Beiträge

Von Pandit Rajmani Tigunait

Vorbemerkung: In den zehn Jahren, die seit dem ersten Erscheinen dieses Artikels (in Englisch) vergangen sind, haben Wut und Gewalt die Welt weiter erschüttert. In den Jahren 2021 und 2022 haben wir den wütenden Angriff auf das US-Kapitol im Zusammenhang mit den Wahlen erlebt, die weit verbreitete Wut, die in vielen Formen zum Ausdruck kam, ausgelöst durch die Anordnungen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie, und einen Krieg, der durch die Wut Russlands über die Annäherung der Ukraine an den Westen und den Widerstand gegen den russischen Einfluss ausgelöst wurde. Dies sind nur einige Beispiele von vielen. Dieser Artikel gibt Einblick in die Wurzeln von Wut und Gewalt und bietet eine spirituelle Lösung an.

Seit Jahrhunderten leben wir mit der Hoffnung, dass sich eines Tages die Wahrheit durchsetzen, das Mitgefühl triumphieren und die Liebe alles besiegen wird. Doch hat sich diese Hoffnung jemals erfüllt? Buddha wurde vergiftet, Christus wurde gekreuzigt, und Gandhi wurde erschossen. Und warum? Weil irgendjemand wütend war. Abraham Lincoln und Martin Luther King Jr. haben für ihren Idealismus mit ihrem Blut bezahlt. Was haben wir falsch gemacht? Für mich liegt die Antwort auf der Hand: Wir haben die Botschaft der Wut und die Maßnahmen, die sie erfordert, ignoriert. Weiterlesen

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Freunde,

wieder ist Vollmond am 30.8.2023 und wir vereinigen uns für eine Stunde weltweit mit lieben Seelen, die von 21-22 Uhr still werden und sich darauf besinnen, wer sie eigentlich sind. Wenn Du still wirst, dann beginnst Du nur Dich selbst zu sehen im Spiegel der Anderen oder im Spiegel der Stille. Immer klarer wird die Vorstellung von dem, was Du eigentlich nicht bist, und immer schemenhafter wird Dir deutlich wer und was Du eigentlich bist.

Ich möchte mit euch einen Text teilen, der auf sehr würdige Weise von einer Lerngruppe der 2. Studiengruppe „Zum Inneren Lehrer“ vorgetragen wurde :

Sprecher 1: Wer bist du?
Sprecher 2: Ich bin ein Mensch. Bin Körper, Atem, Geist – und Seele.

Sprecher 1: Wer bist du?
Sprecher 2: Ich bin ein Individuum mit Persönlichkeit.

Sprecher 1: Wer bist du?
Sprecher 2: Ich bin ein Konstrukt aus einzelnen Energiefeldern. (Bild enthüllen)

Sprecher 1: Wer bist du?
Sprecher 2: Ich bin vibrierende Energie, die sich permanent Sinne, Körper und Umgebung schafft.

Sprecher 1: Wer bist du?
Sprecher 2: Ich bin kraftvoller Geist.

Sprecher 1: Wer bist du?
Sprecher 2: Ich bin mein eigener innerer Heiler.
Sprecher 3: ( Klangschale)  Ein Gebet.

Unsere Körper sind Tempel des lebendigen Geistes. Sie sind geistige Substanz.
Alle unsere Körperteile sind in Harmonie mit dem lebendigen Geist in uns.
Das Leben dieses göttlichen Geistes durchströmt jedes Atom unseres Seins,
es belebt, kräftigt und erneuert jedes Teilchen unseres physischen Körpers.
Das existierende Bild der Vollkommenheit in unserem Innern ist jetzt wirksam
in jedem Organ, jeder Funktion, Aktion und Reaktion.
Unsere Körper sind von Gott erschaffen und erneuern sich ständig durch den Geist.
(Ernest Holmes)

Sprecher 1: Wer bist du?
Sprecher 2: Ich bin Geist in einem Meer von Prana.

Sprecher 1: Wer bist du?
Sprecher 2: Ich bin Geist, der auswählt, der sich Modelle von dieser Welt kreiert, Landkarten gleich.

Sprecher 1: Wer bist du?
Sprecher 2: Ich bin zugleich Mensch und Universum – ein Hologramm: jedes Teil von mir enthält die Informationen vom großen Ganzen.

Sprecher 1: Wer bist du?
Sprecher 2: Ich bin ein spirituelles Wesen. In meinem Innersten bin ich formloses reines Bewusstsein …  – Wer aber bist du?

Sprecher 1: Ich bin all das doch auch! Ebenso die  anderen hier im Raum.
Sprecher 2: Das heißt, wir sind – alle eins!
Sprecher 3: ( Klangschale)    Ein Gruß.

Namasté – ich grüße in dir den Ort, wo das Universum weilt.
Ich grüße in dir den Ort der Wahrheit,
des Lichtes, der Liebe und des Friedens.
Ich grüße in dir den Ort, wo,
wenn du dich an diesem Ort in dir befindest
und ich mich an jenem Ort in mir befinde,
es uns beide nur als einen gibt.

