Stille

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Lesedauer 2 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

der Herbstvollmond erscheint wie in einem Nebel am Himmel und erinnert uns an die Möglichkeit, am 26. Oktober 2026 für eine Stunde von 21-22 Uhr still zu werden und nach Innen zu schauen, um das Leben zu kontemplieren und an all die Menschen zu denken und für sie zu beten, die Unterstützung und Hilfe brauchen.

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Die Frage, die häufig gestellt wird ist:  Wie kann ich für einen anderen Menschen beten?

Oft stellen wir uns unter einem Gebet viele Worte vor und viele Bitten für dies und das. Ein Meditierender betet in der Stille. Swami Rama sagte immer: Das Gebet ist ein intensives Gefühl. Selbst jemand, der nicht an Gott glaubt, kann für jemand anderen beten. Aber, wir brauchen dazu einen klaren, sattvischen, selbstlosen Geist. Die 7 Schritte zur Vorbereitung auf die Meditation sind dazu eine wunderbare Hilfe. Wenn Du nach dem 7. Schritt eine Atemachtsamkeit entwickelt hast und in Deinem Herzen die innere Haltung der Hingabe an die Kräfte der Geistigen Welt mit den Worten:

„Dein Wille geschehe nicht meiner“

gebildet hast, und Dein Geist ruhig und still pulsiert, dann visualisiere die Person, für die Du betest. Visualisiere diese Person in dem Zustand, den Du für sie wünschst und um den Du bittest. Lass daraus ein intensives Gefühl entstehen, das sich mit der Atemachtsamkeit verbindet. Sobald das eingetreten ist, bringe die Aufmerksamkeit Deines Geistes in das Herzzentrum zwischen den beiden Brüsten. Stell Dir dort eine wunderbare Höhle vor, in der Du Dich niederlässt. Visualisiere in Deinem Herzen nun die Person für die Du betest, in dem Zustand für den Du betest. Wieder lass ein intensives Gefühl entstehen und lenke Deine Achtsamkeit von der Atembeobachtung zu dem intensiven Gefühl und dem Bild der Person. Immer wieder und wieder, solange, wie Du magst.

Das Geheimnis eines erfolgreichen Gebetes ist einmal das intensive Gefühl und die Hingabe aller Früchte Deines Betens an die Geistige Welt. Lerne zu akzeptieren, was ist und bete für das, was sein könnte, ohne auf die Früchte Deines Handelns zu schauen.

Lass dieses Gefühl zu der inneren Hingabe an die Geistige Welt werden, die Du um das Wohlergehen der Person, für die Du betest, bittest.

Wiederhole das solange, bis Dein Gebet erhört worden ist und es der Person besser geht.

Ich wünsche euch eine erbauliche stille Stunde. Möget ihr alle die Kunst des Betens für Andere erlernen und kultivieren.

 

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

 

Einladung der Engel zur Meditation

Im Namen allen Lebens verströmen wir Licht und Liebe.

Im Namen der Wahrheit repräsentieren wir die Gerechtigkeit.

Im Namen der Nächstenliebe lehren wir zu verzeihen.

Im Namen der Freude schenken wir Leichtigkeit.

Im Namen der Selbstachtung schenken wir Vertrauen.

Im Namen aller Wesen schenken wir unseren Segen.

 

Hinweis: Der Termin der Vollmond-Meditation richtet nach dem kalendarischen Vollmond. Für Erklärungen und Detaildaten zur Festlegung der jeweiligen Termine siehe agni-online.de/vollmondmeditation – inklusive aller Daten für die kommenden Vollmondmeditationen dieses Jahr.

Lesedauer 3 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

Am 25. September 2026 erstrahlt der Herbstvollmond am azurblauen Himmel (Hinweis zum Termin siehe ganz unten). Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und die bereits erwähnten Gedanken über das Mantra sowie die Gedanken über einen kristallklaren Geist kontemplieren:

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Ein kristallklarer Geist

Unsere Tradition lehrt, dass der menschliche Geist wie ein klarer Kristall ist, der der Geistigen Welt das Irdische spiegelt und dem Irdischen die Geistige Welt. Mit der einzigen Fähigkeit, die der Mensch hat, um in die Unabhängigkeit und Freiheit zu gelangen, der Unterscheidungsfähigkeit, (alle anderen Sinnesfähigkeiten binden ihn an die Welt), kann der Mensch lernen, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden. Die Identifikationen, die den klaren Kristall des Geistes wie gefärbt erscheinen lassen, beginnen sich zu lösen und eine Entfärbung des Kristalls tritt ein, die im Sanskrit vairagia genannt wird. Der Geist wird in seiner wahren Natur als klar und unberührt von den Lebensereignissen und als Instrument erkannt. Das Bewusstsein erlebt sich als Stille, beobachtend und sehend, in voller Kontrolle der Bewegungen des Geistes. Dann ruht das Sehende in seiner wahren Natur. So sagt es das Yoga Sutra. Wenn das nicht der Fall ist, leben wir in ständig wechselnden Identifikationen mit den Bewegungen unseres Geistes.

