Pandit Rajmani Tigunait

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In herausfordernden Zeiten, wenn globale Krisen, persönliche Sorgen oder gesellschaftliche Umbrüche unseren Alltag überschatten, neigen wir dazu, uns krampfhaft um uns selbst zu drehen. Dies ist eine Gewohnheit unseres Geistes! Wir verstricken uns in Ängsten und dem verzweifelten Versuch, erst die eigenen Probleme vollständig zu lösen, bevor wir den Kopf wieder für andere frei haben. Viele Menschen bleiben dadurch Gefangene ihres eigenen Elends, weil sie eine dicke Mauer um sich bauen und sich in der Festung ihres Egos isolieren. Wer in Zeiten der Not ausschließlich um »Ich« und »Mein« kreist, folgt dem „Gesetz der Kontraktion“: Die Persönlichkeit schrumpft zusammen, der Geist verengt sich und das Gefühl von Mangel und Hilflosigkeit nimmt nur noch weiter zu (Swami Rama, 2025: Die Kunst des freudvollen Lebens, S. 8, 74; Swami Rama, 2026: Bhagavad Gītā, S. 40).

Inmitten des Sturms: Warum selbstloses Handeln der Schlüssel zur inneren Freiheit ist

Die Philosophie der Himalaya-Tradition, wie sie von Swami Rama und Pandit Rajmani Tigunait vermittelt wird, weist uns jedoch genau in diesen Momenten auf eine überraschende und tiefgreifende Wahrheit hin: Selbstloses Dienen – Seva bzw. Karma Yoga – ist kein Luxus für ruhige Zeiten, sondern das wirksamste Mittel, um den eigenen Geist zu heilen, zu reinigen und positiv aufzurichten (Pandit Rajmani Tigunait, 2021: Zur elften Stunde: Swami Rama, S. 124).

Die Weisen des Himalayas betonen, dass das fundamentale Gesetz des Lebens nicht Kontraktion, sondern Expansion ist. Das Ego gilt in den östlichen Weisheitstraditionen als die eigentliche Wurzel vieler mentaler Probleme und Unruhen. Selbstloses Handeln bricht diesen Teufelskreis hingegen gezielt auf: Es baut die Tendenz unseres Geistes ab, sich ausschließlich mit den eigenen Problemen zu beschäftigen, und reinigt den Weg der Seele. Wenn wir lernen, unsere Aufmerksamkeit von der ständigen Selbstbeschäftigung abzuziehen und Gedanken sowie Energie darauf zu verwenden, anderen zu helfen, durchbrechen wir den Strudel aus Angst, Isolation und Traurigkeit (Pandit Rajmani Tigunait, 2023: Vom Tod zum Leben, S. 114–115; Swami Rama, 2025: Die Kunst des freudvollen Lebens, S. 42; Swami Rama, 2026: Bhagavad Gītā, S. 298, 394).

Uneigennütziges Geben ist laut den Meistern der Tradition der eigentliche innere Kern der Schöpfung. Während reine gedankliche Nicht-Anhaftung oft nur eine intellektuelle Zufriedenheit bewirkt, wird erst das aktive Dienen am Mitmenschen zur verlässlichen Quelle von wahrer innerer Freude und bleibendem Frieden. Indem wir Zeit, Energie oder Mitgefühl schenken, ohne eine persönliche Gegenleistung oder Anerkennung zu erwarten, gelangen wir in Einklang mit dem göttlichen Willen und stoßen die Transformation unseres eigenen Schicksals und Karmas an. Wir verlieren durch das Geben nichts! Vielmehr öffnen wir uns dafür, tiefen inneren Reichtum zu empfangen und zu erfahren, dass wir inmitten aller Stürme des Lebens niemals hilflos sind, sondern die Kraft in uns tragen, ein Licht für unsere Mitmenschen zu sein (Pandit Rajmani Tigunait, 2023: Vom Tod zum Leben, S. 114–115; Pandit Rajmani Tigunait, 2020: Vishoka-Meditation, S. 258; Swami Rama, 2025: Die Kunst des freudvollen Lebens, S. 172; Swami Rama, 2026: Bhagavad Gītā, S. 150, 198, 236–237).

Schritte zur Umsetzung selbstlosen Handelns im Alltag

Selbstloser Dienst erfordert keine spektakulären Großprojekte – er beginnt bei den alltäglichen Pflichten und in unserem unmittelbaren Umfeld (Pandit Rajmani Tigunait, 2021: Zur elften Stunde: Swami Rama, S. 375; Swami Rama, 2025: Die Kunst des freudvollen Lebens, S. 46, 168).

