Beiträge

Von Deborah Willoughby

Wir leben in einer gewalttätigen Welt. Kriege, Aufstände, Grenz­ver­letzungen, Meuterei, Attentate und schlichtweg Mord sind Teil des menschlichen Lebens. Es war schon immer schlimm, und es wird immer schlimmer. Nach Angaben der Peace Pledge Union hat es seit 1700 mehr als 480 Kriege gegeben, die mehr als 120 Millionen Todesopfer gefordert haben. Und fast alle dieser Menschen – 95 Prozent – wurden im zwanzigsten Jahrhundert getötet. Wie viele sind das? Die Schätzungen reichen von 115 bis 140 Millionen. Das ist natürlich eine enorme Spanne – 25 Millionen Menschenleben – aber seltsamerweise ist es in einer Zeit, in der es von Statistiken nur so wimmelt, unmöglich, genaue Zahlen über die Opferzahlen zu erhalten. Es gibt keine offizielle Stelle, die damit be­auftragt ist, die Opfer zu zählen, und die Fallstricke, die entstehen, wenn man sich auf die Angaben der Opfer verlässt, sind offensichtlich. Weiterlesen

Von Michael Nickel

Die Menschheit führt seit Tausenden von Jahren Krieg – ohne Unterlass. Im Jahr 2020, in dem wir uns in Deutschland kollektiv an der Corona-Pandemie gerieben haben und von Kriegen in den Medien kaum etwas zu hören war, tobte dennoch weltweit die Kriegs­maschinerie. Laut letzter Erhebung des Heidelberg Institute for International Conflict Research (HIIK, siehe Conflict Barometer 2020, Heidelberg Institute for International Conflict Research) bestanden 2020 insgesamt 359 größere Konflikte, von denen 220, also rund 60 Prozent gewaltsam ausgetragen wurden. Das HIIK stuft alle Konflikte auf einer Skala von 1 (Streitigkeit) bis 5 (Krieg) ein. Im Jahr 2020 wurde 21 Konflikte in Stufe 5 geführt – ausgewachsene Kriege – und 16 Konflikte in Stufe 4 – begrenzte Kriege. Weiterlesen