Das verdeutlicht die folgende Geschichte :

Ein König sucht in einem wunderbaren Land nach einem Nachfolger. Es melden sich viele Personen und fünf davon qualifizieren sich. Der König gibt den Fünfen eine Aufgabe, indem er jedem einen Saatkorn gibt. Diesen sollen sie einpflanzen, wässern und düngen und das Ergebnis nach einem halben Jahr zeigen.

Nach einem halben Jahr kommen alle fünf mit ihrem Töpfen zum Königshof. Vier von ihnen haben die herrlichsten bunten Blumen mitgebracht, die ihre ganze Pracht aus dem Topf heraus entfalten. Der Fünfte jedoch bringt einen Topf voller Erde mit und sonst nichts. Er sieht beschämt aus und stellt sich etwas Abseits. Der König ruft jeden einzeln zu sich und fragt, was er gemacht habe. jeder antwortet, dass er das Saatkorn gepflanzt habe, gewässert habe und gedüngt habe. Der König nickt zufrieden, schaut sich die wunderschönen, bunten Blumen an und ruft den Fünften herein. Auch ihn fragt er, was er getan habe. Der Fünfte antwortet beschämt, dass er das Saatkorn gepflanzt, gewässert, gedüngt habe und nichts sei geschehen. Er habe sich überlegt, überhaupt zu kommen, habe sich dann aber die Abmachung gehalten, sein Ergebnis zu zeigen.

Der König nickte zufrieden und schickte ihn wieder hinaus mit der Bemerkung, dass er gleich seine Entscheidung mitteilen würde. Es dauert eine Weile, dann geht die Tür auf und der König erscheint vor den Fünfen. Er zeigt auf den Fünften ohne Ergebnis und sagt: 

„Dich habe ich gewählt. Komm mit mir.“

Im Königssaal erklärt der König den Fünften zu seinem Nachfolger und dieser zeigt große Verwunderung und fragt: „Aber König! Ich habe nichts hervorgebracht. Wie kannst Du mich wählen?“

Der König antwortet: „Ja, Du hast Mut bewiesen zu Dir selbst zu stehen und auch ohne Ergebnis zu kommen. Du trittst hier authentisch auf, demütig und bescheiden. das sind alles Qualitäten eines Königs. Aber etwas, das weißt Du nicht! Ich habe Euch allen ein totes Saatkorn gegeben!„

Durch Meditation können wir lernen, einen kristallklaren Geist zu bekommen, der den Mut zuläßt, zu uns selbst zu stehen, so wie wir sind und nicht zu versuchen, den Vorstellungen anderer zu genügen.

Ich wünsche euch eine ruhige und erkenntnisreiche, stille Stunde

In liebevoller Verbundenheit euer

Wolfgang

 

Hinweis: Der Termin der Vollmond-Meditation richtet sich nach dem vedischen Mond-Kalender. Für Erklärungen und Detaildaten zur Festlegung der jeweiligen Termine siehe agni-online.de/vollmondmeditation – inklusive aller Daten für die kommenden Vollmondmeditationen dieses Jahr.

Für den September-Vollmond gilt hier speziell: Vollmond-Zeitraum (Purnama Tithi) nach vedischem Kalender für Deutschland mit Referenzort  beginnt: 25.09. – 19:36 h und endet: 26.09. – 18:48 h.

Lesedauer 2 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

am Samstag, den 30. Mai ist wieder Vollmond (siehe zum energetischen Vollmond nach vedischem Lunisolarkalender die Seite auf Agni Online). Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und über die Bedeutung des Mantras kontemplieren.

In den Yoga Sutras steht, dass es eine ganz einfache Methode gibt: Pflege die Anwesenheit Gottes oder der göttlichen Mutter in jedem Lebensaugenblick!