Die folgenden praktischen Handlungsempfehlungen zeigen, wie Karma Yoga Schritt für Schritt im Alltag verankert werden kann:

1. Den inneren Aufruhr reduzieren und die Pflichten der Gegenwart mit Liebe annehmen

Bevor wir effektiv für andere da sein können, gilt es, den eigenen Geist zu stabilisieren, indem wir unser persönliches Niveau von Ruhe und Klarheit (Sattva) erhöhen. Ein direkter Hebel hierfür ist, unser Sprechen zu zügeln und bewusster werden zu lassen: Indem wir achtsam kommunizieren, bedeutungsloses Gerede vermeiden und den Konsum aufwühlender Medien reduzieren, schonen wir unsere mentale Energie (Pandit Rajmani Tigunait, 2019: Die Weisheit der Meister des Himalayas, S. 139).

Gleichzeitig beginnen wir bei dem, was unmittelbar vor uns liegt: Unsere Pflicht ist genau die Aufgabe, die im gegenwärtigen Augenblick vor uns liegt. Ob berufliche Verpflichtungen, häusliche Arbeiten oder die Fürsorge für Angehörige – erfülle sie mit bewusster Aufmerksamkeit und Liebe. Wenn wir unsere Aufgaben widerwillig ausführen, machen wir uns zum Sklaven der Pflicht. Wenn wir hingegen lernen, unsere Verpflichtungen zu lieben und alle Handlungen »mit Liebe zu ölen«, dann verwandeln wir sie in ein Werkzeug der inneren Befreiung und Freude (Pandit Rajmani Tigunait, 2021: Zur elften Stunde: Swami Rama, S. 375; Swami Rama, 2025: Die Kunst des freudvollen Lebens, S. 160–161, 172).

2. Den Blickwinkel klären und Erwartungen an die Früchte des Handelns loslassen

Um im Alltag nicht in Vergleiche, Wut oder Überlegenheitsgefühle zu verfallen, empfiehlt die Tradition die Klärung des Geistes (Chitta Prasadana) durch vier grundlegende Geisteshaltungen: Freundschaft gegenüber Glücklichen, Mitgefühl mit Leidenden, Freude über Tugendhafte und Gleichmut gegenüber Nicht-Rechtschaffenen. Insbesondere das kultivierte Mitgefühl für Leidende hilft uns, selbstlos zu dienen, ohne dabei das eigene Ego zu füttern oder Dankbarkeit zu erwarten (Pandit Rajmani Tigunait, 2022: Warum wir kämpfen, S. 106).

Der Kern des selbstlosen Handelns liegt darin, das Recht auf das Ausführen der Handlung wahrzunehmen, nicht jedoch auf deren Früchte oder persönliche Belohnungen zu pochen. Das ständige Schielen nach Anerkennung oder Ergebnissen bindet uns an das Handeln und ist eine Hauptursache für Enttäuschung und Angst. Führe Handlungen daher als freies Geschenk an das große Ganze – das Universum – aus, frei nach dem Grundsatz: »Geben, geben, geben, ohne etwas zu erwarten« (Pandit Rajmani Tigunait, 2021: Zur elften Stunde: Swami Rama, S. 375; Swami Rama (2025) Die Kunst des freudvollen Lebens, S. 1, 42, 173; Swami Rama, 2026: Bhagavad Gītā, S. 101, 161).

3. Den Lebensstil prüfen und kleine Gesten im nahen Umfeld schenken

Selbstloses Handeln erfordert eine ehrliche Bestandsaufnahme der eigenen Lebensführung. Dazu gehört die bewusste Frage im Alltag: Schädige ich andere Lebewesen, die Umwelt oder den Planeten, durch die Art und Weise, wie ich mein Leben führe? Wenn wir unser tägliches Wirtschaften und Konsumieren hinterfragen und die Früchte unserer Arbeit mit anderen teilen, wird unser Beruf und Alltag zu einer Quelle des Schutzes für die Schöpfung (Pandit Rajmani Tigunait, 2022: Warum wir kämpfen, S. 30).

Gleichzeitig entfaltet sich Selbstlosigkeit zuerst im alltäglichen Umfeld mit Familie, Freunden und Nachbarn. Übe dich in kleinen, rücksichtsvollen Handlungen – serviere beispielsweise deinem Partner oder Gästen zuerst das Essen oder reiche jemandem aufmerksam eine Tasse Tee. Die Praxis von Ahiṃsā (Gewaltlosigkeit) bedeutet ganz konkret, darauf zu achten, andere weder durch Handlungen noch durch Worte oder Gedanken zu verletzen (Swami Rama, 2025: Die Kunst des freudvollen Lebens, S. 46, 168, 172-173; Swami Rama, 2026: Bhagavad Gītā, S. 150).

