Mantra

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Lesedauer 4 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

Am 27. August 2026 erstrahlt der Vollmond am azurblauen Himmel, beendet die Sommerzeit und bereitet uns auf den Herbst, die Ernte und die kommende Winterzeit vor. Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und über den Schatz der Himalayas, über das Innehalten, kontemplieren:

Der Schatz der Himalayas ist die Einweihung in die Mantra-Meditationsmethode. Es ist die Wissenschaft vom Klang, dem Wort.

“Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort, dieses war im Anfang bei Gott.
Alles, was es auf der Erde gibt, ist aus diesem entstanden.“

(Prolog des Johannes Evangeliums)

 

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Der Einweihungsprozess

Die Einweihung ist ein Prozess, der von der Menschheit noch kaum verstanden wird. In ihr offenbart sich die Geistige Welt dem Menschen und beginnt ordnend in sein Schicksal einzugreifen. Das Wort aus der Welt der Einheit, das Gott ist, wird auch die transzendentale Sprache, para, genannt. Wenn es die Gestalt der sprachlosen Sprache und des wortlosen Wortes annimmt, wird es mit dem femininen Begriff „die sehende Eine“, benannt.

Von hier geht ein Strahl des Bewusstseins aus und berührt die dem Selbst –  und nicht den Sinnen und der Welt – zugewandte innere Ebene des Geistes. Diese innere Ebene wird antah karana, die intuitive Fähigkeit, genannt. Hier erzeugt der Bewusstseinsstrahl, der vom spirituellen Selbst ausgeht und durch es hindurch fließt, eine mentale Schwingung. Der Geist wird angeregt durch die Wahrnehmung eines Leuchtens, ähnlich dem eines Blitzes. Sodann können in einem winzigen Moment, der in etwa dem zehnten bis siebenundfünfzigsten Teil einer Sekunde entsprechen mag, das gesamte Buch der Veden oder alle 330 Millionen Mantras offenbart werden.

Diese Erfahrung gleicht einem Saatkorn (bija) oder einem einzelnen Punkt (bindu), welcher die Einzelheiten des von einem Satelliten aufgenommenen Bildes eines riesigen Gebiets enthält. Der Punkt muss noch entwickelt werden, damit sich das Bild in all seinen Einzelheiten zeigen kann. Dieser Moment ist auch mit folgendem Bild umschrieben worden:

Alle Farben des Rades eines Fasans
sind enthalten im Ei eines Fasanenhuhns.

Dieser Zustand wird mit dem weiblichen Begriff „madhyama“,
„die mittlere Sprache“, benannt.

Indem das Wissen aus der Tiefe von buddhi zur äußeren Schicht des rationalen Geistes aufsteigt, verwandelt es sich zu einem verbalen Gedanken. Die Worte sind nichts anderes als ein Prozess der Manifestation, eine Schwingung niedrigerer Frequenz als die der vorausgegangenen Schwingungen. Dieser verbale Gedanke im Geist wird von den alten Grammatikern und Philosophen mit vaikhari (fem.) – nach außen gerichteter harscher Klang – bezeichnet. Das aber ist erst die erste Stufe von vaikhari.

Diese von buddhi, dem Geist und der relativ niedrigen Schwingung des verbalen Gedankens ausgehende Schwingung erzeugt nun eine Beschleunigung im Vitalitätsfeld des Yogis, in seinem prana. Dieses seinerseits aktiviert sodann die Sprechorgane, und der artikulierte Klang steigt auf, das Endprodukt, das die Ohren des Schülers im Prozess der Übermittlung, der Initiierung und der Unterrichtung hören.

Das Mantra, das in der Einweihung von einem authentischen Lehrer der Tradition in der beschriebenen Art wahrgenommen wird, wird dann dem Empfangenden mitgeteilt, und es wird ihm die Methodik seines Übens erklärt.