Wie können wir das machen?
Durch die Einweihung in das persönliche Mantra bist Du mit der Geistigen Welt verbunden worden. Das Mantra repräsentiert das Göttliche in Dir. Es ist eine bestimmte Frequenz der Göttin selbst, verdichtet zu Klang. Wir beten nicht zur Göttin, sondern wir schwingen als sie. Die Mantren sind darauf angelegt, den logischen „Torwächter“ des Gehirns zu umgehen und direkt auf das Nervensystem einzuwirken, um Deine Realität von innen heraus neu zu ordnen. Die Einweihung ist wie das Legen eines echten Saatkorns in einen liebevoll vorbereiteten Boden, das dann in seiner eigenen Geschwindigkeit aufgehen kann. Ein selbstgewähltes Mantra wäre das Legen eines Fotos von einem Saatkorn in den Boden.

Die Anwesenheit der Göttin in uns zu praktizieren mit Hilfe des Mantras schenkt uns die Möglichkeit – Jedem Lebensaugenblick Würde zu verleihen – das ist die Essenz des Yoga!

Das Auswendiglernen und tägliche Singen der Isavasiopanishad und das Schwingen im Klang des eigenen Mantras ist eine sichere Art, den eigenen Geist zu reinigen und in einen Zustand zu bringen, in dem es Dir immer gut geht.

In diesem Sinne lasst uns die stille Stunde nutzen, um die Anwesenheit des Göttlichen in uns zu erleben.

Ich grüße euch in liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

 

Lesedauer 3 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

der erste Vollmond im Jahr 2026 erstrahlt am Winterhimmel am Samstag, den 3. Januar. Ich lade euch alle ein, von 21 bis 22 Uhr still zu werden und wach zu erleben, dass du reines Sein bist, ohne ein Adjektiv, ohne eine Identität, ohne alles, nur reines Sein, und so kannst du zu dir selber sagen: Ich bin!

Wenn alles von uns abfällt, was wir uns in diesem Leben vorgestellt haben, was wir gelernt haben, was bleibt dann übrig?

Zwei ganz außergewöhnliche Menschen haben ihr Leben dieser Frage gewidmet und sind zu sehr provokierenden Erkenntnissen gelangt.

  1. Frau Dr. Elisabeth Kübler-Ross, 78 Jahre, 2004 gestorben, Naturwissenschaftlerin, Begründerin der Sterbeforschung, das Nachrichtenmagazin TIME zählte sie 1999 zu den „100 größten Wissenschaftlern und Denkern“ des 20. Jahrhunderts.
  2. Hans Peter Dürr, 80 Jahre, Physiker mit dem Forschungsthema der Astrophysik, Alternativer Nobelpreisträger und Gründer des „Global Challenges Networks“, haben nach einem langen, intensiven, aufrichtigen Forscherleben Aussagen über das Leben gemacht, die uns sehr nachdenklich machen sollten.

Frau Dr. Kübler-Ross hat ihr ganzes Leben den sterbenden Menschen, vor allem den Kindern, gewidmet, um mehr über den Sterbevorgang und das Leben danach zu lernen. Sie hat wesentliche Erkenntnisse über die Phasen des Sterbeprozesses gewonnen, kommt am Ende ihres Lebens jedoch zu der tiefen Erkenntnis, dass es nicht ihr Schicksalauftrag war, der Menschheit etwas über den Sterbeprozess zu berichten, sondern dass es ihre Bestimmung war, den Menschen mitzuteilen, dass es gar keinen Tod gibt. Gerade ihr klarer, kompromissloser, naturwissenschaftlicher Blick hat ihr das Leben und das Lebendige sehen gelehrt in der scheinbaren unbelebten Materie. Sie hatte gelernt, sich mit dem Wesentlichen im Menschen zu verbinden und konnte diesem nach dem Tod des Körpers folgen in eine uns unbekannte Welt, die ihr im Laufe ihres Lebens immer vertrauter wurde. Aus diesen konkreten Erfahrungen heraus kam sie zu der Erkenntnis, dass es gar keinen Tod gibt. Da Frau Kübler-Ross eine der größten Wissenschaftlerinnen des 20. Jahrhunderts war, lohnt es sich, diese Aussage zu kontemplieren.

Hans Peter Dürr widmete sich als Atomphysiker und herausragender Naturwissenschaftler der Erforschung der Materie. Sein Leben lang zerteilte er Materie so oft, um die kleinsten Teile der Materie entdecken zu können. Seine Erkenntnis seines lebenslangen Forschens ist: „Es gibt keine Materie!“ Er schildert, dass er bei seiner Suche nach den kleinsten Materieteilchen immer nur auf das Leben und das reine Bewusstsein stieß, aus dem sich Materie dann zu bilden beginnt. Als Alternativer Nobelpreisträger ist er ernst zu nehmen und auch seine Aussage lohnt sich zu kontemplieren.