Sprecher 1: Wir sind also Teil derselben Lebenskraft. Und durch jede Inkarnation kehren wir wieder zu unserem Ursprung zurück. Warum eigentlich gehen wir erst fort?
Sprecher 2: Wir gehen gar nicht weg, sondern wir sind immer dort. Wir sind die  Medaille mit zwei Seiten – Quelle und Ziel sind immer in uns. Wir ruhen permanent im Göttlichen und sind doch in der Dualität. Nichts ist getrennt. Wir sind Purusha und Pakriti gleichzeitig und es gestaltet sich in jedem Augenblick neu. Schon eine Einatmung verändert den vorangegangenen Zustand. Wir schöpfen in uns permanent neu und haben dadurch die Möglichkeit jeden Zustand zu verändern.

Sprecher 1: Wir sind, um herrlich zu blühen und uns inmitten dieser Pracht bewusst zu erkennen. Und dabei helfen uns die Anderen: indem sie uns Spiegel und Zuhörer sind. Wir helfen einander, spinnen alle mit  am Netz des Lebens, indem wir uns mitfühlend begegnen.
Sprecher 3: ( Klangschale)   Eine Geschichte

Eine alte Indianerin pflegte meiner Mutter stets ein paar Rebhühner oder eine Handvoll Waldbeeren zu bringen. Meine Mutter sprach kein Araukanisch mit Ausnahme des begrüßenden „Mai-mai“, und die alte Indianerin konnte kein Spanisch, sondern genoss Tee und Kuchen nur mit anerkennendem Gekicher. Wir Mädchen bestaunten die farbigen handgewebten Umhänge, von denen sie mehrere übereinander trug, ihre kupfernen Armbänder und ihre Halsketten aus Silbermünzen und wetteiferten bei dem Versuch, den Singsang-Satz zu behalten, den sie jedes Mal sagte, wenn sie aufbrach. Schließlich konnten wir ihn auswendig und sprachen ihn dem Missionar vor, der ihn uns übersetzte „Ich werde wiederkommen; denn ich liebe mich, wenn ich bei euch bin.“

In diesem Sinne wünsche ich euch eine besinnliche, erkenntnisreiche, stille Stunde.

in liebevoller Verbundenheit

Wolfgang

 

Von Wolfgang Bischoff

Liebe Menschen,

am Donnerstag, 24. Juni ist wieder Vollmond. Abends um 21:00 Uhr versammeln sich über tausend Menschen – jeder an seinem Ort – zu einer gemeinsamen stillen Stunde. Erfahre in ihr das große Geschenk deines Atems, für das du nichts zu tun brauchst, das du von einer Kraft geschenkt erhältst die dich so akzeptiert wie du bist, mit all deinen Stärken und Schwächen.

Auf diese Weise lernst du die Mühelosigkeit im Leben kennen und du kannst lernen, das unsichtbare feinstoffliche wahrzunehmen dass diese Welt so wunderschön macht. Die folgende kleine Geschichte kann eine Ermutigung für dich sein dich in deiner Wahrnehmung des meist Unscheinbaren zu schulen.

Vor einiger Zeit hat ein Mann seine fünf Jahre alte Tochter für das vergeuden einer Rolle von kostspieligem Gold-Verpackungspapier bestraft. Geld war knapp und er wurde wütend als das Kind das ganze Goldpapier verbraucht hatte, um eine Schachtel zu verzieren um sie ihm zum Geburtstag zu schenken. Dennoch brachte das kleine Mädchen am folgenden Morgen die Geschenk Schachtel ihrem Vater und sagte: „Das ist für dich Papa!“ Der Vater war verlegen, weil er am Vortag so überreagiert hatte.  Er öffnete die Geschenkschachtel und wurde wieder sehr zornig als er sah dass diese leer war. Wütend sagte er zu ihr: „Weißt du nicht, junge Dame, dass, wenn man jemand ein Geschenk gibt, auch etwas in der Verpackung sein soll!“

Das kleine Mädchen betrachtete ihn mit Tränen in den Augen und sagte: „Papa sie ist nicht leer! Ich hab so viele Bussis hineingegeben bis sie ganz voll war.“ Der Vater war ganz zerknirscht er fiel auf seine Knie und legte seine Arme um sein kleines Mädchen und bat sie, ihm seinen unnötigen Zorn zu verzeihen.

Nur kurze Zeit später starb das kleine Mädchen bei einem Unfall.

Nach dem Tod seines kleinen Mädchens behielt der Vater sein ganzes Leben lang die Goldschachtel neben seinem Bett immer wenn er durch schwierige Probleme entmutigt wurde, öffnete er seine Goldschachtel und stellte sich vor einen Kuss von seinem kleinen Mädchen herauszunehmen und erinnerte sich dabei an die Liebe des Kindes, die sie dort hinein gegeben hatte.

Jeder von uns hat so eine goldene Schachtel die gefüllt ist mit unbedingt der Liebe und Küsschen von unseren Kindern von Familie und von Freunden. Das ist der kostbarster Besitz den man haben kann und jetzt im Frühling, der nun langsam verblüht, zeigt uns die geistige Welt ihre Liebe in einer unvorstellbarem Farben- und Blütenpracht. All das können wir mit dem Herzen sehen lernen.

Ich wünsche euch eine stille segensreiche Stunde in liebevolle Verbundenheit

Wolfgang