Das Wort Mantra bedeutet:

der Klang, der den Menschen schützt,
der diesen Klang in sich zum Schwingen und Klingen bringt,
und dieser Klang beseitigt die Dunkelheit seiner Unwissenheit,
beseitigt Ratlosigkeit, Orientierungslosigkeit und Hilflosigkeit seines Geistes und bringt auf wunderbare Weise sein innerstes Wesen zum Vorschein, macht ihn mit sich selbst bekannt und führt ihn zum Inneren Zentrum des Bewusstseins, von dem aus das Bewusstsein fließt.
Es führt ihn von der Dunkelheit des Unwissens zum Licht der Weisheit
und von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit.
Das, woran das Ostermysterium jedes Jahr von Neuem erinnert:
die eigene Egozentrizität durch einen Kreuzigungs-Sterbeprozess überwinden zu lernen, um im Lichte des wahren Menschseins aufzuerstehen,
ermöglicht der Einweihungsprozess als innere Erfahrung.

Wer ein solches Mantra erhalten hat, braucht eigentlich keine Lehrer mehr. Das Mantra führt den inneren Entfaltungsprozess durch sich selbst. Ernsthaft geübt, indem man lernt, sich auf die Bedeutung des Mantra beim Wiederholen zu konzentrieren und es nicht nur eintönig vor sich hersagt oder denkt, kann es helfen, den höchsten Bewusstseinszustand zu erlangen, in dem das Bewusstsein sich  – in sich selbst – durch sich selbst – erkennt.

Das Mantra kann die Übenden so in eine meditative Stille führen, in der das Göttliche Bewusstsein in vollkommener Stille ruht und aus der heraus es den Übenden Botschaften sendet, die für ihre Schicksalswege von großer Bedeutung sind.

Diese inneren Botschaften wahrnehmen zu lernen,
ist das Ziel allen Übens,
das mühelos mit Würde und Freude,
Liebe und Hingabe gestaltet werden sollte.

In dieser Tradition lehrt die Meditation die Übenden, nicht nur ihren Körper, ihre Sinne oder den niederen Geist kennen zu lernen, sondern sie zeigt ihnen alle Aspekte ihres Geistes, die unbewussten und überbewussten. Sie hilft den Übenden, frei zu werden von allen geistigen Störungen und Hindernissen und ist nicht nur eine Methode, die den Geist beruhigt, sondern sie ist ein Selbsttrainingsprogramm, das die Übenden lehrt, auf allen Ebenen ihrer Persönlichkeit sich selbst überwinden zu lernen.

Ich wünsche euch eine erholsame, stille Stunde

In liebevoller Verbundenheit euer

Wolfgang

Hinweis: Der Termin der Vollmond-Meditation richtet sich nach dem vedischen Mond-Kalender. Für Erklärungen und Detaildaten zur Festlegung der jeweiligen Termine siehe agni-online.de/vollmondmeditation – inklusive aller Daten für die kommenden Vollmondmeditationen dieses Jahr.

Für den August-Vollmond gilt hier speziell: Vollmond-Zeitraum (Purnama Tithi) nach vedischem Kalender für Deutschland mit Referenzort Hamburg ist vom 27. August (5:38 Uhr) bis 28. August (6:18 Uhr).

Lesedauer 2 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

am Samstag, den 30. Mai ist wieder Vollmond (siehe zum energetischen Vollmond nach vedischem Lunisolarkalender die Seite auf Agni Online). Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und über die Bedeutung des Mantras kontemplieren.

In den Yoga Sutras steht, dass es eine ganz einfache Methode gibt: Pflege die Anwesenheit Gottes oder der göttlichen Mutter in jedem Lebensaugenblick!

Wie können wir das machen?
Durch die Einweihung in das persönliche Mantra bist Du mit der Geistigen Welt verbunden worden. Das Mantra repräsentiert das Göttliche in Dir. Es ist eine bestimmte Frequenz der Göttin selbst, verdichtet zu Klang. Wir beten nicht zur Göttin, sondern wir schwingen als sie. Die Mantren sind darauf angelegt, den logischen „Torwächter“ des Gehirns zu umgehen und direkt auf das Nervensystem einzuwirken, um Deine Realität von innen heraus neu zu ordnen. Die Einweihung ist wie das Legen eines echten Saatkorns in einen liebevoll vorbereiteten Boden, das dann in seiner eigenen Geschwindigkeit aufgehen kann. Ein selbstgewähltes Mantra wäre das Legen eines Fotos von einem Saatkorn in den Boden.

Die Anwesenheit der Göttin in uns zu praktizieren mit Hilfe des Mantras schenkt uns die Möglichkeit – Jedem Lebensaugenblick Würde zu verleihen – das ist die Essenz des Yoga!