Kontemplieren bedeutet, diese Aussagen immer wieder gedanklich durch den Geist ziehen zu lassen mit der Frage, was damit gemeint sein kann, wie ich das verstehen kann, ohne innerlich zu argumentieren, solange, bis eine Antwort von innen her aufzusteigen beginnt. Das ist eine hohe Kunst des Menschseins, die man nur in der Stille erwerben kann: ICH BIN!

Ich wünsche euch eine solch konstruktive Stille im Schweigen verbunden mit allen Seelen, die zur gleichen Zeit in das universale Geistfeld der Kontemplation und Meditation eintauchen.

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang


Input von Wolfgang kannst Du über diese Online-Veranstaltungen auf unserem Agni Online Portal bekommen:

 

Lesedauer 2 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

Der Sommer geht seinem Ende entgegen und es wird Zeit an das Ernten der gereiften Saatkörner zu denken, die wir alle in den vergangenen Monaten gesät haben. Die stille Stunde in der Nacht des nächsten Vollmondes um 21 Uhr am 9. August 2025 ist eine solche Zeit des Erntens. In ihr kannst Du Dich selber kennen lernen so, wie es die folgende Begebenheit beschreibt:

Zu einem Einsiedler kamen eines Tages Menschen. Sie fragten ihn:

„Welchen Sinn siehst du in einem Leben der Stille?“

Er war gerade mit dem Schöpfen von Wasser aus einer tiefen Zisterne beschäftigt.

„Schaut in die Zisterne, was seht ihr?“ fragte er die Besucher: „Wir sehen nichts.“

Nach einer Weile forderte der Einsiedler sie wieder auf: „Schaut in die Zisterne, was seht ihr?“ Sie blickten hinunter und sagten: „Jetzt sehen wir uns selbst.“

Der Einsiedler sprach: „Als ich vorhin Wasser schöpfte, war das Wasser unruhig, und ihr konntet nichts sehen. Jetzt ist das Wasser ruhig, und ihr erkennt euch selbst. Das ist die Erfahrung der Stille.“

Erst, wenn wir Nichthandeln in unserem Handeln erkennen und Handeln im Nichthandeln, dann beginnen wir eine Ahnung von den in uns schlummernden Schätzen und Fähigkeiten zu bekommen.

Ich wünsche euch eine besinnliche Stunde und grüße euch in liebevoller Verbundenheit.

Wolfgang


Input von Wolfgang kannst Du über diese Online-Veranstaltungen auf unserem Agni Online Portal bekommen:

Lesedauer 5 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

am Donnerstag, 10. Juli 2025, steht der voll erleuchtete Mond in seinem gelblich, rötlichen Schein still und kraftvoll am Himmel und lädt uns alle zu einer stillen Stunde um 21 Uhr ein, ein jeder an seinem Platz. Gleichzeitig ist heute Gurupurnima. An diesem Tag wird die Kraft verherrlicht, die uns von der Dunkelheit ans Licht, von der Unwissenheit zur Weisheit und von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit führt.

Still zu werden ist eine Kunst, die eine Führung der geistigen Aufmerksamkeit voraussetzt und wir deshalb die 7 vorbereitenden Schritte gehen, um eine Freundschaft mit dem eigenen Geist zu schließen (dazu schau Dir alle Bewegungen Deines Geistes an, gib ihnen einen Titel und stell die Titel wie ein Buch in ein Bücherregal, dann pflege den inneren Dialog mit Deinem Geist, dass Du Dich zu einer anderen Zeit mit diesen Themen beschäftigen wirst). Nach etwa zwei bis drei Minuten führe Deine Aufmerksamkeit zu den Nasenflügeln und schau Dir die kühlere Ein- und die wärmere Ausatmung in den Nasenflügeln an.

Sobald Deine Atmung ruhig und gleichmäßig fließt, ohne Pause, ohne Geräusche und ohne jede Anstrengung, folge Deinem Atem in Deinen Körper hinein und sieh Dir die Ausdehnung der Einatmung in Deinen Körperräumen an und wie sie sich wieder zusammenziehen während der Ausatmung. Jetzt kultiviere dabei die Vorstellung von der Reinigung und Befreiung von allem, was Dich innerlich belastet und bedrückt während der Ausatmung und von der Ernährung und Erfrischung während der Einatmung.