4. Täglich innehalten und das innere Gewissen (Buddhi) befragen

Um in herausfordernden Zeiten nicht den Fokus zu verlieren, ist eine tägliche kurze Kontemplation entscheidend. Sich morgens ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um über den unschätzbaren Wert des menschlichen Lebens nachzudenken und auf die Stimme des Herzens zu hören, erinnert uns an unser höheres Ziel und gibt den Ton für den Tag vor (Pandit Rajmani Tigunait, 2022: Warum wir kämpfen, S. 31).

Halt auch tagsüber inne, bevor du handelst, und gehe kurz in dich, anstatt impulsiv oder aus unbewussten Gewohnheiten heraus zu reagieren. Das innere Gewissen (Buddhi) weiß bereits genau, was richtig, hilfreich und mit der eigenen Wahrheit vereinbar ist; lerne, dieser inneren Beraterinstanz vor jeder Entscheidung aufmerksam zuzuhören. Indem du deine innere Weisheit und Kraft der Führung gezielt konsultierst, stärkst du deine Willenskraft (Saṅkalpa Śakti), die dir dabei hilft, schädliche Gewohnheiten zu überwinden und deine guten Vorsätze konsequent umzusetzen (Swami Rama, 2025: Die Kunst des freudvollen Lebens, S. 40, 96, 152; Swami Rama, 2026: Bhagavad Gītā, S. 42, 101, 112).

5. Alltagshandlungen in aktive Meditation verwandeln

Wenn du dein ganzes Herz und deine volle Aufmerksamkeit in das investierst, was du gerade tust, wird jede noch so alltägliche Tätigkeit zu einer Form der aktiven Meditation im Handeln (Swami Rama, 2025: Die Kunst des freudvollen Lebens, S. 111–112; Swami Rama, 2026: Bhagavad Gītā, S. 177, 237).

Indem wir handeln, ohne starr an den Ergebnissen oder am persönlichen Gewinn zu klammern, verringern wir die Verengung unserer Wahrnehmung auf das eigene „Ich“ und halten inmitten der täglichen Verpflichtungen beständig ein Bewusstsein für das innere Zentrum aufrecht . So wird unser gesamtes Tun zu einem beständigen, selbstlosen Gebet, welches uns sanft, bescheiden und fokussiert für unsere Mitmenschen da sein lässt und uns unerschütterlichen inneren Frieden schenkt (Pandit Rajmani Tigunait, 2021: Zur elften Stunde: Swami Rama, S. 375; Pandit Rajmani Tigunait, 2022: Warum wir kämpfen, S. 31; Swami Rama, 2025: Die Kunst des freudvollen Lebens, S. 167; Swami Rama, 2026: Bhagavad Gītā, S. 167, 237). Wäre das keine wundervolle Erfahrung?

Ein persönliches Fazit: Warum die Ausrichtung am selbstlosen Dienen gut tut

Für mich persönlich als Verleger all der Bücher von Swamiji und Panditji im Agni Verlag ist diese Reflexion zum selbstlosen Dienen aus Sicht der Himalaya-Tradition eine Erinnerung daran, weshalb ich diese Mission 2018 gestartet habe: Es ging darum, das positive, transformierende Geschenk der Weisheit der Himalaya-Tradition an euch alle weiterfließen zu lassen – auf dass es bei euch genauso positiv, inspirierend und transformierend ankommt, wie es bei mir ankam.

Jahre später ist die Mission immer noch dieselbe, aber ich spüre, wie die Herausforderungen der Zeit an dieser Verlagsmission meines »Ein-Mann-Unternehmens« nagen: Die zurückgehenden Verkaufszahlen durch steigende Lebenshaltungskosten und die allgemeine Verunsicherung, die eng aufeinanderfolgenden Wellen von neuen Gesetzen, die es kleinen Unternehmen wie dem Agni Verlag extrem schwer machen, überhaupt weiter zu bestehen. Doch das Stirnrunzeln in meinem Gesicht und die Schwere im Herzen verschwinden, wenn ich mir all diese Punkte zum selbstlosen Dienen bewusst mache, die uns Swamiji und Panditji letztlich genau durch dasselbe geschenkt haben: ihr unermüdliches selbstloses Dienen am Fluss dieser Weisheit selbst – der ein Dienen an der ganzen Menschheit ist.

Wo und wie hilft dir diese Weisheit in deinen Herausforderungen? Wo und wie kannst du hier und jetzt dienen? Wo und wie kannst du vielleicht deine Handlungen »mit Liebe ölen« und damit in einen selbstlosen Dienst umwandeln?

Lass dich von diesen Fragen inspirieren! Wir alle können etwas dafür tun, dass die Welt nicht nur schwarz-weiß ist.