Das Auswendiglernen und tägliche Singen der Isavasiopanishad und das Schwingen im Klang des eigenen Mantras ist eine sichere Art, den eigenen Geist zu reinigen und in einen Zustand zu bringen, in dem es Dir immer gut geht.

In diesem Sinne lasst uns die stille Stunde nutzen, um die Anwesenheit des Göttlichen in uns zu erleben.

Ich grüße euch in liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

 

Lesedauer 5 Minuten

Von Rod Stryker

Ich möchte gerne eine Praxis mit dir teilen, die den Geist nutzt, um Zugang zum feinstofflichen Körper zu erhalten. Sie beginnt mit der Idee, die Intention zu nutzen, anderen zu helfen. Wenn wir jemandem helfen oder ihn heilen wollen, sollten wir uns nicht auf uns selbst verlassen. Verlasse dich stattdessen auf die Kräfte der Natur. Die Natur hat unbegrenzte Ressourcen, während unsere eigenen individuellen Ressourcen begrenzt sind. Der erste Schritt dieser Praxis besteht also darin, dein eigenes Reservoir an Frieden zu stärken und zu füllen. Der zweite Schritt besteht darin, zu lernen, wie du dieses Gefühl an eine andere Person weitergeben kannst.

Worüber wir wirklich reden, ist die Liebe zu bewegen. Bedingungslose Liebe. Und das bedeutet, dass du vielleicht nicht genau weißt, wie und was mit der Person als Ergebnis dieser Infusion von Liebe geschehen soll. Du weißt es nicht und solltest es auch nicht erzwingen. Mit anderen Worten: Du könntest feststellen, dass du eine Vorahnung davon hast, was diese Person braucht oder werden sollte. Doch das ist nicht wirklich bedingungslose Liebe. Bei diesem Angebot erlauben wir der Weisheit der Liebe selbst, durch und zu der Person zu sprechen. Weiterlesen

Lesedauer 5 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

am Donnerstag, 10. Juli 2025, steht der voll erleuchtete Mond in seinem gelblich, rötlichen Schein still und kraftvoll am Himmel und lädt uns alle zu einer stillen Stunde um 21 Uhr ein, ein jeder an seinem Platz. Gleichzeitig ist heute Gurupurnima. An diesem Tag wird die Kraft verherrlicht, die uns von der Dunkelheit ans Licht, von der Unwissenheit zur Weisheit und von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit führt.

Still zu werden ist eine Kunst, die eine Führung der geistigen Aufmerksamkeit voraussetzt und wir deshalb die 7 vorbereitenden Schritte gehen, um eine Freundschaft mit dem eigenen Geist zu schließen (dazu schau Dir alle Bewegungen Deines Geistes an, gib ihnen einen Titel und stell die Titel wie ein Buch in ein Bücherregal, dann pflege den inneren Dialog mit Deinem Geist, dass Du Dich zu einer anderen Zeit mit diesen Themen beschäftigen wirst). Nach etwa zwei bis drei Minuten führe Deine Aufmerksamkeit zu den Nasenflügeln und schau Dir die kühlere Ein- und die wärmere Ausatmung in den Nasenflügeln an.

Sobald Deine Atmung ruhig und gleichmäßig fließt, ohne Pause, ohne Geräusche und ohne jede Anstrengung, folge Deinem Atem in Deinen Körper hinein und sieh Dir die Ausdehnung der Einatmung in Deinen Körperräumen an und wie sie sich wieder zusammenziehen während der Ausatmung. Jetzt kultiviere dabei die Vorstellung von der Reinigung und Befreiung von allem, was Dich innerlich belastet und bedrückt während der Ausatmung und von der Ernährung und Erfrischung während der Einatmung.

Im fünften Schritt schau Dir nun dieses Wunder der Ein- und Ausatmung an, das Du in jedem Moment neu erhältst, für das Du nichts zu tun brauchst, von einer Kraft, die Dich so akzeptiert wie Du bist, mit all Deinen Stärken und Schwächen. Diese Grundlage für jede innere Entspannung etabliere ohne jede Anstrengung, danach entspanne Dich von der Krone des Kopfes bis zu den Zehen und von den Zehen bis zur Krone im Kopf.