Im fünften Schritt schau Dir nun dieses Wunder der Ein- und Ausatmung an, das Du in jedem Moment neu erhältst, für das Du nichts zu tun brauchst, von einer Kraft, die Dich so akzeptiert wie Du bist, mit all Deinen Stärken und Schwächen. Diese Grundlage für jede innere Entspannung etabliere ohne jede Anstrengung, danach entspanne Dich von der Krone des Kopfes bis zu den Zehen und von den Zehen bis zur Krone im Kopf.

Im siebten Schritt gehe in Deiner Vorstellung in den innersten Raum Deines Herzens , werde ganz still und beginne nun ein Beobachtungsabenteuer, dem Du Dich zunächst lesend annähern kannst, um es dann immer mehr innerlich erfahren zu können:

Die Stille ist nicht nichts!

Sie ist ein Raum von Klang erfüllt, aus dem die Welt entsteht: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war Gott und Gott war das Wort. Alles, was es auf der Erde gibt, ist aus diesem entstanden.“ (Johannes Evangelium)

Menschen, die ihr Leben der Meditation gewidmet haben, haben in dieser Stille diesen Klang hören gelernt und dabei angefangen, den Menschen in seinen tiefsten Tiefen verstehen zu lernen. Der eine Klang begann sich in viele aufzuteilen und ließ die feinen und groben Elemente entstehen, die wiederum Energiezentren zu bilden begannen.

So nahmen sie in der Kuhle im Hals das Element Raum wahr mit der Eigenschaft des Klanges und erkannten, dass es der reine Klang Gottes war. Dieser führte sie dann zu dem Element Luft mit den Eigenschaften Klang und Berührung und bildete das Herzzentrum. Den Wind, die Luft kannst Du fühlen. Niemand kann den Wind aufhalten, er ist reiner, emanzipierter Geist und wählt überall dorthin zu gehen, wohin es ihm gefällt.

Mit dieser Kraft der Freiheit erfüllt die Luft das Herzzentrum und bildet mit ihrer Klangkraft das Feuer mit den Eigenschaften Klang, Berührung und Form. Das Feuer kann man sehen. Es bildet das Bauchnabelzentrum. Die Erde kann vergiftet sein, das Wasser kann vergiftet sein, die Luft kann voll giftiger Gase sein aber das Feuer ist immer rein, immer reinigend und verbrennt alle Unreinheiten.

Mit dieser reinigenden Klangkraft bildet es das Wasser mit den Eigenschaften Klang, Berührung, Form und Geschmack. Das Wasser kannst Du schmecken. Das Wasser ist immer im Gleichgewicht, egal wie Du ein mit Wasser gefülltes Glas hältst, es ist immer im Gleichgewicht. Es bildet das Sexualzentrum. Das Wasser reinigt uns, wenn wir duschen und fließt unaufhörlich solange, bis es mit der Einheit des Ozeans verschmilzt.

Mit dieser Kraft bildet es die Erde mit den Eigenschaften Klang, Berührung, Form, Geschmack und Geruch. Die Erde kannst Du riechen. Sie gibt Dir Stabilität, trägt und schützt Dich und bildet das unterste Energiezentrum am Fuße der Wirbelsäule.

All dies entsteht aus dem einen reinen Klang Gottes, aus dem sich verschiedene natürliche Klangqualitäten entwickeln, die dann all diese Elemente und Kraftzentren bilden.

Diesen Klang Gottes nennt man in der Sanskritsprache Shabdha Brahman aus dem ein Bindhu, ein Konzentrations-Intensitätspunkt entsteht, der sich im feinstofflichen Körper des Klanges manifestiert. Man nennt ihn auch Nada und dieser Klang Nada wird durch die natürlichen Namen ausgedrückt, die man Matrikas nennt. Aus diesen entstehen Aksharas, die Buchstaben des Sanskrit Alphabetes. Sie bilden die Bija Mantren, die Saatklänge, die der Mensch dann aussprechen kann und stellen die engste Beziehung zu den natürlichen Namen, Klängen der Objekte dieser Welt dar.

Wir können die Bija Mantren wahrnehmen, hören und aussprechen und können ihre feinstoffliche Schwingung fühlen. Das sind die Schwingungen von Nada Shakti, der Klangkraft, Wenn wir so lauschend zwischen dem grobstofflichen und dem feinstofflichen Wort eine Verbindung schaffen, dann kreieren wir eine Brücke von Verständnis und wir begeben uns in das intuitive Wahrnehmen und Verständnis von der Entstehung der Schwingungen der Mantras, der heilenden Klänge und der Entstehung des Menschen und dieser Welt.

