunde!

In liebevoller Verbundenheit,

Wolfgang

Die Illustrationen zu diesem Vollmondtext wurden speziell für diesen Beitrag mit Hilfe von DreamStudio AI erzeugt, unter Verwendung einer künstlichen Intelligenz, die aus beschreibenden Texten Bilder generiert.

 

Lesedauer 7 Minuten

Von Rolf Sovik

Die Dämmerungsstunden – morgens und abends – rufen uns dazu auf, die Reise zurück zu unserem inneren Selbst anzutreten. Deshalb singen die Veden: „O Paar göttlicher Mächte, Nacht und Morgengrauen, kommt heran … wie zwei Boote, bringt uns hinüber.“ In alten Zeiten standen eifrige Sucher früh auf, badeten, führten ihre Rituale durch, rezitierten Mantras und saßen in Meditation. Am Abend spülten sie die Müdigkeit des Tages mit einer weiteren Meditationsphase weg. Auch heute noch sind unter Yoga-Praktizierenden die morgendlichen und abendlichen Übergänge die traditionellen Meditationszeiten.

Die Meditation, die zu diesen Tages- und Nachtzeiten durchgeführt wird, wird Sandhya-Meditation genannt (im Sanskrit bedeutet das Wort Sandhya einen Übergang). Sandhya-Meditationen, die teilweise noch aus vedischen Zeiten stammen, werden auf der ganzen Welt praktiziert. Diese Meditationen durchdringen das tägliche Leben von Millionen von Menschen mit einem Gefühl der Hingabe und Selbstbeobachtung. Wie das frühe Morgenlicht, das die Dunkelheit vertreibt und die Landschaft erhellt, reinigt, erleuchtet und nährt die Sandhya-Meditation den Geist. Weiterlesen

Lesedauer 8 Minuten

Von Michael Nickel

Ja, dieses Gedankenfutter spricht heute vom „Himmel“ – und doch gilt dabei: Nein, es geht nicht um Religion! Es geht um unsere persönliche Weltsicht, genauer gesagt darum, wie wir durch unser persönliches In-die-Welt-Schauen jederzeit vor der Wahl stehen, ob wir unser Leben sprichwörtlich im Himmel oder der Hölle verbringen. Leider sind wir uns dessen oft nicht bewusst. Und noch ein viel größeres „leider“ später, stecken wir dann auch schon im Höllenfeuer und versuchen die Pein zu ertragen, die wir dort finden – im Glauben, dass es gar nicht anders kommen konnte. Dabei hast Du jeden Tag von Neuem die Wahl, wo es morgen hingehen soll: In den Himmel oder die Hölle.

Es geht in diesem Gedankenfutter um Schlaf, um Himmel und Hölle, um Tod, um Wiedergeburt – und das alles im Alltag und nicht erst im nächsten Leben! „Hilfe!“, denkst Du jetzt vielleicht, „wie soll daraus etwas Positives werden, ohne in die Religion abzurutschen?“ Ganz einfach, indem wir bei etwas herrlich Positivem anfangen und dann Schritt für Schritt weitergehen. Wir machen den Anfang beim Schlaf … Weiterlesen

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