Im siebten Schritt gehe in Deiner Vorstellung in den innersten Raum Deines Herzens , werde ganz still und beginne nun ein Beobachtungsabenteuer, dem Du Dich zunächst lesend annähern kannst, um es dann immer mehr innerlich erfahren zu können:

Die Stille ist nicht nichts!

Sie ist ein Raum von Klang erfüllt, aus dem die Welt entsteht: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war Gott und Gott war das Wort. Alles, was es auf der Erde gibt, ist aus diesem entstanden.“ (Johannes Evangelium)

Menschen, die ihr Leben der Meditation gewidmet haben, haben in dieser Stille diesen Klang hören gelernt und dabei angefangen, den Menschen in seinen tiefsten Tiefen verstehen zu lernen. Der eine Klang begann sich in viele aufzuteilen und ließ die feinen und groben Elemente entstehen, die wiederum Energiezentren zu bilden begannen.

So nahmen sie in der Kuhle im Hals das Element Raum wahr mit der Eigenschaft des Klanges und erkannten, dass es der reine Klang Gottes war. Dieser führte sie dann zu dem Element Luft mit den Eigenschaften Klang und Berührung und bildete das Herzzentrum. Den Wind, die Luft kannst Du fühlen. Niemand kann den Wind aufhalten, er ist reiner, emanzipierter Geist und wählt überall dorthin zu gehen, wohin es ihm gefällt.

Mit dieser Kraft der Freiheit erfüllt die Luft das Herzzentrum und bildet mit ihrer Klangkraft das Feuer mit den Eigenschaften Klang, Berührung und Form. Das Feuer kann man sehen. Es bildet das Bauchnabelzentrum. Die Erde kann vergiftet sein, das Wasser kann vergiftet sein, die Luft kann voll giftiger Gase sein aber das Feuer ist immer rein, immer reinigend und verbrennt alle Unreinheiten.

Mit dieser reinigenden Klangkraft bildet es das Wasser mit den Eigenschaften Klang, Berührung, Form und Geschmack. Das Wasser kannst Du schmecken. Das Wasser ist immer im Gleichgewicht, egal wie Du ein mit Wasser gefülltes Glas hältst, es ist immer im Gleichgewicht. Es bildet das Sexualzentrum. Das Wasser reinigt uns, wenn wir duschen und fließt unaufhörlich solange, bis es mit der Einheit des Ozeans verschmilzt.

Mit dieser Kraft bildet es die Erde mit den Eigenschaften Klang, Berührung, Form, Geschmack und Geruch. Die Erde kannst Du riechen. Sie gibt Dir Stabilität, trägt und schützt Dich und bildet das unterste Energiezentrum am Fuße der Wirbelsäule.

All dies entsteht aus dem einen reinen Klang Gottes, aus dem sich verschiedene natürliche Klangqualitäten entwickeln, die dann all diese Elemente und Kraftzentren bilden.

Diesen Klang Gottes nennt man in der Sanskritsprache Shabdha Brahman aus dem ein Bindhu, ein Konzentrations-Intensitätspunkt entsteht, der sich im feinstofflichen Körper des Klanges manifestiert. Man nennt ihn auch Nada und dieser Klang Nada wird durch die natürlichen Namen ausgedrückt, die man Matrikas nennt. Aus diesen entstehen Aksharas, die Buchstaben des Sanskrit Alphabetes. Sie bilden die Bija Mantren, die Saatklänge, die der Mensch dann aussprechen kann und stellen die engste Beziehung zu den natürlichen Namen, Klängen der Objekte dieser Welt dar.

Wir können die Bija Mantren wahrnehmen, hören und aussprechen und können ihre feinstoffliche Schwingung fühlen. Das sind die Schwingungen von Nada Shakti, der Klangkraft, Wenn wir so lauschend zwischen dem grobstofflichen und dem feinstofflichen Wort eine Verbindung schaffen, dann kreieren wir eine Brücke von Verständnis und wir begeben uns in das intuitive Wahrnehmen und Verständnis von der Entstehung der Schwingungen der Mantras, der heilenden Klänge und der Entstehung des Menschen und dieser Welt.