Herzlichst

Dein Michael

 

Bilder: KI-generiert

Die zum Text zugehörigen Zitatstellen in den angegebenen, verlinkten Büchern wurden mit Hilfe von KI ermittelt.

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Antworten von Pandit Rajmani Tigunait

Frage Agni-Magazin: Wie hängt die Selbsttransformation mit der Yoga-Praxis zusammen? Wann kommt die Praxis des Yoga zu einem Ende?

Pandit Rajmani Tigunait sagt dazu: Selbsttransformation ist das Ziel von Yoga. Wenn unsere Praxis nicht zu einer qualitativen Veränderung in uns führt, ist es keine Yoga-Praxis. Die Selbstveränderung ist das Ziel, und die Yoga-Praxis ist das Mittel, um dieses Ziel zu erreichen. Yoga ist nicht einfach nur eine Reihe von Übungen, Atemtechniken oder verschiedenen Konzentrationsmethoden – Yoga ist eine Mischung aus Philosophie und Praktiken, die uns unsere tiefste Natur bewusst machen sollen. Um dieses Bewusstsein zu erlangen, müssen wir uns auf der Ebene von Körper, Atem und Geist verändern. Weiterlesen

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Von Pandit Rajmani Tigunait

1972, in dem Jahr, als ich mich an der Universität von Allahabad einschrieb, traf ich einen großen Heiligen, Swami Sadananda, der mich einige der esoterischen Aspekte des Yoga lehrte und mir half, die Richtung meines Lebens zu bestimmen. Eines Sonntagmorgens fand ich ihn in seinem kleinen Ashram auf einem Holzbett unter einem großen Pipal-Baum sitzend. Vor ihm saß ein Herr, der unter so heftigen und häufigen epileptischen Anfällen litt, dass ihn immer jemand begleitete, um sicherzustellen, dass er sich nicht selbst verletzte.

Als ich ankam, war Swamiji gerade dabei, dem Patienten zu erklären, dass die Medizin, die er ihm geben wollte, ziemlich stark war. Dann reichte er ihm eine Substanz, die für mich wie Asche aussah, und sagte: „Nimm diese Medizin jeden Morgen ein, jedoch erst, nachdem du Getreidekörner an Wildvögel verfüttert hast. Hol dir nach deinen morgendlichen Waschungen etwas Gerste, Weizenschrot und andere Körner. Bitte die Vögel, zu dir zu kommen und füttere sie. Sobald sie gefressen haben, nimm diese Medizin ein. Erst dann darfst du deine Mahlzeit einnehmen.“

Als der Patient und sein Begleiter gingen, sagte ich: „Swamiji, ich verstehe, dass es wichtig ist, Medizin zu nehmen, doch warum muss er die Vögel füttern?“ – „Du solltest genau beobachten“, antwortete Swamiji. „Wenn er geheilt ist, werde ich es dir erklären.“

Drei Tage lang hungerte der arme Kerl, weil die Vögel das Getreide, das er für sie ausstreute, nicht fressen wollten. Dann, am vierten Tag, nahmen sie seine Gaben an und er begann, die Medizin einzunehmen. Es wurde zu seiner Routine, die Vögel zu füttern, bevor er seinen Tag begann. Nach einem Monat wurden seine Anfälle seltener und innerhalb von sechs Monaten war er geheilt.

Als ich Swami Sadananda um eine Erklärung bat, sagte er: „Vögel sind ein Teil der Natur. Ihre Beziehung zu den Menschen ist nicht mit Egoismus und Erwartungen belastet. Sie sind glücklich, wenn du ihnen dienst, doch es macht ihnen nichts aus, wenn du es nicht tust. Sie handeln allein nach ihrem Instinkt – sie treffen keine persönlichen Entscheidungen und haben keine Pläne. Ihnen zu dienen bedeutet, der Natur zu dienen. Die Natur ist der Speicher für all unsere Karmas, die Eindrücke unserer vergangenen Taten.

Wir können unsere karmische Schuld begleichen, indem wir der Natur dienen, von der wir ein Teil sind.

„In unserem unbewussten Geist“, so fuhr er fort, „liegt der Keim der Krankheit und auch ihrer Heilung. Dieser unbewusste Geist arbeitet immer im Einklang mit der Natur. Mit Natur meine ich nicht nur Pflanzen, Flüsse und den Rest der natürlichen Umgebung. Was wir als Natur bezeichnen, umfasst in Wirklichkeit ein ganzes ursprüngliches Energiefeld, das die Quelle und den Ort dieser materiellen Welt darstellt. Alles und jeder entwickelt sich aus diesem Urenergiefeld, auch unsere natürliche Welt.