Jenseits der intellektuellen Definition gelangen wir zum Gefühl von der Schwingung. Nun beginnen wir mit diesem Gefühl den Klang des Mantras zu wiederholen und können erleben, wie uns dieser Klang durch seine immer feiner werdende Schwingung in die Stille zu führen beginnt, aus der heraus wir dann wieder ganz feine Empfindungen erfahren, die uns zu dem groben, lauten Klangausdrucks des Mantras führen.

Findet dieser Prozess durch regelmäßiges Üben statt, dann erleben wir die Guru-Kraft von innen heraus, die wir an dem heutigen Tag verehren. Unsere intuitive Wahrnehmungsfähigkeit lässt sie uns erleben.

Dieses großartige Erleben lässt mich vor dieser Kraft, die jeden Menschen segnet und beschenkt in Dankbarkeit verneigen.

Ich wünsche euch eine gesegnete stille Stunde und ein heiliges Lauschen in einem immerwährend stattfindenden Schöpfungsprozess.

In liebevoller Verbundenheit,

Wolfgang


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Lesedauer 2 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Menschen,

lasst uns am Montag, den 12. Mai von 21 bis 22 Uhr still werden und die wundersame Kraft des Frühlings bewundern, der uns einen Eindruck von der außergewöhnlichen Schönheit der Geistigen Welt schenken kann.

Wir können diese sich uns offenbarende Kraft nutzen, um unsere Mittlerrolle zwischen Himmel und Erde zu kontemplieren. Die Blütenpracht der Bäume ist wie eine stille Botschaft aus der Geistigen Welt, um die Erde und die darauf lebenden Menschen an ihre Existenz zu erinnern.

So werde still, entspanne Dich und visualisiere einen in Blüte stehenden Baum. Schau Dir genau die Formen und Farben an, die Du innerlich siehst. Dann beginne Dich auf nur eine einzige Blüte zu konzentrieren und stelle sie Dir in Deinem Herzen vor.

Sieh sie Dir genau an und studiere sie bis in das kleinste Detail. Dann stelle Dir die Kraft und die Schönheit dieser Blüte vor. Stell’ Dir vor, Du bist diese Kraft, diese Schönheit – nicht die Blüte selbst, sondern das, was sie zur Blüte macht. Stell’ Dir vor, wie Du nach einer langen kalten Winterzeit in Deinem Leben aufzublühen beginnst in all Deiner herrlichen Pracht. Verbinde in Deiner Vorstellung diese Kraft, die Du bist, mit dem zeitlosen Strom des Fließens Deiner Atmung in Deiner Wirbelsäule und beobachte dort, wie dieser eine Strom von Atmung, Prana, Bewusstsein, Kraft und Schönheit Deine Wirbelsäule erfüllt von der Krone im Kopf bis zum Ende der Wirbelsäule und wieder hinauf.

Sobald Du diese Vorstellung empfinden kannst, gehe in das Zentrum Deines Herzens, einen von Licht erfüllten Raum, und werde dort ganz still. Wenn Dein Geist wandern will, dann erlaube ihm, den Klang des Mantrams hervorzubringen und beginne, diesem Klang zu lauschen. Das mache solange, wie Du magst, und gehe dann so aus der Übung heraus, wie Du in sie hinein gegangen bist.

Ich wünsche Dir eine erholsame, stille Stunde

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

P.S.:


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Lesedauer 3 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

am Freitag, den 14. März 2025 erstrahlt der Frühlingsvollmond am azurblauen Himmel. Lasst uns alle von 21 bis 22 Uhr still werden und uns auf das kommende Osterereignis vorbereiten.

Es ist das Fest, das den Sieg über den Tod zelebriert. In dieser Vorbereitungszeit ist es zur Gewohnheit geworden, eine Tapas Übung zu wählen und sie bis Ostern auszuüben. Ich möchte euch dafür eine Anregung geben:

Wie wäre es, wir alle werden bis Ostern üben, mehr zuzuhören und nichts mehr zu bewerten. Dazu kannst Du erst einmal üben, zu erkennen wann Du und wie Du immer bewertest, was andere Menschen tun oder sagen, oder was Du selbst tust oder sagst. Dabei kann Dir ein spiritueller Freundeskreis helfen, den Du mit Deinen Freunden und Bekannten aufbauen kannst. In diesem Freundeskreis zuhören zu üben, ohne zu bewerten, und Dialoge vom Herzen aus führen zu lernen, ist eine hohe Kunst.