Jenseits der intellektuellen Definition gelangen wir zum Gefühl von der Schwingung. Nun beginnen wir mit diesem Gefühl den Klang des Mantras zu wiederholen und können erleben, wie uns dieser Klang durch seine immer feiner werdende Schwingung in die Stille zu führen beginnt, aus der heraus wir dann wieder ganz feine Empfindungen erfahren, die uns zu dem groben, lauten Klangausdrucks des Mantras führen.

Findet dieser Prozess durch regelmäßiges Üben statt, dann erleben wir die Guru-Kraft von innen heraus, die wir an dem heutigen Tag verehren. Unsere intuitive Wahrnehmungsfähigkeit lässt sie uns erleben.

Dieses großartige Erleben lässt mich vor dieser Kraft, die jeden Menschen segnet und beschenkt in Dankbarkeit verneigen.

Ich wünsche euch eine gesegnete stille Stunde und ein heiliges Lauschen in einem immerwährend stattfindenden Schöpfungsprozess.

In liebevoller Verbundenheit,

Wolfgang


Input von Wolfgang kannst Du über diese Online-Veranstaltungen auf unserem Agni Online Portal bekommen:

Lesedauer 2 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Menschen,

lasst uns am Montag, den 12. Mai von 21 bis 22 Uhr still werden und die wundersame Kraft des Frühlings bewundern, der uns einen Eindruck von der außergewöhnlichen Schönheit der Geistigen Welt schenken kann.

Wir können diese sich uns offenbarende Kraft nutzen, um unsere Mittlerrolle zwischen Himmel und Erde zu kontemplieren. Die Blütenpracht der Bäume ist wie eine stille Botschaft aus der Geistigen Welt, um die Erde und die darauf lebenden Menschen an ihre Existenz zu erinnern.

So werde still, entspanne Dich und visualisiere einen in Blüte stehenden Baum. Schau Dir genau die Formen und Farben an, die Du innerlich siehst. Dann beginne Dich auf nur eine einzige Blüte zu konzentrieren und stelle sie Dir in Deinem Herzen vor.

Sieh sie Dir genau an und studiere sie bis in das kleinste Detail. Dann stelle Dir die Kraft und die Schönheit dieser Blüte vor. Stell’ Dir vor, Du bist diese Kraft, diese Schönheit – nicht die Blüte selbst, sondern das, was sie zur Blüte macht. Stell’ Dir vor, wie Du nach einer langen kalten Winterzeit in Deinem Leben aufzublühen beginnst in all Deiner herrlichen Pracht. Verbinde in Deiner Vorstellung diese Kraft, die Du bist, mit dem zeitlosen Strom des Fließens Deiner Atmung in Deiner Wirbelsäule und beobachte dort, wie dieser eine Strom von Atmung, Prana, Bewusstsein, Kraft und Schönheit Deine Wirbelsäule erfüllt von der Krone im Kopf bis zum Ende der Wirbelsäule und wieder hinauf.

Sobald Du diese Vorstellung empfinden kannst, gehe in das Zentrum Deines Herzens, einen von Licht erfüllten Raum, und werde dort ganz still. Wenn Dein Geist wandern will, dann erlaube ihm, den Klang des Mantrams hervorzubringen und beginne, diesem Klang zu lauschen. Das mache solange, wie Du magst, und gehe dann so aus der Übung heraus, wie Du in sie hinein gegangen bist.

Ich wünsche Dir eine erholsame, stille Stunde

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

P.S.:


Input von Wolfgang kannst Du über diese Online-Veranstaltungen auf unserem Agni Online Portal bekommen:

Lesedauer 3 Minuten

Diesen Vollmondtext kannst Du dir auch vom Autor Wolfgang Bischoff persönlich vorlesen lassen:

[s3mm type=“audio“ s3bucket=“agni-magazin-audio-20201020″ s3region=“eu-central-1″ files=“2024-07 Vollmondtext Juli 2024.m4a“ titles=“Vollmondtext Juli 2024 von Wolfgang Bischoff“ /]