„Indem du auf deine Annehmlichkeiten verzichtest und das weggibst, was du für dein Eigentum hältst, bezahlst du deine karmischen Schulden in der feinstofflichen Welt ab. Und genau diese karmischen Schulden sind die Ursache für unser gegenwärtiges Elend. Auch wenn wir keinen Zugang zu unserem eigenen unbewussten Geist haben, können wir unsere karmischen Schulden begleichen, indem wir der Natur dienen, von der wir ein Teil sind.“

Dieser Artikel erschien zuerst in der Autobiographie von Pandit Rajmani Tigunait „Touched by Fire„. Copyright Himalayan Institute USA, mit freundlicher Genehmigung. Übersetzt von Michael Nickel.

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Frage Agni-Magazin: Bietet Yoga ein Mittel gegen die Angst?

Pandit Rajmani Tigunait sagt dazu: Im Yoga Sutra (2:3) zählt Patanjali fünf Bedrängnisse auf: Avidya, Unwissenheit; Asmita, falsches Gefühl der Selbstidentität; Raga, Anhaftung; Dvesha, Abneigung; und Abhinivesha, Angst vor dem Tod. Im Sanskrit ist das gebräuchliche Wort für Angst Bhaya. Doch Patanjali hat das Wort Bhaya nicht verwendet. Stattdessen benutzte er das Wort Abhinivesha, und das aus gutem Grund. Es setzt sich aus drei Wörtern zusammen: abhi + ni + vesha – zwei Vorsilben, die dem Wort vesha hinzugefügt werden. Abhi bedeutet „von allen Seiten und aus allen Richtungen“. Ni bedeutet „vollständig, in jeder Hinsicht, in jeder möglichen Bedeutung“. Vesha bedeutet „eintreten“. Abhinivesha ist also etwas, das in alle Aspekte unseres Seins eindringt und sie durchdringt; es dringt aus jeder Richtung, auf jede Art und Weise, in jeder Hinsicht ein und durchdringt jeden noch so kleinen Winkel unseres Körpers und Geistes. Das ist die Natur der Angst. Wenn sie einmal da ist, breitet sie sich einfach aus. Es gibt keinen Virus in der Schöpfung, der so mächtig ist und sich so schnell ausbreitet wie die Angst. Weiterlesen

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Frage Agni-Magazin: Was ist das Yoga Sutra und warum ist es so wichtig?

Pandit Rajmani Tigunait sagt dazu: Das Yoga Sutra von Patanjali ist das Herzstück der Yoga-Tradition. Diese ehrwürdige Schrift ist das A und O der Yoga-Philosophie und -Praxis. Der Versuch, Yoga zu praktizieren, ohne das Yoga Sutra zu kennen, ist wie der Versuch, ein Land zu regieren, ohne seine Verfassung zu kennen.

Es ist wichtig, gleich zu Beginn zu verstehen, dass sich das Wort Yoga im Zusammenhang mit dieser Schrift auf die Fähigkeit des Geistes bezieht, sich selbst und seine Beziehung zum Körper zu erkennen, seine Beziehung zur Welt zu erkennen und schließlich die innere und ewige Wirklichkeit zu erkennen, die schon vor unserer Geburt existierte, die uns begleitet, während wir leben, und die auch nach unserem Tod weiterbesteht. Kurz gesagt, das Yoga Sutra ist eine Anleitung, wie wir unsere innere Göttlichkeit erfahren und uns in ihr verankern können.

„Diese ersten drei Sutras – eine Erklärung der Unabhängigkeit von Körper, Geist und Seele – sind das Herzstück des ersten Kapitels.“

Der Text selbst besteht aus 195 Sutras (Aphorismen), die in vier Kapitel oder Padas (Schritte) unterteilt sind. Das erste Kapitel, „Samadhi Pada„, der Schritt zur Erlangung eines ruhigen und reinen Geistes, beschreibt die Voraussetzungen, um unsere wahre Natur zu entdecken und in ihr zu verankern. Dieses Kapitel enthält 51 Sutras. So wie die Unabhängigkeitserklärung den Grundstein für die Freiheit in den Vereinigten Staaten gelegt hat, legen die ersten drei Sutras dieses Textes den Grundstein für die Freiheit, die uns die Yoga-Praxis verleiht. Diese ersten drei Sutras – die Erklärung der Unabhängigkeit von Körper, Geist und Seele – sind das Herzstück des ersten Kapitels, und das erste Kapitel ist das Herzstück der übrigen drei Kapitel.