Ich möchte ein paar Anregungen geben, wie man einen solchen spirituellen Freundeskreis gestalten kann. Versammle Familienmitglieder oder Freunde um Dich, setzt euch in einem Kreis zusammen und werdet für ein paar Minuten still.

In der ersten Minute könnt ihr eine Geistreinigung machen, indem ihr eurem Geist erlaubt, alles hervorzubringen, was ihn beschäftigt. Du stellst Dir vor, Du trittst etwas zurück und schaust Dir die Bewegungen des Geistes wie einen Film an. Dann gibst Du den Geistbewegungen einen Titel und stellst diese Titel wie Bücher in ein Bücherregal. In einem inneren Dialog sprichst Du zu Deinem Geist, dass Du Dich zu einer anderen Zeit mit diesen Themen beschäftigen wirst.

In der nächsten Minute konzentrieren sich alle auf die kühlere Ein- und die wärmere Ausatmung in den Nasenflügeln. Dadurch wird ein einheitliches Konzentrationsfeld hergestellt.

Dann erklärst Du Deinen Freunden die Gesprächsregeln:

  1. Vergiss alle Themen, die für Dich wichtig sind.
  2. Ruhe mit Deiner Aufmerksamkeit in diesem Augenblick
    — die Achtsamkeit auf das Fließen der Atmung hilft Dir dabei.
  3. Sprich aus dem Schweigen heraus nur das Notwendigste.
  4. Sprich nur von Deinem Herzen aus.
  5. Vertraue, Ergebnisse werden sich zeigen.

Dann führe einen Gesprächsstab ein. Halte ihn in Deiner Hand und eröffne den Dialog unter Freunden, indem Du das Thema beschreibst und dann Deinen Beitrag aus Deinem Herzen vorträgst und so die Atmosphäre prägst. Dann legst Du den Gesprächsstab in die Mitte und der Prozess beginnt. Keine Bewertungen, keine Kommentare, keine Diskussionen. Nur lebendiger, authentischer Austausch.

Aus dieser spirituellen Gestaltung einer Begegnungssituation können wahre Wunder von Inspirationen entstehen.

In der Bibel steht:

„Wenn zwei in meinem Namen zusammen sind, dann bin ich unter ihnen.“

Die Kunst besteht nur darin, diese Präsenz der Geistigkeit zuzulassen und sich so empfangsbereit zu machen, dass wir auch deren Botschaft wahrnehmen können. Stell Dir einmal vor ein jeder von uns würde einen solchen kleinen Freundeskreis schaffen, wie groß da unsere nach Erkenntnis strebende Gemeinschaft werden könnte. Ich wünsche euch ein gutes Gelingen und eine erholsame Stille zur Vollmondmeditation.

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang


P.S.:


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Lesedauer 2 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

am Mittwoch, den 12. Februar 2025 steht der Vollmond wieder am dunklen Nachthimmel. Lasst uns von 21 bis 22 Uhr still werden und die Frage kontemplieren: „Was ist Yoga?“

In einer tiefen Meditation nahm ich eine wunderbare Definition wahr:

Yoga bedeutet, jedem Lebensaugenblick Würde zu verleihen!

Swami Veda schrieb folgendes über „Was ist Yoga“:

Yoga bedeutet, das Universum mit einem federleichten Atem zu wiegen.

Yoga ist die Stille der Seele, die jetzt empfangen wird.

Yoga ist der Bodhi-Baum.

Yoga ist Siddhartha, der neunundvierzig Tage und Nächte in absoluter Stille sitzt.

Yoga ist die Lichtung, auf der die Upanishad sich selbst rezitiert.

Yoga ist das heilige Feuer, dessen Flammen die vedischen Gesänge sind.

Yoga ist die Höhle, in der Zarathustra zehn Jahre lang schweigend mit dem Feuer spricht.

Yoga ist der brennende Dornbusch, in dem Moses in den geheimen Namen Namen „Ich bin“ eingeweiht wird.

Yoga ist das Joch des Wagens, auf dem Krishna sitzt, um Arjuna den Universalkörper des Selbst zu zeigen.

Yoga ist die Offenbarung des kosmischen Epos in einem Mikroblitz, der dann in einer Million Äonen rezitiert wird.

Yoga ist der Kristall der Intuition, in dem keine Farbe sondern nur Licht reflektiert.

Yoga ist wortloser Gesang, Tiefe, die Höhe ist, Atem, der nur dann am meisten atmet, wenn er innehält.

Yoga ist die sanfteste Kraft, der waffenlose Krieger, die Bewegung als Stille, das Fest des Fastens, der lautlose Schrei, der Fluss des Widerstandes, der gedankenlose Gedanke und der Geist, der aufgegeben und zurückgelassen wird.