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

kühl leuchtet der Julivollmond durch die Wolken und lädt uns ein mit ihm still zu werden und uns auf das Wesentliche zu besinnen, das uns umgibt. Oft zeigt es sich uns in einem Lebensaugenblick, in dem wir es gar nicht erwartet haben. Vorstellungen, Erwartungen wie die Welt zu sein hat, Prinzipien und Regeln, nach denen wir uns zu verhalten versuchen, um eine Orientierung im Leben zu bekommen, nehmen uns die wache Aufmerksamkeit für das Einzigartige, Unvorhersehbare des Augenblickes. Doch manchmal, wenn es uns gelingt, uns freizumachen von Bewertungen, dann können wir die kreative Schönheit des Lebensaugenblickes wahrnehmen, den Vollmond in seinem ruhigen Strahlen, den Mitmenschen in seiner Einmaligkeit und Andersartigkeit. Voll Staunen werden wir ganz still–beginnen zu schauen und zu lauschen, so als würden wir mit unserem ganzen Wesen wahrzunehmen beginnen. Dann taucht das persönliche Mantra im Geist auf und unterstützt diesen sich entfaltenden Prozess. Sabine Greiner gab mir die Erlaubnis, folgenden Text zu veröffentlichen, den sie für ihr persönliches Mantram geschrieben hat:

Mein Mantra ist mir ein ständiger Begleiter geworden, dass wie von selbst aus den Tiefen meines Seins auftaucht, wenn ich einen guten Freund brauche:

Es
– spendet Trost, wenn ich traurig bin
– stärkt mir den Rücken wenn ich unsicher bin
– holt mich runter, wenn ich wütend bin
– baut mich auf, wenn ich unten bin
– gibt mir Mut, wenn ich ängstlich bin

Aber mein Mantra kann noch viel mehr:


Es
nimmt mich mit in die Tiefen meines Seins, wo die Glückseligkeit wohnt.
Dort gibt es keine Traurigkeit und keine Unsicherheit,
keine Wut und keine Angst.

Und ich kehre gestärkt zurück, getröstet, aufgebaut und mutig
in einen Alltag, der mir so leicht nichts mehr anhaben kann.

Heute ist Guru Purnima, der Tag im Jahr, an dem die Kraft verehrt und angebetet wird, die den Menschen von der Dunkelheit ans Licht, von der Unwissenheit zur Weisheit und von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit führt.

Diese Kraft, die sich durch den Klang des Mantrams ausdrückt und sich so dem Menschen zeigt, ist immer da und immer bereit, uns Menschen zu schützen und zu unterstützen. Sie zeigt sich uns in den Meistern der Himalayas, die ihr Leben der Meditation und Erforschung des Menschseins widmen und die dabei gewonnenen Erkenntnisse seit Jahrtausenden an die Menschheit weitergeben. An diesem Tag verneigen wir uns vor dieser Kraft in den Meistern in Ehrfurcht und Dankbarkeit. Begegnest Du einem solchen Meister und fragst ihn aus Dankbarkeit für alles, was er Dir gegeben hat, was Du für ihn tun kannst, dann antwortet er: „Setze Dich hin und meditiere, das ist für mich das größte Geschenk“. Dann, wenn Du meditierst, bist Du ihnen ganz nahe und in Deinem Herzen beginnt sich das Gefühl des Getrenntseins aufzulösen. Du fühlst Dich mit ihnen wie eins und Deine Meditation wird zu deinem Leben und Dein Leben zu einer einzigen Meditation.

Ich wünsche euch, liebe Freundinnen, eine solche Verschmelzung mit der Gurukraft an diesem besonderen Tage

in liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

 

Lesedauer < 1 Minute

Diesen Vollmondtext kannst Du dir auch vom Autor Wolfgang Bischoff persönlich vorlesen lassen:

[s3mm type=“audio“ s3bucket=“agni-magazin-audio-20201020″ s3region=“eu-central-1″ files=“2024-04 Vollmondtext April 2024.m4a“ titles=“Vollmondtext April 2024 (gelesen von Wolfgang Bischoff)“ /]

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

Am Mittwoch, den 24. April strahlt der Frühlingsvollmond am sternenklaren Himmel. Lasst uns von 21 bis 22 Uhr still werden und über die Essenz der Meditation kontemplieren.

Wenn Du nichts mehr kannst, weil Du vielleicht krank bist oder sonst wie vom Leben aufgesogen bist, wenn Dich das Mantra verlassen hat und Du Schwierigkeiten hast zu kontemplieren, wenn Dein Geist voller unruhiger Bewegungen ist und Du Dich gar nicht wohl fühlst, was bleibt Dir dann?