Das zweite Kapitel, „Sadhana Pada„, der Schritt zum Üben von Yoga, enthält 55 Sutras. Hier wird die große Bandbreite der Yoga-Praktiken in kleinere Schritte unterteilt, damit Menschen mit unterschiedlichen körperlichen, emotionalen und intellektuellen Fähigkeiten die für sie am besten geeigneten Praktiken auswählen können. Die in diesem Kapitel beschriebenen Übungen haben zwei Ziele: Samadhi – einen vollkommen ruhigen, ursprünglichen Zustand des Geistes – zu erreichen und die Bedrängnisse zu minimieren, die uns beim Üben behindern. In diesem Kapitel legt Patanjali den achtfachen (Ashtanga) Pfad dar, der als Raja Yoga bekannt geworden ist.

Das dritte Kapitel, „Vibhuti Pada„, enthält 55 Sutras. Vibhuti bedeutet „Erweckung der schlummernden Potenziale“. „Vibhuti Pada“ ist der Schritt zur Erweckung der grenzenlosen Potenziale, die normalerweise in uns schlummern. Wir gehen davon aus, dass wir durch das Studium und die Praxis dessen, was in den ersten beiden Kapiteln beschrieben wurde, unseren Körper, unseren Geist und unsere Sinne weitgehend im Griff haben. In diesem Kapitel erfahren wir, wie wir unseren unberührten, ruhigen Geist nach innen wenden und ihn auf verschiedene Objekte fokussieren können, um so den Umfang unseres Bewusstseins zu erweitern.

Kaivalya Pada„, das vierte und letzte Kapitel des Yoga Sutras, enthält 34 Sutras. Kaivalya bedeutet „endgültige Freiheit“. Die Praktiken, die in diesem letzten Kapitel beschrieben werden, konzentrieren sich darauf, Freiheit von den bindenden Kräften des Geistes zu erlangen. In diesem Kapitel erfahren wir auch, wie wir die in den drei vorangegangenen Kapiteln beschriebenen Praktiken sicher und produktiv durchführen können. Patanjali stützt sich dabei auf die Prinzipien des Ayurveda und die Wissenschaft des Mantras, um unsere Yoga-Praktiken zu unterstützen. Er sagt uns, wie wir gesund werden, wie wir ein langes Leben sichern, wie wir unsere sub-humanen Neigungen überwinden und wie wir schließlich die uns innewohnende Göttlichkeit in der Höhle unseres Herzens entdecken können.

Abendstimmung am Meer

„Erkenne deinen Geist und du wirst die ganze Welt erkennen; meistere deinen Geist und du wirst Herr über die ganze Welt werden.“

Die zeitlose Weisheit, welche im Yoga Sutra enthalten ist, führt uns direkt zum Herzen von tausenden großen Meistern der Vergangenheit. Diese Weisheit ist einfach und geradlinig: Kenne deinen Geist und du wirst die ganze Welt kennen; beherrsche deinen Geist und du wirst Herr der ganzen Welt.

Es gibt kein größeres Geheimnis als das des Geistes, und nur ein gesunder, gut kontrollierter Geist kann dieses Geheimnis lüften. Das Yoga Sutra erkennt an, dass der Körper und der Geist gleichermaßen wichtig sind. Ein gesunder Körper ist entscheidend für einen gesunden Geist. Der erste Schritt zur Kultivierung eines gesunden Geistes ist die Kultivierung eines klaren und ruhigen Geistes. Ein solcher Geist befähigt uns zu verstehen, was richtig und was falsch ist, was gesund und was ungesund ist, was gut und was schlecht ist und schließlich, was wünschenswert ist und was vermieden werden sollte.

Unsere Fähigkeit, einen klaren, ruhigen und gelassenen Geist zu erlangen, wird durch unsere Gewohnheitsmuster beeinträchtigt, welche unsere Vorlieben und Interessen bestimmen. Patanjali erkennt zwar an, dass der Geist die Funktionen des Körpers steuert, aber wenn der Geist zum Gefangenen seiner eigenen Gewohnheitsmuster geworden ist, beginnt der Körper, seine eigenen Regeln und Gesetze zu schaffen. In einer solchen Situation öffnet sich ein Riss zwischen Körper und Geist, und wir sind von dem Pool der inneren Intelligenz abgeschnitten, der in uns schlummert – den offenbarenden Kräften des Geistes und den heilenden Kräften des Körpers. Um dieses Problem zu überwinden, bietet Patanjali ein System des inneren Erwachens an – eine Methodik, die uns befähigt, die Weisheit unseres Körpers anzuzapfen, seine schlummernden Kräfte zu erwecken, eine Brücke zwischen Körper und Geist zu schlagen und die innere Göttlichkeit zu erreichen, die im Lotus unseres Herzens wohnt. Das ist das Geschenk des Yoga Sutras.

AV027 Pandit Rajmani Tigunait Das Geheimnis des Yoga Sutra

Einen tiefgehenden Einstieg in die Thematik des Yoga Sutra bietet Dir die Kommentar-Reihe von Pandit Rajmani Tigunait, beginnend mit „Das Geheimnis des Yoga Sutra – Samadhi Pada„.