Yoga ist die Mutter Gnade, die Unendlichkeit von Angesicht zu Angesicht, wo Felsen sich in unergründlichen, grenzenlosen Raum verwandeln.

Alles andere ist nur „Yoga“.

Yoga ist das, was einem das „Nichts“ schenkt.

Ein Yogazentrum ist ein Ort, an dem die Aspiranten nicht in vier Wänden sitzen, sondern ihren Meditationssitz in der weiten Herzhöhle des Gurus haben.

Möge deinem Selbst ein solcher Yoga gewährt werden, in dem unter deinem Meditationsschal eine Million Seelen mütterliches Asyl in wohltuender Einsamkeit und Heilung durch Stille finden.

Ich wünsche euch eine wohltuende, stille Stunde.

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang


P.S.:

Am jeweils letzten Freitag des Monats (außer Juli und Dezember) trifft sich mein Online-Jahreskurs zum „Inspiration- und Meditation-Abend“. Siehe die Kursseite auf Agni Online unter folgendem Link: Meditationsabende mit Wolfgang Bischoff


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Lesedauer 2 Minuten

Von Wolfgang Bischoff

Ihr Lieben,

am 13. Januar ist es wieder soweit. Der Januar-Vollmond steht am klaren, kalten Nachthimmel. Lasst uns gemeinsam von 21 bis 22 Uhr still werden und über das Phänomen des Selbststudiums kontemplieren, das immer wichtiger in dieser immer chaotischer werdenden Welt wird.

Es ist eine bedeutende Möglichkeit, das Unterscheidungsvermögen zu schärfen, das die einzige menschliche Fähigkeit ist, die uns in die Freiheit führen kann. Alle anderen Fähigkeiten binden uns an die Welt. Die Beseitigung des Unterscheidungsvermögens mit der Begründung der Erhaltung der Meinungsfreiheit in den Medien kann uns nur in ein verheerendes Chaos führen.

So lasst uns die bedeutenden Worte von Nelson Mandela kontemplieren, die er im Gefängnis geschrieben hat, bevor er der Präsident von Süd-Afrika wurde:

Die Zelle ist der ideale Ort, um sich selbst kennenzulernen, realistisch und regelmäßig die Entwicklung der eigenen Gedanken und Gefühle zu erforschen. Wenn wir unser Fortkommen als Individuen beurteilen, konzentrieren wir uns gern auf äußere Faktoren wie gesellschaftliche Stellung und Beliebtheit, Reichtum und Bildungsstand. Sie sind selbstverständlich wichtig, um den materiellen Erfolg zu messen, und es ist völlig verständlich, wenn viele Menschen sich anstrengen, um all das zu erreichen.

Aber innere Faktoren sind für die Beurteilung unserer Entwicklung als Menschen wohl noch entscheidender. Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Einfachheit, Bescheidenheit, echte Großzügigkeit, das Fehlen von Eitelkeit, die Bereitschaft, anderen zu dienen – Eigenschaften, die für jede Seele leicht zu erreichen sind -, bilden die Grundlage unseres geistigen Lebens. Eine Fortentwicklung in diesen Bereichen ist nur zu bewerkstelligen, wenn man ernsthafte Introspektion betreibt, sich selbst kennenlernt, seine Schwächen und Fehler. Zumindest gibt einem die Gefängniszelle die Gelegenheit, täglich sein gesamtes Verhalten zu prüfen, Schlechtes zu überwinden und zu entwickeln, was gut ist. Regelmäßige Meditation, sagen wir, 15 Minuten am Tag vor dem Zubettgehen, kann in dieser Hinsicht sehr fruchtbar sein.  Am Anfang fällt es vielleicht schwer, die negativen Bestandteile seines Lebens zu erkennen, doch der zehnte Versuch bringt womöglich reichen Lohn. Vergessen wir nie, dass ein Heiliger ein Sünder ist, der am Ball bleibt.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine kontemplative Auseinandersetzung mit den inneren Faktoren des wahren Menschseins. Das nennt man eine kreative Gestaltung von Swadyaya, dem Selbststudium.

In liebevoller Verbundenheit

Wolfgang


P.S.:

Am jeweils letzten Freitag des Monats (außer Juli und Dezember) trifft sich mein Online-Jahreskurs zum „Inspiration- und Meditation-Abend“. Siehe die Kursseite auf Agni Online unter folgendem Link: Meditationsabende mit Wolfgang Bischoff


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