Mit jedem Atemzug kannst Du in die Tiefe Deines Bewusstseins absinken und Dich mit Deinem reinen Sein, Deiner Achtsamkeit, Deinem Gewahrsein, Deinem Bewusstsein verbinden. Das war immer da, ist immer da und wird immer da sein. Jetzt schaut es verwundert auf Deine Unruhe und Dein Unwohlsein. Wenn Du das erlebst, taucht ein Lächeln in Dir auf und Du bekommst einen schüchternen Eindruck von der ersten, inneren Umhüllung, die dein reines Sein umgibt – Freude, Friede und Glückseligkeit. Mit diesem inneren Bewusstsein kannst Du Dir dann alles in der Welt in Dir und um Dich herum betrachten und erlebst, dass Du Dich damit nicht identifizieren musst.

Ich wünsche euch allen eine besinnliche, friedliche, stille Stunde

in liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

 

 

Lesedauer 4 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Freunde,

am 1. August leuchtet der Vollmond am wolkenbedeckten Himmel und lädt uns ein, von 21 bis 22 Uhr still zu werden, durch die 7 Schritte zu gehen und dann vom Herzzentrum aus die Meditation des Zentrums des Bewusstseins zu beginnen. Ich werde diese Kontemplation von Swami Rama aussprechen und Du kannst sie Dir auf YouTube anhören, wenn Du möchtest.

Direkte Meditation auf das Zentrum des Bewusstseins

Sitze in deiner Meditationshaltung mit aufrechtem Kopf, Nacken und Oberkörper – lass deinen Körper ruhig, stabil und absolut still werden.

Wandere durch deinen Körper vom Kopf bis zu den Zehen und lass jede Muskelspannung los – lass jede Spannung los, die du finden kannst … lass jede Anspannung mit dem Atem abfließen … beobachte nun den Atem in Verbindung mit dem Heben und Senken des Zwerchfells … lass den  Atem ruhig, tief, langsam, sanft, gleichmäßig und ununterbrochen fließen …

Lass den Atem den ganzen Körper auf diese Weise durchströmen – vom Scheitel bis zu den Zehenspitzen, und von den Zehen bis zum höchsten Punkt des Kopfes …

Nehme nun das Energiefeld des Körpers wahr – spüre die Lebendigkeit des Körpers – dieses Feld ist das Tor zur inneren Präsenz – dieses Feld ist das Tor zur inneren Gegenwart ! – Werde eins mit ihm, verschmelze mit dieser Lebendigkeit, der Energie dieser Lebendigkeit …

Wenn dein Guru Mantra erscheint, lass es da sein, lass es kontinuierlich im Hintergrund pulsieren, während du dich entspannst und lass es dich in die Stille führen, in die reine Stille …

eine Stille, die absolut still ist,
eine Stille, die reine, bewusste Präsenz ist
eine Präsenz, die nur als Das…. beschrieben werden kann
als ob der gesamte unendliche innere Raum pulsiert und lebendig ist –
sich des unendlichen Raumes bewusst werden….
als ob der Raum in einem Raum des reinen Bewusstseins ist – reine bewusste Präsenz….
als ob dieser Raum den gesamten Inhalt des Raumes enthält und doch unberührt bleibt von seiner Präsenz… der gesamte innere Raum ist reines Bewusstsein, reine bewusste Präsenz, enthält den Inhalt des Verstandes und des Egos, des kleinen Selbst – und bleibt doch unberührt von ihm…
ein Nichts, ein Raum, eine Leere des reinen Bewusstseins – und doch ein Nichts, das etwas ist…
Leere, die Fülle ist – eine Fülle von unbegrenztem Potential…

Wiederhole innerlich die einleitenden Worte der Isha Upanishad:

Fülle im Einen, Fülle in den Vielen,
aus der Fülle des Einen fließt die Fülle des Vielen,
von der Fülle wurde die Fülle genommen –
und doch bleibt die volle Fülle.