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Antworten von Pandit Rajmani Tigunait

Frage Agni-Magazin: Wie kann ich am besten Stille üben? Wie lange sollte ich sie üben und wie sollte ich meine Zeit einteilen? Bedeutet „Schweigen“ immer, überhaupt nicht zu sprechen?

Pandit Rajmani Tigunait sagt dazu: Im Yoga wird die Praxis der Stille, der inneren Ruhe, Mauna genannt. Mauna kommt von dem Wort muni – ein Heiliger oder ein Weiser – und bedeutet, die Eigenschaft eines Weisen zu kultivieren oder das zu tun, was uns in eine heilige Person verwandelt. Wenn wir unseren Geist zum Schweigen bringen und unsere Sinne zum Schweigen bringen, führt das automatisch dazu, dass auch unsere lebenswichtigen Organe und unser Nervensystem zum Schweigen gebracht werden. Alles, was wir tun müssen, um unseren Geist und unsere Sinne zum Schweigen zu bringen, nennt man Stille üben. Das ist für jeden von uns anders, denn wir haben alle unsere ganz eigenen Dinge, mit denen wir umgehen und an denen wir arbeiten müssen.

Der erste Schritt ist, so wenig wie möglich zu sprechen. Wenn möglich, sprich überhaupt nicht. Wenn du aber Verpflichtungen hast, dann erledige sie weiterhin, nur eben auf eine zielgerichtete und friedliche Art und Weise, um während dieser Übung einen ruhigen Geist zu kultivieren. Vollständige Stille ist nur im Samadhi möglich. Davor ist es die Praxis der Stille, nicht der Zustand der Stille.

„Vollständige Stille ist nur in Samadhi möglich. Davor ist es die Praxis der Stille, nicht der Zustand der Stille.“

Beginne mit einer kurzen Schweigepraxis: 36 Stunden sind überschaubar, aber wenn du versuchst, zu viel zu tun, ohne vorbereitet zu sein – eine dreitägige, wochenlange oder zehntägige Praxis – und wenn du in dieser Zeit den ganzen Tag nur meditierst, meditierst, meditierst und keine Bücher lesen darfst, kann das zu großer Unruhe führen, und das ist es nicht wert.

Deshalb ist es wichtig, eine Struktur für die Zeit der Stille zu schaffen, die Zeit für Meditation, Kontemplation und Reflexion, für Hatha und Bewegung sowie für das Lesen spiritueller Bücher beinhaltet.

Mach die Meditation zu deinem Ankerpunkt während des Tages. Meditiere alle vier oder fünf Stunden – vor dem Schlafengehen, nach dem Aufwachen und dazwischen noch zwei oder drei Mal. Meditation ist die höchste Praxis der Stille. Während du meditierst, denkst du nur an ein einziges Objekt – deinen Prana-Puls, dein Mantra oder was auch immer du als Fokuspunkt wählst. Das bringt deinen Geist zur Ruhe.

Denke einmal morgens und einmal abends für 10 oder 20 Minuten darüber nach, wer du bist. Identifiziere dich mit dem Teil von dir, den du nicht respektierst, mit dem nutzlosen Aspekt von dir. Erkenne vorerst den guten, positiven und konstruktiven Aspekt von dir an (ohne dich damit zu identifizieren) – das, was in dir edel und wertvoll ist. Auf dieser Grundlage kannst du über das Leben und alles, was in dir und außerhalb von dir geschieht, nachdenken. Das wird dir helfen, deinen Geist zum Schweigen zu bringen.

Dann beobachte deine eigene innere Unruhe. Wie ruhelos bist du? Welche Dinge drängen sich auf und verlangen, dass du dich mit ihnen beschäftigst? Diese Gedanken und die Objekte, die mit diesen Gedanken zu tun haben, haben einen sehr wichtigen Platz in deinem Leben eingenommen. Du hast ihnen zu viel Wert beigemessen, und das Schlimmste ist nicht, dass du ihnen zu viel Wert beigemessen hast, sondern dass du ihnen die Macht gegeben hast, dich zu kapern, dich zu entführen. Warum ist das so?

Liegt es daran, dass du nicht viel Geduld hast? Liegt es daran, dass du ängstlich bist? Liegt es daran, dass andere mentale Gewürze hinzugekommen sind, wie Hass oder Rache oder eine sehr starke Abneigung? Was ist es, das deinen Geist so stark in Beschlag nimmt? Achte darauf.

Nimm dir neben deiner Meditation und deinem Nachdenken auch Zeit für deine Hatha-Praxis. Mach auch einen ruhigen Spaziergang, um den Frieden und die Stille der Natur zu genießen.