Entdecke die Macht und Gegenwart des ewigen Jetzt! Diese Gegenwart erscheint manchen Menschen als ein sanftes, strahlendes, weißes oder goldenes Licht … Und wenn der Geist still genug ist, kann man ein kontinuierliches Flüstern hören – das Flüstern eines Strahls reinen Wissens und reiner Gewissheit aus der Geistigen Welt, aus der Quelle allen Seins – das ist die Stimme des Inneren Lehrers, der inneren Lehrerin – die sanfte Liebkosung eines ununterbrochen fließenden Stroms der Glückseligkeit.

Das ist der innere Geliebte … Liebe flüstert … manche nehmen auch ein subtiles Hintergrundgeräusch im rechten Ohr wahr – manche werden von Klängen und manche von Licht begleitet … es kann sein, dass stille Gedanken, Bilder oder Gefühle weiterhin im inneren Raum des Geistes auftauchen – lass sie los und treibe weg wie Wolken am Himmel …

Die Präsenz, das Gewahrsein, die Leerheit wird zum Vordergrund, Gedanken werden zu einem entfernten Geräusch im Hintergrund, so dass sie das gegenwärtige Sein nicht mehr stören.

Sollte sich auch nur ein Hauch von Aufregung oder Ablenkung in diese stille Leere mischen, lass dein Guru Mantra erklingen – und kehre von dort aus in die Stille zurück.

Bewege dich innerlich hin und her zwischen dem Pulsieren deines Mantras und der Stille, bis die Präsenz der Stille stabil ist … erhebe dich in DAS, in absolute Stille, in absolutes Gewahrsein – ruhe in Frieden, in totalem Frieden, in Frieden jenseits von allem …

Stille – Gewahrsein – Präsenz – Frieden … reines Sein.

Nun werde Dir bewusst wie Du alles hervorbringst als Subjekt. Und erkenne nun dein Mantra als Objekt der Konzentration, das Du als Subjekt benutzt.

Bring es sanft und langsam zurück an die Oberfläche deines Geistes. Verbinde es mit dem Atem – Atem und Mantra fließen zusammen, wie aus einer gemeinsamen Tiefe, fließen zu den Nasenlöchern, ein und aus … Versuche, die Stille und das Mantra aufrechtzuerhalten …

Während Du nun die Hände zu Schalen formst und sanft Deine Augen damit bedeckst – bleib innerlich sanft und friedlich – öffne die  Augen in die Dunkelheit der Hände, ziehe die Hände langsam weg und beginne, den Körper zu bewegen und ihn in eine bequeme Haltung zu bringen.

Und so übe vom Objekt der Konzentration zu dem Subjekt, das sich auf das Mantra konzentriert und von dort in das reine wache Wahrnehmen des reinen Seins zu gelangen. Objekt und Subjekt lösen sich auf im reinen Sein.

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

Lesedauer 9 Minuten

Von Swami Rama

Wir wollen einen Zustand des Glücks erreichen, der frei von allen Schmerzen und Leiden ist. Dennoch leben wir ständig mit Ängsten, Sorgen, Belastungen und Kämpfen. Warum? Weil wir nicht im Hier und Jetzt leben, weil wir nicht voll präsent und bewusst sind. Unsere inneren und äußeren Konflikte hindern uns daran, mit den Situationen, die vor uns liegen, umzugehen und in Harmonie mit den Menschen zu leben, die uns nahestehen. Diese Konflikte halten uns davon ab, die Aufgaben zu erfüllen, die wir uns selbst gestellt haben. Weiterlesen

Lesedauer 7 Minuten

Von Swami Rama

In jeder Gesellschaft werden den Menschen die Fähigkeiten beigebracht, die sie brauchen, um in ihrer Kultur zu überleben und zu funktionieren: wie man spricht, denkt, arbeitet und die Objekte und Erfahrungen der äußeren Welt erforscht. Wir lernen Wissenschaften wie Biologie, Ökologie und Chemie, um die Welt, in der wir leben, zu verstehen, doch wir werden nicht gelehrt, unsere eigenen inneren Dimensionen zu verstehen oder zu beachten. Wir lernen, uns die Ziele, Moden und Werte unserer Gesellschaft anzueignen, ohne uns vorher selbst zu kennen. Das macht uns unwissend über uns selbst und abhängig von den Ratschlägen und Vorschlägen anderer. Weiterlesen

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