Dann nimm dein spirituelles Lieblingsbuch zur Hand, z.B. das Yoga Sutra, die Bhagavad Gita oder „Mein Leben mit den Meistern des Himalayas„. Wähle eine Passage aus, die dir wichtig ist, und nutze diese für weitere Kontemplation und Selbstreflexion.

Wenn du deine Stille beendest, versuche, allmählich aus ihr herauszukommen, anstatt direkt in dein normales Leben zu springen. Und achte darauf, was dich als Erstes herauszieht.

So kannst du dein Schweigen üben.

Dieser Artikel erschien im Original auf HI Online des Himalayan Institute, USA. Deutsche Übersetzung von Michael Nickel und Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Himalayan Institute.

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Antworten von Pandit Rajmani Tigunait

Frage Agni-Magazin: In deinen Vorträgen und Büchern wird oft auf die Himalaya-Tradition und die Tradition von Sri Vidya verwiesen. Kannst du uns erklären, was diese Begriffe bedeuten und wofür sie stehen?

Pandit Rajmani Tigunait sagt dazu: Auf den ersten Blick mag es so aussehen, als würde die Himalaya-Tradition zu einer bestimmten geografischen Region gehören, doch das ist nicht der Fall. Sie bezieht sich stattdessen auf einen erhabenen Bewusstseinszustand, der durch die höchsten Gipfel der Welt repräsentiert wird, und auf das reine, unverfälschte Wissen und die Erfahrung, die durch den immerwährenden Schnee des Himalaya vermittelt werden. Weiterlesen

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Von Pandit Rajmani Tigunait

Wenn wir uns die Welt um uns herum ansehen, erkennen wir, dass sie von unvorstellbarem Leid geprägt ist, und wir fragen uns, warum. Manche Menschen werden von Krankheiten, Hunger und Gewalt heimgesucht, während andere unversehrt durchs Leben gehen. Wir sehen Menschen, die in alle möglichen ungesunden, unethischen und schädlichen Aktivitäten verwickelt sind und denen es scheinbar gut geht, während andere, die ehrlich, fleißig und gutwillig sind, nur Misserfolg erleben. Auf der anderen Seite hören wir von Menschen, die geistig so weit entwickelt waren, dass sie andere heilen und ihr Leben verändern konnten, die aber selbst an schmerzhaften und tödlichen Krankheiten litten. Warum ist das so? Weiterlesen

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Von Pandit Rajmani Tigunait

Aghori Baba war ein tantrischer Meister mit einer umfassenden Kenntnis der Schriften. Er war außergewöhnlich intelligent ex­perimentierte als spiritueller Wissenschaftler beständig mit der Dynamik zwischen Materie und Energie, mit ihrer wechselseitigen Austauschbarkeit und damit, wie sie mit dem reinen Bewusstsein zusammenhängen. Die Schriften des Aghora-Wegs beschreiben, wie sich Materie und Energie in zahllosen Formen aus dem Bewusstsein heraus entwickelt haben, wie dieses ganze Universum vom Bewusstsein erschaffen wurde und wie das Bewusstsein Materie und Energie für sein göttliches Spiel als Bühne benützt. Wer diese Wahrheit kennt, ist gelehrt, und wer direkte Erfahrungen mit ihr gewonnen hat, der ist erleuchtet. Mir war immer Swamijis Zuneigung zu Aghori Baba aufgefallen und zu der Höhle, in der er lebte. Und selbst nachdem dieser Weise seinen Körper verlassen hatte, besuchte Swamiji noch oft seine Höhle. Dabei nahm er häufig auch einige ausgesuchte Studenten mit. Weiterlesen

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Von Michael Nickel

Die Menschheit führt seit Tausenden von Jahren Krieg – ohne Unterlass. Im Jahr 2020, in dem wir uns in Deutschland kollektiv an der Corona-Pandemie gerieben haben und von Kriegen in den Medien kaum etwas zu hören war, tobte dennoch weltweit die Kriegs­maschinerie. Laut letzter Erhebung des Heidelberg Institute for International Conflict Research (HIIK, siehe Conflict Barometer 2020, Heidelberg Institute for International Conflict Research) bestanden 2020 insgesamt 359 größere Konflikte, von denen 220, also rund 60 Prozent gewaltsam ausgetragen wurden. Das HIIK stuft alle Konflikte auf einer Skala von 1 (Streitigkeit) bis 5 (Krieg) ein. Im Jahr 2020 wurde 21 Konflikte in Stufe 5 geführt – ausgewachsene Kriege – und 16 Konflikte in Stufe 4 – begrenzte Kriege. Weiterlesen

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